Deutscher Innovationspreis Gartenbau 2007 verliehen

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Am 7. September zeichnete Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer im Rahmen des Deutschen Gartenbautages auf der Bundesgartenschau Gera vier Preisträger mit dem diesjährigen Deutschen Innovationspreis Gartenbau 2007 aus.In seiner Ansprache lobte er die deutschen Gärtner für deren Innovationskraft: „Das Motto der Veranstaltung: ’Wir Gärtner – mit uns wächst die Zukunft’, zeigt Ihren großen Elan, die Zukunft mitzugestalten. Die mittelständischen Gartenbaubetriebe können Enormes leisten – das haben Sie alle hier eindrucksvoll auf der BUGA bewiesen. Gerade im Bereich Innovationen ist der Gartenbau, wie die gesamte Landwirtschaft, besonders findig. Gärtner neigen nicht dazu, sich mit dem Erreichten zufrieden zu geben. Sie sind ständig um Weiterentwicklung und Neuerung bemüht. Das zeichnet sie aus!“

 

In der Kategorie „Pflanze“ erhielt den Preis, der mit einem Preisgeld von 3.750 Euro dotiert ist, die Firma Rijk Zwaan Welver GmbH, für die Entwicklung eines Sortiments neuer Salattypen unter der Bezeichnung „Multiblattsalat Salanova“.

 

Rijk Zwaan stellt die ersten Typen einer geplanten Serie von Blatt- und Kopfsalaten vor, die sich durch sehr viele, kleine Einzelblätter von den bisher üblichen Sorten unterscheiden. Die Innovation heißt Salanova und trägt den Anforderungen kleiner Familien und von Singlehaushalten, den Herstellern von Convenience-Produkten, der verarbeitenden Industrie und der Gastronomie in besonderer Weise Rechnung.

 

In der Kategorie „Technik“ wurde mit dem Preis und einem Preisgeld von ebenfalls 3.750 Euro, die Firma Clemens Brokemper Gartenbau aus Schermbeck bedacht.

Die Auszeichnung erfolgte für die Entwicklung eines Automatisierungssystems namens „Speed-Flower“ für das Topfen und Ernten unmittelbar auf der Freilandfläche. Der „Speed Flower“, ein Transportfahrzeug mit Regalsystem, automatisiert die Beschickung der Beete und das Aufnehmen der Pflanzen zum Verkauf. Es ist ein neuartiges System von hoher innovativer Qualität, was die schwere und zeitintensive Arbeit des Absetzens und Aufnehmens von Töpfen erleichtert und beschleunigt. Der „Speed Flower“ schließt eine große Automatisierungslücke im gärtnerischen Produktionsverfahren. Das System hat Modellcharakter, da es sich auf andere Containerkulturen übertragen lässt.

 

Ebenfalls in der Kategorie „Technik“ und mit einem Preisgeld von 3.750 Euro wurde die Firma Gartenbau Koster aus Grefrath ausgezeichnet für die Entwicklung eines Schneide- und Steck-Roboters unter der Bezeichnung „Rombomatic“.

 

Der mit Hilfe der Firma Gartenbau Koster in den Niederlanden entwickelte Schneide- und Steck-Roboter namens „Rombomatic“ ist in der Lage, vollautomatisch aus ca. 15 cm langen Rosen-Triebstücken fertige Stecklinge zu schneiden und direkt in den Endtopf zu stecken. Dabei werden die Triebstücke durch eine Kamera und eine entsprechende Software vermessen und die besten Schnittstellen erkannt. Hiermit werden optimale Bedingungen hinsichtlich Automatisierung und Pflanzenqualität geschaffen. Der Roboter ist mit Hilfe von Softwareanpassungen auch für andere Kulturen einsetzbar.

 

Als dritten Preisträger in der Kategorie „Technik“ erhielt ein Preisgeld von 3.750 Euro die Firma Gartenbaubetrieb Reischl aus Duderstadt für die Entwicklung eines Pflanzroboters unter der Bezeichnung „Plantingjet“.

Der „Plantingjet“ ist ein vollautomatischer Pflanzroboter für das Gewächshaus und stellt die konsequente Weiterentwicklung des 2005 mit dem BMELV–Innovationspreis Gartenbau ausgezeichneten „Flowerjet“ dar. Das Baukastenprinzip und die Verwendung von Standard-Industriebauteilen sorgen für Flexibilität und Kosteneinsparung, so dass die Technik auch für kleinere Betriebe in Frage kommt. Das System ist nicht auf bestimmte Anbausysteme, Kulturen oder Betriebsstrukturen beschränkt, so dass gute Absatzchancen bestehen.

 

In der Kategorie „Kooperation/Betriebsorganisation“ wurde 2007 kein Preis vergeben. (ZVG)

 

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