Verbundvorhaben Lückenindikationen: 6. Beiratssitzung

Am 13. Dezember 2018 tagte in Berlin der Beirat zum Verbundvorhaben Lückenindikationen zum sechsten Mal.

Am 13. Dezember 2018 tagte in Berlin der Beirat zum Verbundvorhaben Lückenindikationen zum sechsten Mal. Bild: GABOT.

Das Verbundvorhaben Lückenindikationen zur Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für kleine Kulturen in Gartenbau und Landwirtschaft ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Bauernverbandes und des Zentralverbandes Gartenbau und läuft derzeit in der Verlängerung noch bis zum 31. Juli 2020. Anlässlich der Sitzung des Beirates diskutierten die Beiratsmitglieder intensiv über die weitere Fortführung dieses Verbundvorhabens über 2020 hinaus. Alle Projektbeteiligten aus den Bereichen Obst, Gemüse, Zierpflanzen, Baumschulen, Hopfen und Ackerbau sowie den Pflanzenschutzdiensten der Länder bzw. den Vorsitzenden der Arbeitsgruppen Lückenindikationen der Länder hoben die Wichtigkeit des Verbundvorhabens Lückenindikationen hervor und die Fortführung des Verbundvorhabens über 2020 ohne finanzielle Unterstützung seitens des BMEL wurde massiv unterstützt. Gerade die bisherigen Ergebnisse hätten gezeigt, dass das Verbundvorhaben Lückenindikationen eine Daueraufgabe bleiben wird und mit Ende der Projektförderung am 31. Juli 2020 bei weitem nicht abgeschlossen ist. Derzeit laufen in der Verlängerungsphase noch die Arbeiten zum Abschluss für bestimmt Herbizide und Insektizide, die Fortsetzung der Arbeiten bei Thripsen und falschem Mehltau, der Datentransfer in die europäische Datenbank EUMUDA, die Kommunikation im zonalen Zulassungsverfahren über die Europäischen Arbeitsgruppen für Lückenindikationen sowie die Erarbeitung von Verfahren im Bereich der Insektizide, Verfahren der vergleichenden Bewertung sowie die laufende Recherche und die Abstimmung mit den Unterarbeitsgruppen Lückenindikationen sowie die Kommunikation in den Bereichen Obst, Gemüse, Zierpflanzen, Baumschulen und Ackerbau und der Abgleich der Genehmigungen nach Paragraph 22 des Pflanzenschutzgesetzes. Da auch weiterhin mit Verzögerungen bei den Arbeiten insbesondere in der Zusammenarbeit auf der europäischen Ebene zu rechnen ist, verdeutlicht, wie dringend notwendig die weitere Fortführung dieses Verbundvorhabens Lückenindikationen ist. Dabei zeigt sich, gerade je weiter die Verfahrensentwicklung zum Schließen von Indikationslücken voranschreitet, wie kompliziert und schwierig sich die Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Detail darstellt. Darüber hinaus sind noch nicht alle erforderlichen Harmonisierungen für eine europäische Zusammenarbeit bei den Lückenindikationenabgeschlossen. Diese wirken darüber hinaus weiter hemmend auf die Verfahrensbeschreibungaus. Festzuhalten ist aber, dass das Verbundvorhaben Lückenindikationen bei der Beschreibung der unterschiedlichen Verfahren zum Schließen von Indikationslücken in weiten Teilen Pionierarbeit leistet. Diese Pionierarbeit kann und wird derzeit nur vom Verbundvorhaben Lückenindikationen wahrgenommen. Weder seitens des Bundes noch der Länder können derzeit die erforderlichen Arbeiten wahrgenommen werden. Dies gilt es also auch in Zukunft mit Nachdruck fortzusetzen. Das Schließen von Indikationslücken ist und bleibt eine Daueraufgabe. (Quelle: BOG)

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