BayWa und Al Dahra: Fruchtgemüseanbau in den Emiraten

Die BayWa AG, München, gründet gemeinsam mit der Al Dahra Holding LCC, Abu Dhabi, einem führenden Agrarunternehmen, ein Joint Venture in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

Die BayWa AG, München, gründet gemeinsam mit der Al Dahra Holding LCC, Abu Dhabi, einem führenden Agrarunternehmen, ein Joint Venture in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Die BayWa AG und Al Dahra Holding LCC unterzeichneten heute den Vertrag für das Projekt, in das rund 30 Mio. Euro investiert werden. Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden in den VAE. Die neue Gesellschaft „Al Dahra BayWa LLC“ umfasst die Produktion von Premium-Fruchtgemüse wie Tomaten mittels modernster Gewächshaustechnologie sowie die Vermarktung in den VAE. Regional und nachhaltig produziertes Obst und Gemüse hat ein besonders großes Marktpotenzial in den Emiraten durch eine wachsende, kaufkräftige Verbraucherschicht. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Hauptstadt Abu Dhabi.

HE Kadhim Abdullah Al Derei, Vice Chairmann und Managing Director der Al Dahra Holding LLC, sagt dazu: „Wir freuen uns über das gemeinsame Projekt, das Teil der Strategie zur Sicherung der Lebensmittelversorgung in den VAE ist und unsere Anstrengungen in dieser Richtung weiter unterstützt“. Er ergänzt: „Al Dahra BayWa LCC hat großes Wachstumspotenzial. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass es eine erfolgreiche Zusammenarbeit in diesem wachsenden Geschäftsfeld wird“.

Das Joint Venture ist Teil der Spezialitätenstrategie im Segment Agrar der BayWa. „Durch unser Handelsnetzwerk haben wir die Vereinigten Arabischen Emirate als einen sehr profitablen Wachstumsmarkt erkannt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der BayWa AG, Klaus Josef Lutz. „Wir sehen, dass sich international die Wertschöpfungsketten vom Erzeuger bis hin zum Verbraucher immer weiter verzahnen - dieser deutlichen Entwicklung tragen wir Rechnung.“ Er betonte, dass die BayWa die Erweiterung der Wertschöpfung nicht auf Standardprodukte wie Weizen, Mais oder Soja beziehe, sondern sich ausschließlich auf Spezialprodukte für einen lukrativen Teilmarkt mit langfristigen Absatzmöglichkeiten konzentriert. Ziel sei es die Diversifikation des Agrargeschäfts weiter zu stärken.

Das Klima-Gewächshaus wird auf einem Grundstück von 15 ha Fläche errichtet. Im ersten Schritt sollen jährlich bis zu 5.000 t Premium-Tomaten produziert und an den lokalen Lebensmitteleinzelhandel vermarktet werden. In dem kontrollierten Klima der Anlage kann ganzjährig geerntet werden. Das System spart im Vergleich zu üblichen Gewächshäusern 60% Wasser. (BayWa)