EDEKA Minden-Hannover: Plant Umstrukturierung

Langfristige Sicherung des Vermögens durch Stiftungsgründung. EDEKA Minden-Hannover plant Umstrukturierung.

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EDEKA Minden-Hannover beabsichtigt den Geschäftsbetrieb der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH auf eine neu zu gründende EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG zu übertragen. Kommanditistin der Stiftung ist die EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH, die weiterhin Trägergesellschaft für das operative Geschäft bleibt. Die Umsetzung der Umstrukturierung erfolgt nach Zustimmung der Generalversammlung der EDEKA Minden eG.

Hauptgrund für die Umstrukturierung ist die langfristige Sicherung des genossenschaftlichen Vermögens und damit des genossenschaftlichen Auftrages - die Förderung der Mitglieder. Mit der handelsrechtlichen Ausgliederung des Geschäftsbetriebes werden zudem vorhandene stille Reserven in den Beteiligungsgesellschaften aufgedeckt. Dadurch erhöht sich das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital. In den Geschäftsbeziehungen mit Banken, Investoren und Mietpartnern führt dies zu guten Rahmenbedingungen.

Das Vermögen der Genossenschaft ist das Ergebnis jahrzehntelanger erfolgreicher Arbeit. Gemäß dem genossenschaftlichen Auftrag und im Sinne eines Generationenvertrages ist es auch künftig für die Förderung der Folgegenerationen selbstständiger Einzelhändler bestimmt. Aufgabe der Genossenschaft ist es, das von den vorherigen Generationen geschaffene Kapital zu nutzen, es zu erhalten, zu vermehren und zur Zukunftssicherung im Sinne künftiger Generationen von Einzelhändlern einzusetzen. Dieses Ziel verfolgt die Einrichtung der Stiftung.

Die Konstruktion der Stiftung & Co. KG sichert das genossenschaftliche Vermögen vor dem Zugriff Außenstehender und erschwert eine Liquidation des Geschäftsbetriebes, der Beteiligungen und der darin enthaltenen Werte. Frühere Beispiele aus der Branche zeigen, dass es bereits Übernahmeinteressen von Finanzinvestoren bei Wettbewerbern gegeben hat. Bei Familienunternehmen ist die Sicherung der generationenübergreifenden Kontinuität durch die Gründung einer Stiftung weit verbreitet.

Die Einbringung des Vermögens in die Stiftung & Co. KG ermöglicht es, den tatsächlichen Wert des Geschäftsbetriebes angemessen darzustellen. Mit der Aufdeckung der stillen Reserven kommt ein deutlich höheres Eigenkapital zum Ausweis, ein in den Zeiten der Finanzkrise wichtiges Element zur Beurteilung von Bonität und Leistungsfähigkeit. Da dies bei der Ausgliederung ausschließlich handelsrechtlich erfolgt, fallen keine Steuern an. Die Erhöhung des ausgewiesenen Eigenkapitals stärkt die Position der EDEKA Minden-Hannover in der Zusammenarbeit mit Banken, Investoren und Mietpartnern, bei Kreditaufnahmen führt dies zu besseren Konditionen.

Mit der Ausgliederung des Geschäftsbetriebes wird die Zahl der Aufsichtsräte in der EDEKA Minden-Hannover Holding GmbH von 12 auf 15 Mitglieder erhöht. In diesem durch Satzung freiwillig gebildeten Aufsichtsrat werden künftig 10 Einzelhändler und fünf Betriebsräte vertreten sein – bisher sind es acht Einzelhändler und vier Arbeitnehmervertreter. Die Rechte des Aufsichtsrates bleiben unverändert.

Mindestens zwei der insgesamt fünf Betriebsräte in dem neu konstituierten Aufsichtsrat werden aus dem Einzelhandel entsendet; damit wird der gestiegenen Bedeutung der Sparte Einzelhandel Rechnung getragen. Des Weiteren sind die Sparten Großhandel und Produktion mit je einem Betriebsrat vertreten. Der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates ist ständiges Mitglied im Aufsichtsrat.

Damit gibt sich die EDEKA Minden-Hannover eine zukunftsweisende Struktur und sichert das in Generationen erarbeitete Vermögen. Sie schafft die Basis für langfristig ausgerichtetes Wachstum, noch stärkere Leistungen für den Einzelhandel und damit die Sicherung der Arbeitsplätze.

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