GrootGroenPlus 2011: Belgische Baumschulen dabei

Auch in diesem Jahr sind wieder viele belgische Baumschulen auf der internationalen Baumschulfachmesse GrootGroenPlus vertreten. Sie betrachten die Messe als Gelegenheit, Kontakte mit Kollegen und Kunden zu pflegen, und als Plattform, um ihre Produkte zu bewerben.

Auch in diesem Jahr sind wieder viele belgische Baumschulen auf der internationalen Baumschulfachmesse GrootGroenPlus vertreten. Sie betrachten die Messe als Gelegenheit, Kontakte mit Kollegen und Kunden zu pflegen, und als Plattform, um ihre Produkte zu bewerben. Einige Aussteller erzählen ihre Geschichte.

Die Baumschule Van der Auwera ist ein 40 Hektar großer Betrieb aus Aartselaar. Das Unternehmen ist ein treuer Aussteller auf der Fachmesse GrootGroenPlus. In den vergangenen zehn Jahren hat es nur zwei Ausgaben ausgelassen. „Ich finde, die Fachmesse ist eine gute Plattform, auf der sich belgische und niederländische Baumschulen treffen können. Man begegnet dort schnell vielen Leuten, die man sonst besuchen müsste. Außerdem pflegen wir so auch unsere Kontakte mit Exporteuren und Kunden aus dem Ausland“, erzählt Dries Van der Auwera. Er stammt aus einer richtigen Baumschuldynastie.

Zur Baumschule Van der Auwera gehört auch ein Pflanzenzentrum. Am Stand sind allerdings nur Baumschulprodukte zu sehen.

Die kleineren Bäume in den Größen 8-10 bis 12-14 sind in erster Linie für den Export und nur ein sehr geringer Teil davon für die nähere Umgebung bestimmt. Von den größeren Größen, 14-16 bis zu Größe 25, bleibt der Großteil in Belgien und den Niederlanden. Das Sortiment ist umfangreich.

Die Baumschule Van der Auwera kommt nicht zur Messe, um Produkte zu verkaufen. „Im Sommer schließen wir schon viele Ein- und Verkäufe auf Papier ab. Wir empfangen jedoch Kunden, beantworten Fragen von Kunden und Kollegen, nennen Preise und sehen uns an, ob wir Kunden einen Besuch in der Baumschule anbieten können.“

Gemeinsame Werbung
Philippe Bogaerts von der Baumschule Oprins Plant hat zum ersten Mal mit vier anderen Züchtern einen Stand auf der Fachmesse, um Werbung für ihr gemeinsames neues Produkt Ilex Select zu machen. Die Präsentation eines neuen Konzepts passt Bogaerts zufolge gut zum innovativen Charakter der Messe. „Der Stand hätte auch sehr gut auf die Plantarium gepasst, aber da war das Produkt noch nicht bereit für die Präsentation“, erzählt Bogaerts.

„Man muss unseren Stand als Marketingstand betrachten. Ilex Select ist ein Konzept rund um Ilex crenata-Produkte, die wir erst seit diesem Jahr in ausreichenden Mengen ziehen können. Unter diesem Sammelnamen sind drei Selektionen von Ilex crenata vereint: 'Dark Green', 'Blondie' und 'Dark Star'. Oprins Plant ist der Lizenzgeber. Partner sind G. C. Stolwijk aus Boskoop (NL), Herplant aus Beerse (B), Thomas Koster Gartenbau Baumschule aus Kleve (D) und Van Oploo Tuinplanten aus Bavel (NL). Sie machen jede andere Form der Produkte wie Kugeln, Kübelpflanzen, größere Topfpflanzen oder Pflanzen in P9-Töpfen. So wie der Anbau ist auch der Absatz über verschiedene Länder verteilt.“

Bogaerts meint, dass es schwierig ist, einzuschätzen, was die Messe bringen wird. Aus Erfahrung weiß er, dass die Anwesenheit auf einer Fachmesse nicht immer sofort ein Ergebnis bringt, sondern erst nach einem oder zwei Jahren. „Wir haben uns nun bewusst für die GrootGroenPlus entschieden, weil wir etwas Neues zu berichten haben. Es gibt Probleme mit einem Pilz bei Buchsbäumen. Ilex Select kann eine Alternative zum Buchsbaum in den Größen 50/60 und 60/70 sein. Es ist allerdings ein anderes Produkt mit einem anderen Rodungszeitpunkt und einem feineren Wurzelsystem, das man anders behandeln muss. Man muss sich an andere ‚Spielregeln‘ halten, um Enttäuschungen zu vermeiden. Mit unserem Stand auf der Messe wollen wird diese Informationen bekannt machen.“

Ungezwungener Treffpunkt
Didier Hermans von der Baumschule Herplant aus Beerse steht inzwischen zum siebenten oder achten Mal mit einem Stand auf der Fachmesse. Zundert ist für ihn DAS Baumschulzentrum, das auch für seinen Betrieb Chancen bietet. Die Baumschule befindet sich drei Gemeinden weiter.

