Park der Gärten: Robinie - Baum des Jahres 2020

Der Verein zur Förderung der Gartenkultur e.V. am Sonntag lädt den 26. April um 11:00 Uhr in den Park der Gärten zur Pflanzung des "Baums des Jahres" 2020 ein.

Die Robinie ist Baum des Jahres 2020. Bild: A.Gomolka.

Zur Pflanzung des „Baums des Jahres“ 2020 lädt der Verein zur Förderung der Gartenkultur e.V. am Sonntag, den 26. April um 11:00 Uhr in den Park der Gärten ein. Der Verein freut sich, dass die Allee der Jahresbäume im Park mit einer Robinie (Robinia pseudoacacia) - Baum des Jahres 2020 - erweitert wird. „Wir sind sicher, dass die Allee der Jahresbäume hier im Park eine der schönsten in ganz Deutschland ist“, lobt Dr. Dankwart Seipp, Mitglied im Vorstand des Vereins zur Förderung der Gartenkultur e.V., den Beitrag „Allee „Bäume des Jahres“ im Park der Gärten.. Parkbesucher sind als Gäste zu der Aktion herzlich willkommen.

In Deutschland wählt seit 1989 das Kuratorium „Baum des Jahres“ jährlich eine Baumart, um diese Art besonders herauszustellen und der Allgemeinheit näher zu bringen. Alle Bäume wurden auch im Park der Gärten gepflanzt. So kommt seit dieser Zeit eine stattliche Sammlung zusammen.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf die Robinie, Robinia pseudoacacia, die auch Scheinakazie genannt wird. Die Robinie ist nicht in Europa heimisch gewesen, sondern als eine frühe Einwanderin schon Anfang des 17. Jahrhunderts aus ihrer nordamerikanischen Heimat nach Europa gebracht worden. Zunächst wurde sie als Besonderheit in Parks gepflanzt, später aber auch als Waldbaum auf sandigen und trockenen Böden verwendet, wo sie sich trotz der schwierigen Standortverhältnisse rasch entwickelte. Zunächst hielt man die Baumart für eine Akazienart, weil ihre Blätter und Früchte den Akazien aus dem Mittelmeerraum ähnlichsehen. Doch die Blüten weisen sie eindeutig als Schmetterlingsblüter oder Leguminose aus. Deshalb entstand der deutsche Name Scheinakazie. Die Robinien bilden nur mittelgroße Bäume von etwa 20 – 25 m Höhe, die ein Alter von ca.150 Jahren erreichen. Bei älteren Bäumen ist die hellgraue Borke des Stammes netzförmig tief gefurcht, die Krone wird bei freiem Stand breit. Das Holz ist sehr hart und dauerhaft, es wird daher auch vielfach für Pfähle und Konstruktionsholz im Freien verwendet. Jungbäume wachsen rasch. Sie haben Fiederblätter und Dornen an den Trieben. Im Frühjahr schmückt der Baum sich mit vielen cremeweißen Blütentrauben mit Schmetterlingsblüten, die stark von Bienen beflogen werden und aus denen sich Hülsenfrüchte entwickeln. Trotz ihrer Pionierleistungen auf armen Böden wird die Robinie aber auch als invasives Gehölz eingestuft, das an manchen schutzwürdigen Standorten die ursprüngliche Vegetation und Tierwelt verdrängen kann. Deshalb sind die Meinungen über die Robinie stark gespalten. Dennoch könnte die Robinie bei zunehmender Trockenheit im Sommer als Forstgehölz an Bedeutung gewinnen.(Park der Gärten)

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