ZVG/BHGL: Gartenbauwissenschaften bieten Lösungsansätze

Parlamentarischer Abend des BHGL und des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. am 14. Oktober 2019 in Berlin.

VDL-Präsident Markus W. Ebel-Waldmann (links) und BHGL-Präsident Marc-Guido Megies (rechts) begrüßten den Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin, Dr. Dirk Behrendt sowie den Ministerialrat im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Walter Dübner (Bildmitte v.l.) beim gemeinsamen Parlamentarischen Abend der beiden Berufsverbände. Bild: Julia Reinhardt.

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Auf die Bedeutung der Gartenbauwissenschaften, um wichtige Lösungsansätze im Kampf gegen den Klimawandel zu erarbeiten, wies der Präsident des Bundesverbands der Hochschulabsolventen/Ingenieure Gartenbau und Landschaftsarchitektur (BHGL), Marc-Guido Megies, beim gemeinsamen Parlamentarischen Abend des BHGL und des VDL Bundesverbandes, Berufsverband Agrar, Ernährung, Umwelt e. V. am 14. Oktober 2019 in Berlin hin.

Das zeige auch das bundesweit vom BMEL ausgeschriebene erfolgreiche Verbund-Projekt HORTINOVA mit den Zukunftsthemen Gartenbau 4.0, Gartenbau als ressourcenschonende Kreislaufsysteme Schwerpunkt "Torfersatz" 2018, Pesticide Free Horticulture, Gartenbau als Lieferant von Inhalts- und Rohstoffen und Urbaner Gartenbau. Zur Bearbeitung der Lösungsansätze würden jedoch auch zukünftig qualifizierte Professuren benötigt. „Der Fachkräftemangel in den Gartenbauunternehmen ist deutlich spürbar! Deshalb appelliere ich an Politik und Präsidien, Dekaninnen und Dekane sowie Studiendekane der Hochschulen und Universitäten, Gartenbauprofessuren auszuschreiben und wiederzubesetzen!“, so Megies.

Mit großer Besorgnis verfolge der BHGL im Schulterschluss mit dem Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) die bekanntgewordenen Pläne des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat (BMI), das bisherige Programm zum Stadtgrün als eigenen Titel aufzulösen und in andere Förderprogramme zu integrieren. „Insbesondere fürchten wir eine Fremdverwendung der bisherigen Mittel und unterschiedliche Umsetzung in den Bundesländern. Angesichts der jüngsten Hitzeperioden und eines wachsenden Bewusstseins zur Bedeutung des Stadtgrüns für das Stadtklima ist diese Entscheidung absolut unverständlich“, machte der Verbandspräsident deutlich. VDL-Verbandspräsident Markus W. Ebel-Waldmann bezeichnete die Herausforderungen durch Digitalisierung und Klimaschutz als zentrale Zukunftsaufgaben für den Berufsstand. Er verwies auf das VDL-Fachforum zum Thema „Der Klimawandel und seine Folgen – Auswirkungen auf das Agribusiness und den Berufsstand“, das am selben Tag in Berlin stattgefunden hatte. „Der vergangene Sommer geht nicht nur als zweitwärmster, sondern auch als zweittrockenster Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte ein“, erklärte Ebel-Waldmann. Der Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung des Landes Berlin, Dr. Dirk Behrendt, mahnte zum Handeln an. Insbesondere von Seiten der Bürger steige der Handlungsdruck. In breiten Kreisen der Bevölkerung finde mit Blick auf den Klima- und Umweltschutz gerade ein Umdenken statt. „Dieser Bewusstseinswandel wird auf Dauer Folgen haben: für die Energiewirtschaft, die Industrie, den Verkehr, aber auch für die Land- und Ernährungswirtschaft“, so Dr. Behrendt.

„Der VDL hat mit seinem Fachforum zum Thema Klimawandel den Nerv der Zeit getroffen“, hob Walter Dübner, Ministerialrat im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), in seinem Grußwort hervor. Er betonte, dass der Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle beim Stopp des Klimawandels zukomme. (ZVG/BHGL)

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