Spot auf Ornithogalum und Lilie

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Inspiriert vom Fantasy-Trend sind auch die Blumenarrangements im Wintertrend "magic drama". Gut und Böse, Licht und Schatten, Magie und Gruseleffekte sind die Begriffe, die ein weites Assoziationsfeld bieten, auf dem Floristen und Blumen-Fans ihrer blühenden Fantasie freien Lauf lassen können. Im Winter stehen dramatische Farbzusammenstellungen im Mittelpunkt: Dunkle, schwere Farbtöne wie Tiefviolett, Bordeauxrot, Schwarz oder Grau werden mit verschiedenen Schattierungen von Weiß kombiniert. Während Spinnennetzstrukturen, Federn oder Pferdehaar als Accessoires den Gruselfaktor erhöhen, künden Spitze, Samt, Perlen oder edle Vasen von einem Reich irrealer Schönheit.

 

Spot auf Ornithogalum

 

Zu den Lichtern, die in den magischen Arrangements des Winters verarbeitet werden, gehört Ornithogalum, auch Milchstern genannt. Die zart duftenden Dolden von Ornithogalum saundersiae, die aus zahlreichen Einzelblüten bestehen, öffnen ihre strahlend weißen Mini-Blüten nacheinander. Der auffallend schwarze Fruchtknoten inmitten der sternförmigen Blüte zieht wie ein magisches Auge die Aufmerksamkeit auf sich. Diese zarte Zwiebelblume aus der Familie der Liliengewächse ist nicht nur ihrer Schönheit wegen interessant, sondern überrascht auch durch ein besonders langes Vasenleben von drei bis vier Wochen.

 

Spot auf die Lilie

 

Weitere „Highlighter“ für zauberhafte Wintersträuße sind weiße Lilien. Sie gehören zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Gerade die weiße Lilie ist seit alters her eine Blume der Mythologie und Symbolik. In der griechischen Mythologie spielt sich ihre Entstehungsgeschichte, wie sollte es anders sein, im Götterhimmel ab: Als die Göttin Hera ihren kleinen Sohn Herakles stillte, floss ein wenig Muttermilch über das Himmelsgewölbe und es entstand die Milchstraße. Ein paar Tropfen fielen auch zur Erde und aus ihnen wuchsen die ersten Lilien. Da aber Neid und Missgunst zu den Göttern gehören wie der Koloss zu Rhodos, waren der Liebesgöttin Aphrodite die marmorgleichen Blüten der Lilien wegen ihrer Reinheit so verhasst, dass sie ihnen aus lauter Boshaftigkeit das männliche Glied des Esels als gelben Stempel einsetzte.

 

Im Christentum gilt die Lilie als Symbol für Reinheit und Unschuld, für Heiligkeit und Auferstehung. Nicht um Aphrodite eins auszuwischen, sondern aus Gründen der Schamhaftigkeit und Prüderie wurden die Lilienblüten auf unzähligen Mariendarstellungen des Mittelalters ohne Fruchtstempel und Staubgefäße, also bar jeder Geschlechtlichkeit, gemalt.

 

Im Wintertrend "magic drama" darf die Lilie durchaus wieder mit ihrer Erotik spielen und ihre Schönheit vor einem mystisch roten Hintergrund zur Schau stellen. (Quelle: BBH)

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