„Schon mit fünf Euro sind Sie dabei“

Start des studentischen Umweltschutzinitiative „600 Bäume zum 600. Jubiläum der Universität Leipzig“.

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Das zweite studentische Projekt des Vereins „Studierende 2009 e.V.“ ist jetzt gestartet. Trotz schlechten Wetters versammelten sich über 50 Partner und Förderer sowie Interessierte und Neugierige, um dem Auftakt des Baumpatenschaftsprojektes beizuwohnen. Rektor Prof. Dr. iur. Franz Häuser legte selbst Hand an und pflanzte zum Auftakt dieser wohl einmaligen studentischen Umweltschutzinitiative eine Robinie (robinia pseudoacacia) am Schwanenteich, direkt gegenüber des Rektoratsgebäudes. Nach dem Startschuss hat nun jeder Bürger und jede Bürgerin ebenso wie alle anderen Interessierten die Möglichkeit, Baumpatenschaften für Setzlinge oder Starkbäume zu übernehmen.

In ihrer gemeinsamen Begrüßung sprachen Thomas Seifert, Leiter des Projekts, und Georg Teichert, 1. Vorsitzender der Vereins „Studierende 2009 e.V.“, allen Beteiligten an dem Projekt ihren Dank aus.

Thomas Seifert hob besonders die Partner des Projektes, die Stiftung „Wald für Sachsen“, den Staatsbetrieb Sachsenforst und die Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer hervor. Mit Hilfe der drei Institutionen werden bis in das Jahr 2010 hinein die Bäume des Projektes gepflanzt. Seifert wies weiterhin auf die Verantwortung für die Umwelt hin und betonte die niedrige Einstiegsschwelle für die Beteiligung: „Bitte vergessen Sie nicht: Schon mit fünf Euro sind Sie dabei!“

Georg Teichert zeigte sich von Seiten des Vereins hoch erfreut über das Projekt: „Es ist ein Projekt, welches unsere Zielvorstellung sehr handfest verwirklicht und studentisches Engagment mit kompetenten Partnern zum Nutzen der Gesellschaft zusammenbringt.“ Er dankte im Namen des Vereins dem Projektverantwortlichen Seifert für seinen unermüdlichen Einsatz, hob aber auch das Engagment des Rektors hervor: „Wir möchten Ihnen danken für Ihren Mut, sich auf das Wagnis studentischer Aktivitäten einzulassen.“

Schirmherr Johannes Lichdi, Mitglied des sächsischen Landtages für Bündnis 90/Die Grünen, lobte das Projekt als wegweisend, weil es in der Lage sei, die Botschaft, dass Bäume wichtig sind, in die Stadt zu tragen. 1409 habe man sich wahrscheinlich keine Sorgen um Baumbestand machen müssen, heute sei das aber anders: „Wir werden bis zum Jahr 2100 nicht unter 2 Grad und bis zu 6 Grad Klimaerwärmung haben. Dann wird hier vielleicht kein Baum mehr stehen!“ Bäume seien aber wichtig für das Klima in der Stadt. Dafür müsse sich der Umgang mit Wasser grundsätzlich ändern und nachhaltiger gestalten.

Bürgermeister Heiko Rosenthal freute sich über die Prominenz, die die Lebensform „Baum“ auf dieser Veranstaltung würdige. Zudem betonte er die Verbindung von Stadt und Universität: „600 Jahre Universität sind auch 600 Jahre Stadtgeschichte.“ Ein solches Denkmal sei dem 600. Geburtstag durchaus angemessen. Er hoffe darauf, dass sich aus diesem Projekt eine Tradition entwickle und wünschte für die Pflanzungen viel Erfolg.

Prof. Dr. iur. Franz Häuser, Rektor der Universität und Baumpate, betonte erneut, dass er die verschiedenen Initiativen von Studierenden zum Universitätsjubiläum begrüße. Das Projekt „600 Bäume“ zeige symbolträchtig, wie Umweltschutz praktisch umsetztbar sei und dass sich die Universität im Sinne der Nachhaltigkeit für künftige Generationen engagiere. „Ich freue mich sehr auf das Ergebnis, wenn am Ende des Jahres 600 Bäume gepflanzt sind.“ Die Anwesenden forderte er auf, für das Projekt zu werben.

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