Natur im Garten: Im Garten für‘s Leben lernen

Auf der Fachtagung Gartenpädagogik unter dem Motto „Im Garten für‘s Leben lernen“ stand der Garten als Lern- und Erlebnisraum im Fokus.

Tullns Bürgermeister Peter Eisenschenk, Hofrätin Doris Wagner, und Katja Batakovic.Bild:Natur im Garten

„Natur im Garten“ begrüßte bei der Fachtagung Gartenpädagogik am 15. Juni auf der GARTEN TULLN über 120 Gäste - Pädagoginnen und Pädagogen, Studierende der pädagogischen Hochschulen und Interessierte aus den Bereichen Umweltbildung und Gartenpädagogik. Unter dem Motto „Im Garten für‘s Leben lernen“ stand der Garten als Lern- und Erlebnisraum im Fokus.

„Die Reihe der international renommierten Vortragenden sowie das große Interesse des Publikums zeigen die Bedeutung der Gartenpädagogik, um aktuelle Herausforderungen, wie den Klimawandel, zu lösen. Die Gartenpädagogik ist mit ihrem umfassenden Ansatz ein sehr wichtiges Instrument“, so Tullns Bürgermeister und Direktor der Handelsakademie Tulln Peter Eisenschenk.

Der Garten als Klassenzimmer

Im Fokus der Gartenpädagogik steht der Garten als Lernort und lebendiges „Lernlabor“. Anstelle still sitzend in geschlossenen Räumen können die Schülerinnen und Schüler in der Natur ihre Sinne schärfen, Achtsamkeit entwickeln und ganzheitlich lernen. Die eher kopflastige Wissensvermittlung wird durch unmittelbare und nachhaltige Erfahrungen ergänzt. Vor allem für Projektunterricht sowie fächerübergreifende und offene Lernformen ist der Außenraum optimal geeignet - nicht nur in Biologie oder im Sachunterricht. „Hier setzt Gartenpädagogik an: in der Verbindung von gärtnerischer und pädagogischer Arbeit nutzt sie den naturnahen Garten mit seinen Natur- und Stoffkreisläufen und der biologischen Vielfalt als Lernraum zur Vermittlung von theoretischen Kenntnissen und praktischen Fertigkeiten“, so Hofrätin Doris Wagner, Leiterin des Bereichs Pädagogischer Dienst.

Kinder ohne Natur

Viele Kinder verbringen große Teile ihrer Zeit in geschlossenen oder digitalen Räumen und sind mit einer zunehmenden Naturentfremdung konfrontiert. Thema der Fachtagung ist daher: Wie können Lehr- und Betreuungspersonen Gärten, Freiflächen, digitale oder spielerische Medien nutzen, um Kindern eine innige Naturbeziehung zu ermöglichen? „Gärten bieten eine wunderbares Gegengewicht zur digitalen Welt. Daher sollte das Smartphone nicht aus den Lernraum verbannt werden, sondern als hilfreiches Werkzeug eingesetzt werden“, fasst Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“, das Ergebnis der Tagung zusammen.

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