Stadtplanung: Grüne Wänden gegen Lärm und Feinstaub

Eine lebenswerte Stadt ist für ihre Bewohner ohne eine bedarfsgerechte und nachhaltige Infrastruktur heute nicht mehr denkbar. Die Menschen erwarten ein Arbeits- und Wohnumfeld, in dem Beruf, Familie, Kultur, Freizeit, Sport und Erholung gleichermaßen ihren Platz haben.

Eine lebenswerte Stadt ist für ihre Bewohner ohne eine bedarfsgerechte und nachhaltige Infrastruktur heute nicht mehr denkbar. Die Menschen erwarten ein Arbeits- und Wohnumfeld, in dem Beruf, Familie, Kultur, Freizeit, Sport und Erholung gleichermaßen ihren Platz haben.

Die Stadtentwickler sind durch kontinuierliches Bevölkerungswachstum, durch die Niederlassung gewerblicher und industrieller Betriebe und das steigende Verkehrsaufkommen vor immer neue planerische Herausforderungen gestellt. Es gilt, vorhandene und neu zu schaffende Infrastrukturen so zu optimieren, dass sie zu den individuellen Wohn- und Lebenswünschen sowie den Bedürfnissen der Menschen innerhalb der Städte passen. Beispielsweise geschieht dies durch ein nachhaltiges Energiemanagement, umweltfreundliche Flächennutzungs- und Bebauungspläne und Lärmschutzmaßnahmen. Städtebauliche Sanierungs- und Umgestaltungsprozesse von Straßen oder auch gewachsenen (Wohn-)Vierteln prägen ein ganzes Stadtbild und unterliegen dabei gleichermaßen sozialen, kulturellen wie auch wirtschaftlichen und nicht zuletzt ökologischen Weiterentwicklungen. Einer klimagerechten Grünflächenplanung kommt bei den Anforderungen an eine künftige Stadtplanung und zukunftsorientierten Stadtentwicklung eine immer größere Bedeutung zu.

Grün im Großen wie im Kleinen
Großprojekte wie beispielsweise die „Hamburger Deckel" sind europaweit zukunftsweisend. Hier werden im Hamburger Stadtgebiet im Zuge des Ausbaus der A7 Lärmschutztunnel geschaffen. Auf den lärmberuhigten Flächen der Tunneldächer - den sogenannten „Deckeln" - sollen neben Wohnraum, vor allem Grünflächen wie Kleingärten und Parks entstehen, ganze Stadtviertel würden so verbunden und könnten im Laufe der Zeit zusammen wachsen. So wie in Hamburg sind viele weitere Städte in ihrer Entwicklung und Planung von Bauvorhaben und Umstrukturierungen dabei, dem Klimawandel und dem öffentlichen Interesse der Anwohner nach mehr Grün und Klimaschutz in der Stadt Rechnung zu tragen. Neben zusätzlicher Schaffung von Parks- und Grünanlagen rückt dabei auch das Straßenbegleitgrün immer mehr in den Fokus der Planer.

Besonders auffallend ist es, wenn an vielbefahrenen Straßen oder mehrspurigen Stadtautobahnen am Straßenrand das Grün fehlt. Es gibt oft kaum Freiflächen, und Wohnhäuser drängen sich dicht an dicht am Straßenrand. Dort, wo man von seinem Wohnungsfenster in die Scheiben der vorbeirauschenden Autos blicken kann, ist nicht nur die Lebensqualität gemindert, auch die Lärm- und Feinstaubbelastungen sind immens. Lärmschutzwände sind bereits ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Menschen, doch sie alleine reichen bei Weitem nicht aus, um die Anwohner vor schädlichen Umwelteinflüssen effektiv zu schützen. Die Kombination von Schallschutzwänden mit Pflanzen, insbesondere mit Efeu, zeigt gleich doppelte Wirkung. Neben dem Lärmschutz hat eine Schallschutzwand mit Efeu eine wichtige ökologische und gesundheitsfördernde Wirkung als Staub- und Schadstofffilter. Besonders bei der Efeu-Sorte Hedera helix 'Wörner' wurde die gute Feinstaubbindung wissenschaftlich nachgewiesen. Bis eine normale Efeuhecke jedoch ausgewachsen ist und eine Höhe erreicht hat, in der sie ihre positive Wirkung voll entfaltet, können Jahre vergehen. Eine sofortige und zugleich attraktive Alternative mit unmittelbarer Wirkung wird mit der Hecke am laufenden Meter erzielt. Die an witterungsbeständigen Metallgittern vorkultivierten Efeu-Heckenelemente sind zum Zeitpunkt der Pflanzung bereits voll durchwurzelt und blickdicht begrünt. Sie lassen sich praktisch das ganze Jahr über in frostfreiem Boden einpflanzen und haben keine lange Anwachsphase. Erhältlich ist die Hecke am laufenden Meter in einer Modullänge von 1,20 Meter und den Wuchshöhen 1,00, 1,80 und 2,20 Meter. Graue Lärmschutzwände bekommen ein grünes Kleid und nicht nur ihr Anblick ist eine Wohltat für die Menschen in der näheren Umgebung.

Schlank und gesund
Durch ihren schmalen Wuchs können die Heckenmodule auch dort gepflanzt werden, wo wenig Raum für Pflanzen ist, oder schwer zugängliche Stellen eine herkömmliche Bepflanzung unmöglich machen. Besonders häufig ist dies an innerstädtischen Autobahnauffahrten der Fall. Überall dort, wo kein Platz für die Anlage von zusätzlichen Grünanlagen vorhanden ist, bietet die Hecke am laufenden Meter eine wirkungsvolle, unkonventionelle Möglichkeit der Begrünung. (Quelle: HALM)

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