HS OS: Niklas Senger erhält Förderpreis für Abschlussarbeit

Der Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. vergibt jährlich Förderpreise für herausragende Studienabschlussarbeiten.

Niklas Senger, Absolvent des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung, ist einer der Preisträger. Bild: HS Osnabrück.

Der Freundeskreis der Hochschule Osnabrück Gartenbau und Landschaftsarchitektur e.V. vergibt jährlich Förderpreise für herausragende Studienabschlussarbeiten. Niklas Senger, Absolvent des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung, ist einer der Preisträger.

Er bekam einen mit 250 Euro dotierten Förderpreis für seine Masterarbeit zum Thema „Bedürfnisorientierte Weiterentwicklung aktiver Friedhofsanlagen - Szenarien für den Parkfriedhof Essen-Huttrop auf der Grundlage einer quantitativen und qualitativen Nutzungsanalyse“. Die Arbeit wurde von Prof. Dr. Johanna Schoppengerd (Fachgebiet Stadtplanung und Planungsrecht und Prof. Hubertus von Dressler (Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftspflege) an der Hochschule Osnabrück) betreut.

Die Weiterentwicklung der Friedhofsnutzung repräsentiert ein sehr aktuelles Thema, da derzeit zahlreiche Friedhöfe mit einem Rückgang an Bestattungen konfrontiert sind und vielfach Unsicherheit darüber besteht, wie die Flächen zukünftig genutzt werden können. In diesem Kontext stellt sich die Frage, ob neben der Nutzung als Ort der Beisetzung, der Trauer und des Erinnern alltags-, ruhe-, sport- und weitere freizeitorientierte Aktivitäten die Friedhofsanlage ergänzen können und ob diese sekundären Aktivitäten akzeptiert, toleriert oder abgelehnt werden. Herr Senger geht in seiner Masterarbeit ebendiesen Fragestellungen nach. Neben der Erzielung konkreter Ergebnisse für den Parkfriedhof Essen-Huttrop, liefert die Arbeit generelle Erkenntnisse zur möglichen Weiterentwicklung von Friedhöfen.

Herr Senger analysierte zunächst zentrale Grundlagen des Bestattungswesens, der Bedeutung von Friedhöfen in der Stadt und den aktuellen Wandel der Bestattungskultur mit Hilfe einer sehr umfangreichen Literaturrecherche. Diese wurde ergänzt durch eine empirische Untersuchung, für welche Herr Senger selbstständig eine eigene detaillierte Untersuchungsmethodik entwickelte. Die Untersuchung setzte sich aus einer mehrwöchigen Beobachtung des Nutzerverhaltens und qualitativen Interviews mit Nutzern des Friedhofs zur Akzeptanz von sekundären Nutzungen zusammen. Die Gespräche wurden unterstützt durch Bildmetrial, welches von Herrn Senger zum Zwecke der Befragung entwickelt wurde. Basierend auf den erlangten Erkenntnissen zeigte Herr Senger abschließend mögliche zukünftige Entwicklungen auf, die verschiedene Nutzungsverteilungen zulassen.

Dem Masterabsolventen ist es gelungen, die Ergebnisse der Arbeit sehr strukturiert und klar darzustellen. Besonders hervorzuheben ist dabei das gelungene Layout der Arbeit und die kreative Art Fakten gut lesbar und anschaulich, z.B. Befragungsergebnisse, darzustellen. Durch die Darstellung allgemeiner Erkenntnisse zu potenziellen Weiterentwicklungen von Friedhöfen und der Entwicklung von Szenarien ist die Arbeit auch für Akteure von großem Interesse, die mit der Entwicklung von Friedhofsanlagen an anderen Standorten betraut sind. (HS Osnabrück)

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