Thüringen: Erdbeerernte hat begonnen

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In diesem Jahr beginnt die Erdbeerernte später als im vorigen Jahr. So hat erst in der letzten Maiwoche die Ernte der unter Vlies verfrühten Erdbeeren begonnen. Mit der Haupternte ist ab Mitte Juni zu rechnen.

 

Auf ca. 130 ha Fläche gedeihen die hierzulande sehr begehrten Früchte. Anbauzentren sind die Regionen Kindelbrück, Mühlhausen, Erfurt und das Altenburger Land.

 

Das Selbstpflücken von Erdbeeren erfreut sich zunehmender Beliebtheit. So gibt es in Thüringen neben den oben genannten Anbauzentren noch zahlreiche Erdbeerplantagen zum Selbstpflücken, wie z.B. an den Standorten Kromsdorf, Apolda Mönchenholzhausen, Gera, Saalfeld, Jena-Rutha, Ilmenau, Emleben, Pößneck, Nordhausen und weitere. Hier können sich alle Interessenten nach Lust und Laune selbst die voll ausgereiften, aromatischen Früchte pflücken. Je nach Anbauverfahren hat die Ernte auf zahlreichen Erdbeerplantagen auch hier Anfang Juni begonnen. Zu empfehlen ist deshalb, sich zeitig genug über Standort und Erntebeginn zu informieren.

 

Häufig werden Thüringer Erdbeeren auch gemeinsam mit frischem Spargel über die Direktvermarktung der Betriebe etwa an Straßenrändern oder Wochenmärkten angeboten.

 

Die Erdbeere wird nicht zu unrecht als „Königin“ des Beerenobstes bezeichnet. So ist sie bei uns das beliebteste heimische Obst, abgesehen vom Apfel. Der Verzehr pro Kopf und Jahr beträgt ca. 2,6 kg. Im Handel gehört die Erdbeere zu den Rennern im Sortiment, allerdings nur in der Saison.

 

Die Verbraucher schätzen die heimischen Früchte vor allem wegen der Frische und ihres ausgeprägten Aromas. Entscheidend hierfür sind die marktnahe Erzeugung, die kurzen Transportwege und die geringen Umschlagszeiten. Thüringer Erdbeeren aus marktnaher Erzeugung können reifer geerntet werden und sind daher vollmundiger im Geschmack.

 

Als Hauptsorte im Erwerbsanbau gilt „Elsanta“. Zur Verlängerung der Erntezeit und der Sortimentserweiterung wird sie durch die Frühsorte „Honeoye“ und weitere Sorten wie z. B. „Symphonie“ oder „Darselekt“ ergänzt. Die heute angebauten großfrüchtigen Kultursorten haben ihren Ursprung nicht bei der heimischen Walderdbeere, sondern entstanden vor etwa 250 Jahren aus zufälligen Kreuzungen der Chileerdbeere und der amerikanischen Scharlacherdbeere. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 1.000 Sorten, die in Größe, Form und Farbe völlig unterschiedlich sind.

 

Mit einem Kaloriengehalt von 33 Kalorien pro 100 Gramm ist die Erdbeere eine besonders leichte Köstlichkeit. Als Gratiszugabe bekommt der Genießer der saftigen „Naturpraline“ beachtliche gesundheitliche Vorzüge gleich mitgeliefert. Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Nennenswert ist vor allem der Vitamin- C- Gehalt, der doppelt so hoch liegt wie bei Zitronen. Aber auch Provitamin A, B-Vitamin, Folsäure sowie Kalium, Calcium und Eisen sind reichlich vorhanden. Die zahlreichen Wirkstoffe regen den Stoffwechsel an und sollen als natürliches Schönheitsmittel zur Verjüngung der Haut beitragen. Nicht bloß zufällig gelten Erdbeeren in der Volksmedizin als wirksames Mittel gegen Blutarmut. Wegen ihres hohen Gehaltes an Salizylsäure werden sie zur Linderung von Gicht und Rheuma empfohlen. (thü)

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