Landgard: "Jetzt sind Macher gefragt"

Die Erzeugergenossenschaft Landgard mit über 3.000 Mitgliedsbetrieben für Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen sendet per Facebook einen Appell, um dringend benötigte Erntehelfer zu finden.

Die Landgard-Zentrale in Straelen-Herongen. Bild: Landgard.

Damit in dieser außergewöhnlichen Zeit niemand auf frisches Obst, Gemüse, Blumen und Pflanzen verzichten muss, arbeiten die Landgard Erzeuger, Mitarbeiter, Logistiker und der Handel hinter den Kulissen Tag und Nacht mit höchstem persönlichen Engagement. Mehr denn je sind Zusammenhalt und kreative Ideen gefragt – auch mit Blick auf fehlende Erntehelfer. „Jetzt sind Macher gefragt“, so Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender der Landgard eG. Die Erzeugergenossenschaft Landgard, mit über 3.000 Mitgliedsbetrieben der systemrelevante Partner für Obst & Gemüse sowie Blumen & Pflanzen in Deutschland, nutzt die große Community seiner Initiative „1000 gute Gründe“ mit über 300.000 Fans bei Facebook und Instagram, um dazu aufzurufen, mit anzupacken und zu helfen. Trotz Corona und aller Sicherheitsvorkehrungen muss z.B. aktuell der erste deutsche Spargel gestochen, Jungpflanzen gesetzt oder die Erdbeerernte vorbereitet und umgesetzt werden. Es geht um die deutsche Produktion und um die Warenversorgung in Deutschland mit regionalen Frischeprodukten aus Deutschland.

„Ob Studenten, Schüler, Arbeitnehmer, die durch Corona im Zwangsurlaub sind, oder alle anderen, die Zeit haben, ernsthaftes Engagement zu zeigen und sich aktiv und zuverlässig einbringen möchten – wir brauchen überall in Deutschland fleißige Hände, die mithelfen und sich zugleich noch etwas dazu verdienen wollen. Wir können schon jetzt sagen: Die Bereitschaft in der Bevölkerung ist da – man muss die Leute nur erreichen, damit Helfer und Erzeuger zusammenfinden. Helfen auch Sie mit“, erklärt Armin Rehberg, Vorstandsvorsitzender von Landgard, den Gedanken hinter der Aktion.

Wie groß die Solidarität in der Bevölkerung im Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Krise ist, haben bereits sofort nach Start der Aktion die ersten konkreten Kommentare und Hilfsangebote auf Facebook gezeigt. „Dieses Beispiel zeigt, wie wirkungsvoll solche Aktionen gerade im kleinen regionalen Raum sein können. Wir befürworten aber auch ausdrücklich als größte deutsche Erzeugergenossenschaft für Obst und Gemüse sowie Blumen und Pflanzen den Appell der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, um weitere fehlende Erntehelfer auch aus den Arbeitslosen- und Kurzarbeiterbereichen möglichst unbürokratisch einsetzen zu können. Unbürokratische Ansätze der Ministerin wie die Umsetzung von Flugangeboten für Saisonarbeitskräfte, längere Möglichkeiten des Einsatzes im Land oder auch die flexiblere Handhabung der Lenk- und Ruhezeiten sind genau das, was wir aktuell brauchen. Viele Erzeuger brauchen genau jetzt Hilfe“, so Armin Rehberg. „Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, die Versorgung der Menschen mit frischen Produkten in Zeiten von Corona zuverlässig zu gewährleisten. Das wird auch den Menschen außerhalb unserer Branche zunehmend klar. Nutzen wir diese Solidarität und alles immer unter Beachtung der Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten.“

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