Anforderungen an die Orchideen der Zukunft

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Ende Oktober veranstaltete der Verband Deutscher Orchideen-Betriebe (VDOB) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Dresden seine jährliche Mitgliederversammlung.VDOB-Vorsitzender Matthias Bremkens legte seinen Geschäftsbericht vor und erläuterte die Leistungen des Verbandes im vergangenen Jahr. Dazu gehörten unter anderem die großen Erfolge der Mitgliedsbetriebe bei Messen und Ausstellungen sowie die Beteiligung an der Eröffnungsschau und an Länderschauen während der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg. Die hohen Auszeichnungen, Ehrenpreise und Medaillen auf der BUGA zeugen von der Leistungsfähigkeit der beteiligten Betriebe, so Bremkens.

 

Das Thema der Podiumsdiskussion im Rahmen der Mitgliederversammlung war „Anforderungen an die Orchideen der Zukunft“, moderiert von Christiane James. Diskussionsteilnehmer waren für den Bereich Züchtung Nick van Rosmalen von Anthura Arndt, für den Bereich Produktion Jan Klusmann, für den Bereich Einzelhandel Marei Karge von Orchideen Karge, für den Bereich Vermarktung Jürgen Ahnert von Landgard und für den Bereich Gartencenter Christian Dinger.

 

Für die großen Züchtungsfirmen stehen unter dem Stichwort „Massa ist Kassa“ auffallende Sorten mit gutem Wachstum im Zentrum, während für den Handel Sortenvielfalt und Qualität entscheidend sind. Für die Produktion müssten immer wieder neue Sorten herangezogen werden. Die Einstiegsorchidee für den Verbraucher sei die Phalaenopsis, erst danach kämen alle weiteren Arten, so Karge.

 

Kontinuität der Lieferung und Qualität der Pflanzen innerhalb der jeweiligen Sortierung seien die wichtigsten Kriterien, der Preis sei zweitrangig, führte Dinger aus. Für die Zukunft wünschte er sich mehr Duft bei weißen Orchideen und die Ausrichtung mehr auf Lifestyle. Nach der ersten Kultur Phalaenopsis sei Cambria die zweitgrößte Produktionssparte, allerdings mit großem Abstand, erläuterte Klusmann. Es folgten Miltonien, Dendrobien und andere.

 

In der Diskussion wurde vom Fachhandel gefordert, mehr die deutsche Produktion wahrzunehmen. Außerdem stellten die Einzelhandelsgärtner die Wünsche der Verbraucher nach längerer Haltbarkeit und Wiederblühern sowie mehr Informationen zu den Pflanzen heraus. Die Pflegebroschüre des VDOB mit einer Auflage von ca. 100.000 Exemplaren wird von Verbraucher hoch geschätzt.

 

Auf besonderes Interesse stießen die Ergebnisse der Mitgliederbefragung zur Orchideen-Produktion in Deutschland. Phalaenopsis steht mit rund 10 Mio. Pflanzen an der Spitze, gefolgt von Cambria mit 700.000 Pflanzen. Die Mitgliedsbetriebe produzieren zurzeit auf 363 ha, davon sind ca. 12 ha Phalaenopsis. Es werden 1.300 Arbeitskräfte beschäftigt, davon 900 Voll-AK. Von den 51 Beitragszahlern des VDOB sind 33 Produzenten, davon 19 Jungpflanzenproduzenten. In 29 Betrieben wird Einzelhandel getätigt. Außerdem sind 6 Labore Mitglied im VDOB.

 

Ein weiterer Programmpunkt waren Wahlen. Jens Röhl, zweiter Vorsitzender, schied nach 31 Jahren ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit aus. Ehrenvorsitzender Karl-Heinz Valerius dankte Röhl für seine langjährige engagierte Arbeit. Als Nachfolger wurde Michael Kuhlmann, Grefrath, in den Vorstand gewählt. Marko Holm, Bedburg-Haus, wurde zum zweiten Vorsitzenden bestimmt.

 

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde der Betrieb von Thomas Lehnhardt aus Dresden besichtigt. (ZVG/VDOB)

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