Floriade Expo 2022: Deutscher Garten eröffnet

Deutschland lädt zu einer Reise in die grüne Stadt der Zukunft ein.

Banddurchschnitt zur Eröffnung des Deutschen Gartens auf der Floriade Expo 2022 in Almere, Niederlande (v.li.n.re.): Dr. Karl Wessels, Generalkommissar des Deutschen Gartens (BMEL), Christiane Krüger, Direktorin des Deutschen Gartens, Heinrich Rohlfing, Erster Botschaftsrat der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Den Haag, und Britta DÖbert, Oberamtsrätin Referat 425 (BMEL). Gehalten wurde das Band von den beiden stellvertretenden Direktorinnen des Deutschen Gartens Yan Yin Chan (i.) und Christina Gaats. Bild: Deutscher Garten Floriade Expo.

Die Gartenbau-Weltausstellung Floriade Expo 2022 in Almere, Niederlande, wurde am 14. April für Besucher eröffnet. Unter dem Namen „BIOTOP IA Growing Community" präsentiert Deutschland frische Ideen und zukunftsorientierte Lösungen für ein nachhaltiges Miteinander von Natur und Stadt. Das Herzstück des Deutschen Gartens bildet ein begrüntes Atrium. Es wird umgeben von einem zweigeschossigen Holz-Pavillon mit Dachgarten als Sinnbild für eine wachsende Stadt. Offiziell eröffnet wurde die Floriade Expo 2022, die unter dem Motto „Growing Green Cities" steht, am Vorabend von dem niederländischen König Wilhelm-Alexander.

Der Generalkommissar des deutschen Beitrags, Herr Dr. Karl Wessels vom verantwortlichen Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), erklärte anlässlich des Banddurchschnitts zur Eröffnung des Deutschen Gartens: „Angesichts der Klimakrise setzt die Floriade Expo 2022 wichtige Impulse für nachhaltige, grüne und damit lebenswerte Städte. Wir freuen uns auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher und wünschen ihnen einen entspannten und zugleich inspirierenden Aufenthalt im Deutschen Garten."

Im Pavillon des Deutschen Gartens stellt eine interaktive Ausstellung Best-Practice-Beispiele, Projekte und aktuelle Informationen zu den vier Unterthemen der Floriade Expo 2022 „Green", „Food", „Health" und „Energy" vor. Viele Exponate bieten auch vor allem Kindern die Möglichkeit, Zukunftsthemen auf spielerische Weise zu entdecken. Begleitet wird der deutsche Auftritt von einem vielfältigen Kulturprogramm.

Für ein aktives, gemeinsames Gestalten der Zukunft

Beim Eintritt in den Deutschen Garten erhalten alle Besucherinnen und Besucher ein Smart-Armband. Mit ihm aktivieren sie in der Ausstellung Exponate und sammeln als Belohnung Icons. Die gesammelten Icons können am Ende der Ausstellung in der Main Show in eine Projektion eingespielt werden, um ihre individuelle Vision einer grünen Stadt der Zukunft zum Leben zu erwecken.

Der Ansatz des gemeinschaftlichen aktiven Gestaltens der Zukunft zieht sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung und steht auch im ersten Themenraum Healthy Urban Living im Fokus. Hier stellt das Band der grünen Stadt Organisationen und Projekte aus Deutschland vor, die sich aktiv für GrÜnräume und soziale Begegnungsorte einsetzen. Besucherinnen und Besucher können auch selbst Hand oder Fuß anlegen und über einen Seilzug in der Decke installierte Pflanzenmodelle gießen oder auf einem Fahrrad in die Pedale treten, um Energieräder zu aktivieren.

In dem Themenraum Green City kann man erfahren, welche Infrastrukturmaßnahmen notwendig sind, um mit Starkniederschlägen, Trockenperioden und Luftverschmutzung umzugehen. An einem interaktiven Wasserspiel mit Pumpstation kann ein Wasserkreislauf in Gang gesetzt, Wasserräder aktiviert und Überlaufbecken geflutet werden. Um die Energiegewinnung der Zukunft aus Sonne, Wind und Biomasse geht es in dem Themenraum Regenerative Energy. An einem Balance-Board gilt es, das Board gemeinsam mit anderen Mitspielerinnen und Mitspieler in ein Gleichgewicht zu bringen. Damit wird eine Balance zwischen den erneuerbaren Energien hergestellt, um eine umweltbewusste Versorgung der Stadt der Zukunft zu erreichen.

Innovative Strategien für nachhaltige Lebensmittelproduktion und bewussten Lebensmittelkonsum in Städten stehen in dem Themenraum Local Food im Blickpunkt. Dabei wird ein Bogen gespannt von nachhaltiger Landwirtschaft bis zu alternativen Anbaumethoden in der Stadt. Dies wird unter anderem anhand von zwei Periskopen dargestellt. Dabei gehen die Besucherinnen und Besucher auf eine virtuelle Reise vom klassischen Lebensmittelanbau auf dem Land bis in die Zukunft der Nahrungsmittelproduktion in den Städten. Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgt das deutsche Restaurant EATTOPIA mit veganen, vegetarischen und traditionellen deutschen Gerichten und Getränken. (Floriade)

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