Brennstoffspiegel: Beim Rohöl sind nur noch Bullen unterwegs

Am Aufwärtstrend der Rohölnotierungen ändert sich nichts - es ist Bullenmarkt und kein ernstzunehmender Bär in Sicht. Heißt: Die gegenläufigen Einflüsse schwinden, oder treten angesichts der angespannten poltischen Lage vollends in den Hintergrund.

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Am Aufwärtstrend der Rohölnotierungen ändert sich nichts – es ist Bullenmarkt und kein ernstzunehmender Bär in Sicht. Heißt: Die gegenläufigen Einflüsse schwinden, oder treten angesichts der angespannten poltischen Lage vollends in den Hintergrund. So zogen auch am gestrigen Abend die Ölpreise weiter an, starteten heute Morgen immerhin etwas weicher in den Freitag. Aktuelle Barrelpreise: Nordseeöl Brent kostet 107,30 Dollar, die amerikanische Referenzsorte WTI um 92 Dollar. Erklärungen für das unaufhörliche Ansteigen gibt es derzeit zuhauf: „Zu der bereits genannten bullischen Faktorenkombination (Iran-Spannungen, Syrien-Krise, höhere Aktienmärkte (gute Unternehmensergebnisse, technische Auftriebskräfte) haben sich die Meldungen des Tanker-Informationsdienstes Oil Movements gesellt, dass die OPEC-Exporte in den 4 Wochen bis zum 4.August um 220.000 Barrel/Tag fallen werden“, schreiben die Analysten des Oil Market Report. Ferner komme die US-Notenbank Fed wohl trotz langem Zögern nicht umhin, bald weitere Instrumente zur Wirtschaftsankurbelung einzusetzen.

Am meisten für Unruhe sorgen dürfte jedoch die Information von Branchendienst Futures Services, wonach US-Geheimdienstinformationen Attacken iranischer Spezialeinheiten auf den globalen Ölhandel bevorstünden. „Dabei werden offenbar Angriffe auf Tanker und Infrastruktur, wie Pipelines, Förderplattformen und Häfen in Erwägung gezogen. Die Ziele würden sich dabei nicht nur auf den Persischen Golf beschränken.“ Das US Verteidigungsministerium stufe den Iran aktuell als „sehr unberechenbar“ ein, entsprechende Einsatzübungen seien im Gange, insbesondere erwarte man Angriffe durch Taucher.

Was das Weltgeschehen angesichts eines seitwärts tendierenden Euros für die bundesdeutschen Heizölpreise bedeutet, ist klar: Sie werden im Sog dieser Ereignisse weiter steigen. (Ceto) 

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