Schwefel schützt Pflanzen vor Krankheiten

Eine ausreichende Versorgung der Pflanzen mit Schwefel erhält Pflanzen gesund. Dadurch kann der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert oder sogar vermieden werden kann. Das ist das Fazit einer wissenschaftlichen Tagung, die vom Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde der deutschen Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) durchgeführt wurde. Für dieses Konzept habe sich bereits vor 10 Jahren in der internationalen Literatur der Begriff der "schwefelinduzierten Resistenz (SIR)" eingeprägt, berichtet der Agrarpressedienst Agra-Europe. Bisher habe die Existenz einer SIR in sieben Wirt/Krankheitserreger-Beziehungen nachgewiesen werden können. Durch die Düngung mit Schwefel habe unter Feldbedingungen der Befall um 17 bis 35% reduziert werden können, heißt es. In der Praxis gelinge es jedoch nicht immer, eine schwefelinduzierte Resistenz durch Düngung gezielt auszulösen, da eine Vielzahl an Wachstums- und Umweltfaktoren den Befall beeinflussen könnten. Es seien daher weitere Forschungsarbeiten notwendig, um den Kontrollmechanismus des Schwefelstoffwechsels verstehen zu können. (lid)

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