BMEL: Förderung für Lückenindikationen verlängert

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Förderung des Modell- und Demonstrationsvorhabens "Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln" bis zum 31. Juli 2020 verlängert.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium verlängert Förderung des Verbundvorhabens „Lückenindikationen“. Bild: GABOT.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Förderung des Modell- und Demonstrationsvorhabens „Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für kleine Kulturen in Gartenbau und Landwirtschaft“ bis zum 31. Juli 2020 verlängert.

Bundesminister Christian Schmidt erklärt dazu: „Dieses Projekt ist ein wichtiger Baustein dafür, dass auch für kleinere Kulturen ausreichend Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen. Ich freue mich, dass seine Finanzierung jetzt weiterhin gesichert ist.“

Lückenindikationen sind seit vielen Jahren eine zentrale Herausforderung für die gartenbauliche Praxis. Für viele Anwendungsgebiete gibt es häufig keine oder nicht ausreichend Pflanzenschutzmittel: Zum einen sind nur wenige Kulturen mit geringem gesamtwirtschaftlichem Wert betroffen. Zum anderen sind für bestimmte Anwendungsbereiche keine oder nicht ausreichend Pflanzenschutzmittel zugelassen und verfügbar.

Seit dem Jahr 2013 werden in dem Vorhaben Verfahren erarbeitet, um auch für solche Pflanzen im Gartenbau und Ackerbau wirksame Pflanzenschutzmittel bereitstellen zu können.

In dem Verbundvorhaben des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sowie des Julius Kühn-Institutes (JKI) werden Verfahrenswege zum Schließen von Indikationslücken erarbeitet. „Wir möchten so, gerade für kleine Kulturen des Gartenbaues und der Landwirtschaft von Obst, Gemüse, Zierpflanzen, Baumschulen bis hin zum Hopfen und Ackerbau, die Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln für die Zukunft verbessern“, so ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Der ZVG begrüßt die Verlängerung der Förderung. „Ein besonderer Dank gilt dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als Projektträger. Durch die Verlängerung können wichtige und noch nicht abgeschlossene Arbeiten fortgesetzt werden“, so Mertz weiter.

Durch das Verbundvorhaben wurde auch die Zusammenarbeit mit der EU intensiviert und zahlreiche Recherchen zu Lückenindikationen in den anderen Mitgliedstaaten in die Unterarbeitsgruppen (UAG) Lückenindikationen eingebracht und weitere Aktivitäten abgesprochen. Ziel ist unter anderem, Anträge auf Erweiterungen für Pflanzenschutzmittel-Zulassungen stellen zu können. Es werden Informationen über bereits vorhandene Lösungen gesammelt und aufbereitet. Außerdem wird die Kommunikation und der Datentransfers zwischen den verschiedenen Akteuren verbessert. Die erarbeiteten Verfahrenswege werden nach Abschluss des Vorhabens auch auf andere Bereiche übertragbar sein und können dann anderen Organisationen, Verbänden oder Behörden zur Verfügung gestellt werden. (BMEL/ZVG)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.