Video: Mit Netzen gegen die Kirschessigfliege

Die invasive Kirschessigfliege ist bei Obstbauern gefürchtet. Das Demonstrationsvorhaben "Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege" zeigt alternative Bekämpfung auf.

Alternative Bekämpfung der Kirschessigfliege durch Einnetzen der Anlagen. Ergebnis: Gesunde und genußreife Kirschen. Bild: Heidrun Vogt/Julius Kühn-Institut.

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Die Pracht weißblühender Kirschbäume geht zu Ende. Jetzt setzen die befruchteten Blüten ihre begehrten gut schmeckenden Früchte an. In vielen Kirschanbaugebieten Deutschlands werden die Anlagen derzeit mit engmaschigen Netzen versehen. Seit einigen Jahren sorgt die ursprünglich aus Asien stammende Kirschessigfliege, Drosophila suzukii, in Europa für große Probleme. Der winzige Schädling legt seine Eier in viele weichschalige Früchte, vor allem Kirschen, Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren. Die daraus schlüpfenden Larven zerfressen die Früchte. Sie entwickeln sich extrem rasch. Die Folge: bereits nach zwei bis drei Tagen zerfallen die Früchte und sind ungenießbar.

Wissenschaftler/innen des Julius Kühn-Instituts (JKI) haben im Rahmen eines mit zahlreichen Erwerbsobstbauern durchgeführten Demonstrationsvorhabens ein animiertes informatives dreiminütiges YouTube-Video erstellen lassen. Es erläutert, warum das Einnetzen die bisher beste – wenn auch teure - alternative Bekämpfungsmöglichkeit in den betroffenen Obstkulturen ist, um die Ernte von Kirschen und weiteren gefährdeten Früchten sicherzustellen. Spaziergänger werden gebeten, die Netze weder zu beschädigen noch anzuheben, denn die kleinen Fliegen nutzen jede Möglichkeit, zu den Früchten zu gelangen um dort ihre Eier abzulegen. Damit ist die Wirkung des Netzes zunichte und die Ernte in höchster Gefahr.

Das Demonstrationsvorhaben „Einnetzen von Obstkulturen zum Schutz gegen die Kirschessigfliege“ ist ein Projekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Die Förderung erfolgt über die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE).

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