Phospat im Mineraldünger belastet das Grundwasser

Symposium zeigt: Vielfalt ist auch im kleinen Reihenhausgarten möglich.„137.000 Hektar Gartenland bewirtschaften Freizeitgärtner in Bayern – rund elfmal mehr als die professionellen Erwerbsgemüsebauer im Freistaat,“ sagte Professor Dr. Sebastian Peisl bei der Eröffnung des Dritten Symposiums Freizeitgartenbau der Bayerischen Gartenakademie in Veitshöchheim. Um so bedeutender sei ihr richtiger Umgang mit den Ressourcen Boden und Wasser, betonte der Leiter der Forschungsanstalt für Gartenbau in Weihenstephan. Dennoch sei die Zahl der Gartenbesitzer, die sich mit Hilfe von Bodenproben zum Beispiel über die angemessenen Düngergaben für ihre Gärten beraten lassen, noch zu gering.

 

Die Forschungsanstalt in Weihenstephan betreut ein Forschungsprojekt zum Thema Düngung, an dem rund 5.000 Freizeitgärtner teilnehmen. Probleme bereiten vor allem die Phospate. Obwohl im Boden meist in ausreichender Menge vorhanden, sind sie Bestandteil handelsüblicher Mineraldünger. Sie reichern sich im Boden an und belasten das Trinkwasser. Besser geeignet sind im Hausgarten phosphatfreie, natürliche Düngemittel wie zum Beispiel Hornspäne.

 

160 Freizeitgärtner hatten an dem Symposium teilgenommen. „Das Interesse am eigenen Grün steigt kontinuierlich“, betonte LWG-Präsident Peter Most. „Immer mehr Familien pachten wieder einen Kleingarten.“ Allerdings würden die Bauplätze vor allem im städtischen Bereich immer kleiner. Umso wichtiger sei das Thema dieses Symposiums „Vielfalt auf kleinem Raum“.

 

Wie vielfältig sich moderne Reihenhausgärten tatsächlich gestalten lassen, zeigte unter anderen auch Helmut Rausch von der Bayerischen Landesanstalt. Statt großer Rasenflächen mit Gehölzrand, ließen sich in seinen Beispielen dank geschickter Aufteilung sowohl gemütliche Terrassen, wie Teiche, Spielflächen für die Kinder und Gemüsegärten unterbringen. Kletterpflanzen und Gehölze in Töpfen verwandeln so manchen Sitzplatz in ein kleines Paradies. (lwg)

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