Schweiz: Standortstrategie Agroscope

In Zukunft soll Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für die landwirtschaftliche Forschung, aus einem zentralen Hauptstandort in Posieux, je einem regionalen Forschungszentrum in Changins und Reckenholz sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen.

Bundesrat Guy Parmelin und Eva Reinhard, Leiterin Agroscope, informierten am 21. August 2019 die Mitarbeitenden Agroscope über den Stand der Arbeiten und das weitere Vorgehen.

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Seit Anfang Jahr sind die Arbeiten zu Detailkonzept und Umsetzungsplan der Standortstrategie Agroscope im Gang: Bundesrat Guy Parmelin erläuterte am 21. August 2019 den Agroscope-Mitarbeitenden den Stand der Arbeiten. Zudem informierte er gleichentags den Bundesrat. Die internen Abklärungen sind auf Kurs, die Gespräche und Verhandlungen mit den Kantonen zu den Versuchsstationen brauchen etwas mehr Zeit als ursprünglich geplant. Entsprechend wird der Bundesrat spätestens im 2. Quartal 2020 zu Detailkonzept und Umsetzungsplan einen Entscheid fällen.

In Zukunft soll Agroscope, das Kompetenzzentrum des Bundes für die landwirtschaftliche Forschung, aus einem zentralen Hauptstandort in Posieux, je einem regionalen Forschungszentrum in Changins und Reckenholz sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen. Den Grundsatzentscheid, nur noch diese Variante zur zukünftigen Standortstrategie von Agroscope weiterzuverfolgen, traf der Bundesrat am 30. November 2018. Damit verbunden ist der Auftrag ans WBF, dem Bundesrat bis Ende 2019 ein Detailkonzept und einen Umsetzungsplan zur Standortstrategie zu unterbreiten.

Bundesrat Guy Parmelin und Eva Reinhard, Leiterin Agroscope, informierten am 21. August 2019 die Mitarbeitenden Agroscope über den Stand der Arbeiten und das weitere Vorgehen. Abgeschlossen sind die internen Abklärungen zu Ausrichtung, Aktivitäten und Infrastrukturbedarf an den Standorten Posieux, Changins und Reckenholz (vgl. Zusammenfassung Standort-Profile). Die Ergebnisse dieser Abklärungen sind Basis für weitere Diskussionen und auch für die laufenden Gespräche zur praxisorientierten Zusammenarbeit in den dezentralen Versuchsstationen.

Bundesrat Guy Parmelin will sich persönlich mit den betroffenen Standortkantonen und den an neuen dezentralen Versuchsstationen interessierten Kantone treffen und weitere Gespräche mit Vertreterinnen und Vertreter der landwirtschaftlichen Praxis, der Wissenschaft und der Verwaltung führen. Auch sind Konsultationen in den Parlamentskommissionen vorgesehen. Da die Verhandlungen mit den Kantonen mehr Zeit als ursprünglich geplant erfordern, wird der Bericht zur Detail- und Umsetzungsplanung verzögert und dem Bundesrat erst im 2. Quartal 2020 vorgelegt. Nicht tangiert von der Verzögerung ist das Bauprojekt Posieux: In der Immobilienbotschaft 2020 soll das Laborgebäude beantragt werden, wobei dem Parlament als Grundlage für den Entscheid ein Gesamtkonzept für den Campus Posieux unterbreitet wird.

Mit der Umsetzung der Standortstrategie lassen sich beträchtliche Einsparungen bei den Infrastrukturkosten, Effizienzgewinne im Betrieb sowie Synergienutzungen in der Forschung realisieren. Das Parlament hat der Umwandlung der ursprünglichen Einsparungsvorgabe in eine Effizienzvorgabe zugestimmt: Die aus der Standortkonzentration resultierenden Einsparungen sollen seitens Agroscope zugunsten der Forschung verwendet werden können, was eine mit Blick auf die Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft notwendige Stärkung der Agrarforschung ermöglicht.

Standorte Posieux, Changins und Reckenholz

Vorgesehenen Standort-Profile:
Zentraler Forschungscampus Posieux: Posieux setzt seine Schwerpunkte in der tierbezogenen Forschung und der Lebensmittelforschung. Ebenfalls werden hier standortungebundene Aktivitäten und Monitoringprogramme, Nachhaltigkeitsbewertung sowie die Agrarökonomie und die verantwortlichen Stellen für den Vollzug und die Politikberatung weitestgehend konzentriert.

Der Campus ist der adressbildende Hauptsitz für die Geschäftsleitung und die Stabsstellen und beherbergt mit den Core Facilities auch den größten Teil der Laborinfrastrukturen sowie der Forschungstechnologie.

Regionales Forschungszentrum Changins: Changins setzt seine Schwerpunkte mit den am Standort vorhandenen Versuchsflächen und der bestehenden Laborinfrastruktur in der Forschung zum Pflanzenschutz aller Kulturen und zu den Anbausystemen Ackerbau.

Regionales Forschungszentrum Reckenholz: Reckenholz setzt seine Forschungsschwerpunkte in der Pflanzenzüchtung und Sortenentwicklung sowie in der Agrarökologie und bei den natürlichen Ressourcen. 

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