Hochrisikopflanzen: Cycas und Ficus von Liste gestrichen

Für den Fachverbandes Raumbegrünung und Hydrokultur (FvRH) war in den vergangenen Monaten das Thema „Hochrisikopflanzenliste“ von besonderer Bedeutung.

Der Vorstand des Fachverbandes mit Geschäftsführer (stehend v.l.n.r.): Wilhelm Höfer, Jürgen Herrmannsdörfer, Thomas Helk, Stefan Gentzen (Geschäftsführer), Roger Pfeiffer, Frank Hutzel, Alexander Hildebrand und Christian Engelke (Vorsitzender). Bild: FvRH.

Das Jahr 2018 bewertet der FvRH-Vorstand für die Branche durchgehend positiv. Dies spiegelt auch der vom Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) durchgeführte Geschäftsklimaindex für diesen Bereich wider. Aktuell liegt der Index bei 102 Punkten. Die Auftragslage der Branche ist gut und die erzielten Preise für die entsprechenden Dienstleistungen sind seit einigen Jahren im Aufwärtstrend. Der Index könnte sogar besser ausfallen. Aber die Unternehmen werden durch die Logistik und- Transportunternehmen ausgebremst. Lange Liefer- und Beschaffungszeiten setzen dem positiven Trend Grenzen auf und es fehlt an Fachpersonal für die Ausführung der gefüllten Auftragsbücher.

Für den Fachverband war in den vergangenen Monaten das Thema, „Hochrisikopflanzenliste“ von besonderer Bedeutung. Im Zuge der Umsetzung der neuen EU-Pflanzengesundheitsverordnung 2016/2031 arbeitete die Europäische Kommission an einer Durchführungsverordnung zum Erlass einer Liste von Hochrisikopflanzen gemäß Artikel 42 der Verordnung. Der Entwurf zu den Hochrisikopflanzen (Art. 42) enthielt 39 Gattungen von Pflanzen zum Anpflanzen mit Ursprung in allen Drittländern. Darunter auch Ficus und Cycas. Da die verschiedenen Ficusarten in der Raumbegrünung eine wesentliche Rolle spielen, hätte eine Listung dieser Arten bei den Pflanzenlieferanten zu großen Schwierigkeiten geführt. Der Fachverband hatte sich deshalb intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und sich mit seinem Fachwissen an allen Stellungnahmen beteiligt. Nach intensiven Gesprächen des ZVG mit den beteiligten nationalen Behörden und europäischen Partnern in Brüssel sind die Gattungen Cycas und Ficus von der Liste gestrichen. Allein Ficus carica bleibt weiterhin gelistet. Dieser Erfolg zeigt einmal mehr, wie wichtig das Arbeiten in Netzwerken ist und wie wertvoll eine politische Vertretung für den gärtnerischen Berufsstand auf Europäischer- und Bundesebene ist, so Christian Engelke, Vorsitzender des Fachverbandes aus Bückeburg.

Darüber hinaus wurden die strategischen Ziele der Pressearbeit mit dem Grünen Medienhaus (GMH) für das Jahr 2019 festgelegt, ebenso die neugeplanten Internetauftritte des Fachverbandes. Die seit Anfang 2018 durchgeführte Arbeit in den sozialen Medien trägt erste Früchte und wird weiter ausgebaut. Im Rahmen der Sitzung besuchte der Vorstand das gemeinsam mit dem Bundesverband GebäudeGrün e. V. (BuGG) durchgeführte Innenraumbegrünungssymposium in Stuttgart. Die Veranstaltung war mit fast 70 Teilnehmern ausgebucht. Um die Wichtigkeit der Innenraumbegrünung im Kontext eines ganzheitlichen Konzeptes zur Gebäudebegrünung zu verdeutlichen, wurde das Symposium bei der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V. (DGNB) durchgeführt. Auf der Tagesordnung standen außerdem die Weiterbildung im Bereich der Raumbegrünung sowie die Mitarbeit des Fachverbandes bei der Überarbeitung der Innenraumbegrünungsrichtlinien bei der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau (FLL). (FvRH/ZVG)

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