Schweiz: Obstverband fordert konstruktive Lösungen von Umweltverbänden

Der Schweizer Obstverband bedauert die Verordnung der Aargauer Regierung zum Rückbau von Folientunnel für Aprikosen. Er ruft die Umweltverbände auf, gemeinsam konstruktive Lösungen zu finden statt Innovationen zu verhindern.

Der Obstverband ist überzeugt davon, dass es im Sinne aller Beteiligten ist, je mehr Früchte in der Schweiz produziert werden können. So müssten weniger aus dem Ausland importiert werden. Bild: landwirtschaft.ch, Marcel Chassot.

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Der Aargauer Regierungsrat hatte diese Woche entschieden, einer Beschwerde von Pro Natura und Bird Live Schweiz gegen bereits erstellte Folientunnel für den Aprikosen-Anbau nachzukommen. Der Schweizer Obstverband steht laut ihrer Mitteilung hinter den Produzenten, die den Entscheid der Regierung anfechten werden.

Der aktuelle Fall stehe sinnbildlich für die Lage um den Schweizer Obstbau, der sich mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert sehe: aufgrund der milderen Temperaturen und des zunehmenden Handels und Tourismus nehme die Zahl der eingeschleppten Schädlingsorganismen laufend zu.

Gleichzeitig wachse die Kritik am Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM). Deshalb hätten die Obstproduzentinnen- und produzenten in den letzten Jahren wirksame Alternativen zu PSM entwickelt, eine davon sei der Folientunnel. Wie der Obstverband schreibt, werden die Kulturen damit effizient und nachhaltig vor Schädlingen und Krankheiten geschützt, womit sich der Einsatz von PSM massiv reduzieren lasse. (lid.ch)

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