Düngung: Gemüse leidet unter Schwefelmangel

Der Ausstoß von Schwefel in die Atmosphäre hat aufgrund der Anstrengungen zur Luftreinhaltung in den vergangenen Jahren abgenommen. Die Luft ist sauberer geworden. Die Schwefelmenge, die durch Niederschläge auf landwirtschaftliche Flächen gelangt, ist entsprechend kleiner.

Der Ausstoß von Schwefel in die Atmosphäre hat aufgrund der Anstrengungen zur Luftreinhaltung in den vergangenen Jahren abgenommen. Die Luft ist sauberer geworden. Die Schwefelmenge, die durch Niederschläge auf landwirtschaftliche Flächen gelangt, ist entsprechend kleiner. Das hat allerdings Auswirkungen auf die Versorgung der Pflanzen - inzwischen leiden viele Gemüsekulturen an Schwefelmangel. Das heißt, die Düngung muss angepasst werden. Schwefel ist u. a. ein Bestandteil der Glucosinolate, die in der menschlichen Ernährung als gesundheitsfördernd gelten. Glucosinolate kommen vor allem in Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblütler in größeren Mengen vor. Das sind beispielsweise Kohlarten, Radieschen, Rettich oder Rucola.

Die Schweizer Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil weist darauf hin, dass aus gesundheitsfördernden und geschmacklichen Gründen auf jeden Fall Gemüsekulturen mit genügend Schwefel versorgt werden müssen. Erste Hinweise auf Schwefelmangel sind blassgrüne bis hellgelbe Blätter. Weil weniger Schwefel aus der Luft kommt, gewinnt der Boden als Schwefelquelle an Bedeutung. Hier ist auf einen hohen Humusgehalt zu achten. Zur Erhaltung und Förderung des Bodengehalts an organisch gebundenem Schwefel empfiehlt Agroscope den Einsatz von Hofdünger und Kompost. Bei der mineralischen Düngung mit Stickstoff, Phosphor und Kalium sollten Gemüsebauern bei schwefelbedürftigen Kulturen bevorzugt sulfathaltige Düngemittel einsetzen.

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