„Für uns ist es eine Messe, auf der man ungezwungen plaudern kann und neue Kunden und andere Menschen kennenlernt. Sie ist ein Treffpunkt für Kollegen. Diese Bedeutung einer Messe wird oft unterschätzt.“

Als Vorsitzender des belgischen Baumschulverbandes Boomtelersfederatie Noord-België legt er großen Wert auf die Pflege guter Kontakte zwischen den belgischen und niederländischen Kollegen. Die Regionen grenzen aneinander. Die Messe in Zundert mit der ungezwungenen, gemütlichen Atmosphäre ist dafür seiner Meinung nach eine ausgezeichnete Gelegenheit. In diesem Zusammenhang nennt er auch die Bedeutung des grenzüberschreitenden Baumschulenclusters Treeport Zundert.

Die Baumschule Herplant ist auf im Topf gezüchtete Buchsbäume und Taxus spezialisiert und hat vor allem von Buchsbäumen ein besonders umfangreiches Sortiment mit 200 verschiedenen Sorten und Varietäten. Mit dieser Kollektion werden jede Menge wissenschaftliche Untersuchungen vor allem über Krankheitsresistenzen und Nutzwert durchgeführt. Neuere Kultivare können eine schöne Ergänzung zum aktuellen Sortiment im Handel sein, das derzeit zu 99% aus Buxus sempervirens besteht. Im Buchsbaumbuch von Herplant werden fünfzig Kultivare beschrieben. Die Kommunikation rund um aktuelle Themen wie Krankheiten erfolgt über die Websites www.herplant.be und www.buxuscare.com.

Pflege lokaler Netzwerke
Bis 2005 war Bert De Martelaer von der Baumschule De Martelaer aus Zelzate jährlich auf der Fachmesse anwesend. Danach gab es einige Veränderungen in der Messeorganisation und man wartete ab, wie der Hase läuft.

„Voriges Jahr haben wir beschlossen, noch einmal teilzunehmen, und es hat uns sehr gut gefallen. Der Grund dafür war aber nicht, dass wir für unseren Beitrag zum Neuheitenwettbewerb (eigene Selektion Sorbus aucuparia ‘Fingerprint’) die Goldmedaille bekamen.“

Der Baumschulenbesitzer sieht die Messe als einzigartige Gelegenheit, das lokale Netzwerk zu pflegen. „Wir sind ein gemischtes Unternehmen. Die Hälfte unseres Umsatzes machen wir mit eigener Produktion, die andere Hälfte durch Handel. Wir treffen auf der Messe sowohl gute Kunden als auch treue Lieferanten. Direkte Bestellungen auf der Messe sind meiner Meinung nach etwas aus vergangenen Zeiten.“

Am Stand von De Martelaer ist das einzige Produkt zu sehen: junge, zweimal umgepflanzte Alleebäume in den Größen 8/10 bis 12/14.

Kontakte festigen
Die Baumschule Van Poecke ist ein Familienbetrieb aus Wetteren. Seit die drei Brüder Bart, Koen und Stijn 1998 in den elterlichen Betrieb eingestiegen sind, hat sich der Betrieb von einer kleinen Baumschule zu einem großen, modernen Containerzuchtbetrieb verändert.

Die Brüder stehen dieses Jahr zum vierten oder fünften Mal auf der GrootGroenPlus. „Wir verkaufen unsere Produkte sowohl direkt als auch über Exporteure und die Versteigerung. Viele unserer Kunden kommen auf die GrootGroenPlus. Wir haben auch Kunden in Frankreich, Deutschland und Skandinavien. Die Festigung unserer bestehenden Kontakte und das Knüpfen neuer Kontakte gehört zu dieser Messe. Wir haben durchschnittlich einen Neukunde pro Jahr dazubekommen“, erzählt Koen Van Poecke.

Der Betrieb ist auf im Topf gezüchtete Koniferen, Stauden in größeren Größen, Taxus baccata in Freilandzucht und wurzelnackte Rosen (800.000 Rosen) spezialisiert. „Der Betrieb ist eigentlich zweigeteilt: ein Teil für die Rosen im Freiland und ein Teil für die Hecken- und Felskoniferen und Prunus laurocerasus 'Rotundifolia'.“ (ggp)

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