LWK NRW: Würdigte Lebensleistungen im Gartenbau

Sie haben über Jahrzehnte den gärtnerischen Berufsstand mit gestaltet und mit geprägt - im Rahmen einer Feierstunde im Bildungszentrum Gartenbau Essen erhielten fünf Gärtnermeister aus verschiedenen Sparten des Gartenbaus Diamantene Meisterbriefe der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen überreicht.

Sie haben über Jahrzehnte den gärtnerischen Berufsstand mit gestaltet und mit geprägt - im Rahmen einer Feierstunde im Bildungszentrum Gartenbau Essen erhielten fünf Gärtnermeister aus verschiedenen Sparten des Gartenbaus Diamantene Meisterbriefe der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen überreicht. Denn sie hatten vor sechs sechs Jahrzehnten ihre Meisterprüfungen abgelegt. Auch sechs Goldene Meisterbriefe für Absolventen vor 50 Jahren konnten übergeben werden.

Wie LWK-Präsident Johannes Frizen betonte, werden im Bildungszentrum Gartenbau Essen inzwischen seit mehr als zehn Jahren Goldene Meisterbriefe überreicht um jeweils ein halbes Jahrhundert Leistung im Gartenbau zu würdigen. Besonders freute ihn, dass in diesem Jahr erstmals auch Diamantene Meisterbriefe im Rahmen der Feierstunde vergeben werden konnten, die noch länger dazu beigetragen haben, gärtnerisches Wissen zu vermehren und an die nächste Generation weiterzugeben.

Ferner erinnerte der LWK-Präsident daran, dass 1963 der US-Präsident John F. Kennedy in Berlin den unvergessenen Satz sagte: "Ich bin ein Berliner!" Und vor 50 Jahren begann mit dem Elyssée-Vertrag die Aussöhnung zwischen den "Erbfeinden" Deutschland und Frankreich begann. Nicht zuletzt ging im Fernsehen der "Bericht aus Bonn" erstmals auf Sendung. Für die Schülerinnen und Schüler der Fachschule in Essen führte damals die Sommerexkursion zur Internationalen Gartenausstellung nach Hamburg.

Trotz aller Parallelen zu jener Zeit, erinnerte Johannes Frizen daran, dass die alten Maßstäbe ausgedient haben besonders bei der Beurteilung und im Umgang mit jungen Menschen. "Der demografische Wandel erfordert von den heutigen Ausbildern, zum Anwalt junger Menschen zu werden." Denn: Es kann letztlich nur der junge Mensch ausgebildet werden, der überhaupt ein Ausbildungsverhältnis eingeht. Angesichts sinkender Bewerberzahlen bedeutet dies den Worten von Johannes Frizen zufolge, den Nachwuchs mit allen seinen Stärken und Schwächen auszunehmen.

Wie sehr sich das heutige Bildungszentrum Gartenbau Essen von der Fahschule der 60er Jahre unterscheidet, verdeutlichte Schulleiter Dr. Karl-Heinz Kerstjens. Wie er betonte, haben kürzlich insgesamt 400 Studierende eine Ausbildung zum Meister oder Agrarbetriebswirt angefangen. Etliche davon in der Teilzeitform zur Meisterprüfung, die seit 1996 angeboten wird.

Präsident Johannes Frizen und Herbert Prickler, Vorsitzender der Vereinigung Ehemaliger Essener Gartenbauschüler, überreichten mit Unterstützung von Dr. Karl-Heinz Kerstjens die fünf Diamantenen und sechs Goldenen Meisterbriefe. Ferner wurden 30 Meister und Techniker des Gartenbaus als "Rubin-" und "Silber-Jubilare" geehrt.

Die Diamantenen Meisterbriefe erhielten:
Heinz Hammacher (Essen)
Ernst-August Hoeper (Wetter)
Karl Oberschelp (Sprockhövel)
Franz-Josef Schmitz (Düsseldorf)
Paul Schröer (Mülheim)

Die Goldenen Meisterbriefe erhielten:
Bernhard Freden (Essen)
Hans Holtschneider (Ratingen)
Karl-Josef Lehmann (Pulheim)
Gerhard Meerkamp (Duisburg)
Alfons Peters (Essen)
Udo Ramien (Oldenburg)  

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