Radieschen: Bei älteren Menschen beliebt

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Trotz ihrer geringen Größe haben Radieschen unter den verschiedenen Wurzelgemüsearten in Deutschland eine beachtliche Bedeutung.Bezogen auf die Einkaufsmengen der privaten Haushalte an Wurzelgemüse rangieren sie mit einem Anteil von 12% auf Platz zwei hinter den Möhren, die im Wurzelgemüsesortiment einen Anteil von 74% innehaben. Rettiche erreichen einen Anteil von 6%, Sellerieknollen kommen auf 4%, Kohlrüben auf 2% und Rote Bete auf 1%, so die Daten der ZMP/CMA-Marktforschung auf Basis des Haushaltspanels der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), Nürnberg. An der gesamten Frischgemüsenachfrage haben Radieschen einen Anteil von knapp 2%.

 

Die Käuferreichweite ist beachtlich: Immerhin 62% der privaten Haushalte kaufen mindestens einmal im Jahr Radieschen. Zum Vergleich: Die Käuferreichweite bei Möhren erreicht 80%. Rettich und Sellerieknollen bringen es nur auf gute 20% Käuferreichweite, Rote Bete auf knapp 6%. Die Haushalte, die Radieschen kaufen, nehmen diese im Schnitt fünfmal im Jahr mit und decken damit mengenmäßig 2% ihres gesamten Frischgemüsebedarfes ab. Langfristig gesehen sind die Einkaufsmengen an Radieschen in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Verantwortlich hierfür ist eine Ausweitung der Vermarktungssaison bis weit in die Sommermonate hinein. Der größte Teil wird aber nach wie vor in den Frühjahrsmonaten gekauft: 2004 fiel die Hälfte der nachgefragten Menge auf die Monate April bis Juni, auf die Monate Juli bis September ein Viertel der Jahresmenge.

 

Auch Radieschen haben sich inzwischen zum Discountprodukt entwickelt. Von Januar bis August 2004 wurden 46% der Menge in Discountern gekauft, von Januar bis August 2005 sogar 52%. Gut ein Viertel ihrer Nachfrage decken die Verbraucher über Verbrauchermärkte, 11% über den traditionellen Lebensmitteleinzelhandel und 5% über Wochenmärkte. Direktvermarktung ab Hof spielt nur eine sehr kleine Rolle.

 

Im Schnitt entfallen auf einen Käuferhaushalt pro Jahr durchschnittlich 1,1 kg Radieschen, je nach Region ist das Verbraucherinteresse jedoch unterschiedlich: So sind die größten Radieschenfans in den südlichen und östlichen Bundesländern zu finden. In Baden-Württemberg wurden 2004 je Haushalt 1,8 kg eingekauft, Sachsen und Sachsen-Anhalt folgen mit 1,5 kg. In Nordrhein-Westfalen wurden nur 800 Gramm je Haushalt nachgefragt.

 

Besonders in älteren Haushalten sind Radieschen beliebt. Zwei-Personen-Haushalte mit Haushaltsführenden über 50 Jahren kauften 2004 im Schnitt 1,7 kg. Jüngere Paare bis 34 Jahre dagegen kauften mit 800 Gramm je Haushalt nicht einmal die Hälfte dieser Menge. Auch im Vergleich zu anderen Gemüsearten sind die Käufer von Radieschen vergleichsweise alt. (ZMP)

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