ECHA: Stuft Glyphosat nicht als krebserregend ein

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA stuft den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat nicht als krebserregend ein.

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Die Europäische Chemikalienagentur ECHA stuft den Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat nicht als krebserregend ein. Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten erfüllten nicht die Kriterien, um Glyphosat als krebserregend einzustufen, schreibt die ECHA in einer Medienmitteilung. Die Erkenntnisse der Agentur sollen nun an die EU-Kommission weitergegeben werden. Die EU-Kommission hatte im Juni letzten Jahres die auslaufende Genehmigung für Glyphosat bis Ende 2017 verlängert. Zuvor waren die EU-Staaten sich nicht einig gewesen, ob eine weiter Zulassung erfolgen soll, schreibt der "Landwirtschaftliche Informationsdienst".

Zur Entscheidung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA erklärt der kommissarische Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), Dr. Dietrich Pradt:
„Die ECHA bestätigt, was Zulassungsbehörden in aller Welt immer wieder festgestellt haben: Glyphosat ist nicht krebserregend. Jetzt ist es an der Europäischen Kommission, die mehrfach verschobene Wirkstoffgenehmigung von Glyphosat zu erteilen. Auch von der Bundesregierung darf man erwarten, dass sie sich für ein zügiges Verfahren in Brüssel einsetzt. Es geht auch um Deutschlands Glaubwürdigkeit in Europa. Vor allem aber geht es darum, Europas Landwirten weiter den Einsatz dieses wichtigen Herbizid-Wirkstoffs zu ermöglichen.“

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