Hitzewelle: Gemüsebauern schlagen Alarm

Die anhaltende Hitze in der Schweiz macht dem Gemüse schwer zu schaffen.Selbst ständiges Bewässern reiche nicht mehr, sagen die Gemüseproduzenten. "Alle Gemüsesorten leiden schrecklich unter der Hitze", sagte Regine Duda, Sprecherin des Verbands Schweizer Gemüseproduzenten, am 24. Juli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Einige Gemüsebauern verglichen die heutige Lage gar mit jener im Hitzesommer 2003. Laut Duda sind zwar einige Gemüse wie Tomaten oder Gurken ausgesprochen wärmeliebend. Doch vor allem in den Treibhäusern ist es momentan auch für sie zu heiß: "Die bestäubenden Insekten fliegen nicht mehr", sagte Duda. Als Folge sinken die Erträge. Dies wird wohl auch Auswirkungen haben auf die Preise.

 

Die Gemüseproduzenten schätzen, dass die Produktionskosten in dem heißen Sommer zwei bis drei Mal so hoch sind wie normalerweise. Zumal das Wasser auch in Bächen und Flüssen langsam knapp wird: Der Kanton Luzern etwa kündigte deshalb am 24. Juli an, Wasserentnahmen nur aus größeren Gewässern zu bewilligen.

 

Kritisch wird es langsam auch für einige Früchte: "Wenn es nicht nächstens regnet, werden die Äpfel und Birnen frühzeitig von den Bäumen fallen", sagt Rolf Matter, Sprecher beim Schweizerischen Obstverband. Bereits gepflückt ist hingegen der Großteil der Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen. (lid)

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