Schweiz: Bio-Gemüse und Tourismus im Einklang

Unter der Marke "Passion Seeland bio:logique" vereint das PRE BioGemüse Seeland Gemüseproduktion und Tourismus. Damit will das Projekt nicht nur attraktive Bedingungen für die Produzentinnen und Produzenten schaffen, sondern auch das Bewusstsein der Konsumentinnen und Konsumenten für regionale Bio-Produkte fördern.

Stephane Moret (Geschäftsführer Murten Tourismus), Katja Stauffer (Projektleiterin Biogemüse und Tourismus, Murten Tourismus), Fritz Burkhalter (Präsident PRE), Bruno Christen (Inhaber Seeland BIO) und Rolf Etter (Inhaber Bioleguma). Bild: Lid.ch / jin.

Anzeige

Bio-Gemüse aus dem Seeland zu fördern, die Produktion zu stärken und den Tourismus anzukurbeln, sind zentrale Ziele des PRE BioGemüse Seeland. Unter der Dachmarke "Passion Seeland biologique" präsentiert sich das PRE gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten.

Ein Generationenprojekt

Präsident Fritz Burkhalter sprach im Gewächshaus von Bioleguma im freiburgischen Fräschels von einem Generationenprojekt. Ein Ziel sei es auch, junge Produzentinnen und Produzenten für den Gemüsebau zu begeistern und die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie ihren Beruf unter guten Bedingungen ausüben können.

Neue Standorte für moderne Produktion

Zwei der großen Projekte sind abgeschlossen beziehungsweise befinden sich auf der Zielgeraden. Die Produzentenorganisation Terraviva sowie die Betriebsgemeinschaft Seeland BIO haben neue Standorte gebaut, um das Gemüse nach modernen Standards lagern, aufbereiten und verpacken zu können. Seeland BIO ist bereits an den neuen Standort in Ried bei Kerzers umgezogen. Terraviva wird gegen Ende des Jahres das neue Betriebsgebäude in Kerzers beziehen. "Wir sind froh, dass wir bald umziehen und im neuen Gebäude arbeiten können", sagt Rolf Etter, Vizepräsident von Terraviva und Mitinhaber der Betriebsgemeinschaft Bioleguma. Im alten Betriebsgebäude hätten sich die Anlagen teils dem Ende ihrer Lebensdauer genähert. Fritz Burkhalter betont, dass diese Neubauten große Investitionen seien, das Projekt sich aber im Budget befinde.

Verbindung von Bio-Gemüse und Tourismus

Ein wichtiger Pfeiler für das PRE ist die Verbindung zum Tourismus. Den Konsumentinnen und Konsumenten soll transparent die Produktion des Bio-Gemüses gezeigt werden. Dazu gehören unter anderem Aktionen in der Gastronomie, ein Gemüse-Trail sowie der Biogmüestag. Stephane Moret, Geschäftsführer von Murten Tourismus, spricht von einem Leuchtturmprojekt. Letztes Jahr wurde der Biogmüestag erstmals durchgeführt, dieses Jahr folgt die zweite Ausgabe in deutlich ausgebauter Form. Auf einer 19 Kilometer langen Radtour können Besucherinnen und Besucher fünf Produktionsstandorte besichtigen und an verschiedenen Aktivitäten wie Spargelstechen teilnehmen.

Er sei begeistert, mit wie viel Freude die Produzentinnen und Produzenten beim Tourismus mitmachten, sagt Moret und ergänzt: "Wir sind die einzige Tourismusorganisation mit einer Gemüseabteilung."

Aufmerksamkeit durch Marketingaktionen

Um Konsumentinnen und Konsumenten auf Passion Seeland bio:logique und den Gemüsetag aufmerksam zu machen, hat die Marke am letzten Mai-Wochenende einen Auftritt in 15 Filialen der Migros Aare sowie von Coop Bern. "Mit diesem Schritt wollen wir das Erlebnis Seeland und die Herkunft unserer Produkte direkt zum Verkaufspunkt bringen und den Tourismus damit verbinden", sagt Fritz Burkhalter. Durch diese Einblicke in die Produktion werde das Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten geschaffen, welches die junge Generation der Produzenten benötige. Solche Kooperationen und der gemeinsame Einsatz seien entscheidend für den Erfolg und die Zukunft der Bio-Landwirtschaft, sagt Rolf Etter. (Quelle: lid.ch)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.