Streuobst: Becht und Griese unterstützen UNESCO-Initiative

Der Verein „Hochstamm Deutschland“ hat sich zum Ziel gesetzt, den Streuobstanbau als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkennen zu lassen.

Baden-Württemberg unterstützt seit Jahren den Streuobstbau durch verschiedene Fördermöglichkeiten. Bild: GABOT.

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Einen entsprechenden Antrag hat der in Rohrdorf (Landkreis Calw) ansässige Verein jetzt in Stuttgart der baden-württembergischen Landesregierung übergeben. Die rheinland-pfälzischen Staatssekretäre Andy Becht (Landwirtschaft) und Thomas Griese (Umwelt) begrüßen diese Initiative ausdrücklich: „Streuobstanlagen bereichern unsere Kulturlandschaften, leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und sind wichtiger Lebensraum für Insekten. Streuobstbestände mit ihrem Sortenreichtum sind auch heute noch als Genreservoir für Neuzüchtungen von wesentlicher Bedeutung. Streuobst ist ein Gewinn für Natur und Umwelt, Landwirtschaft und Tourismus“, sagten die Staatssekretäre.

Zudem verwiesen Becht und Griese auf die Produkte: „Regionale Spezialitäten in Form von frischem oder verarbeitetem Obst, Säfte, Brände oder Liköre erweitern die Speisekarten und schaffen Wertschöpfung bei Erzeugern und Vermarktern in unseren ländlichen Räumen“, so die beiden Staatssekretäre. Sie bedankten sich bei dem Verein für dessen Engagement. „Denn wie bei der Anerkennung des Weinbaus als Welterbe, brauchen wir auch in diesem Prozess die Unterstützung aus der Zivilgesellschaft“, betonte Becht. „Streuobstwiesen zählen mit etwa 5000 nachgewiesenen Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa. Es ist daher wichtig, Streuobstwiesen wieder verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu rücken“, sagte Griese. Es gebe schätzungsweise allein 3.000 Apfelsorten in Deutschland.

Das Land unterstützt seit Jahren den Streuobstbau durch verschiedene Fördermöglichkeiten. Die Pflege und Anlage von Streuobstwiesen wird über das ELER-Entwicklungsprogramm EULLa im Vertragsnaturschutz Streuobst gefördert.

Im Rahmen der Streuobstinitiative des LEADER-Ansatzes werden Maßnahmen zur Stärkung der Wertschöpfungskette aus ELER-Mitteln unterstützt. Außerdem unterstützt das Land den Streuobstanbau durch ein landesweites Angebot an Beratung einschließlich eines interdisziplinären fachlichen Netzwerkes sowie Qualifikation von Baumwarten in Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessensverbänden und Streuobstakteuren.

Rheinland-Pfalz pflegt ebenso einen länderübergreifenden fachlichen Austausch und beteiligt sich an den länderübergreifenden Streuobsttagen gemeinsam mit Baden-Württemberg, Hessen und Bayern. (Hochstamm Deutschland)

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