Schleswig-Holstein: Niedrige Erntemenge bei Gemüse

Im Erhebungsjahr 2018 haben in Schleswig-Holstein 404 Betriebe auf einer Fläche von insge­samt 7.202 Hektar Gemüse und Erdbeeren angebaut.

Im Erhebungsjahr 2018 wurde in Schleswig-Holstein von 50 Betrieben auf 497 Hektar über 1.800 Tonnen Spargel produziert. Bild: GABOT.

Anzeige

Die Anbaufläche  in Schleswig-Holstein sank im Vergleich zum Erhebungsjahr 2017 um 6%, so das Statistikamt Nord. Im Durch­schnitt produzierte somit jeder Betrieb auf knapp 18 Hektar Anbaufläche Gemüse und Erdbeeren. Die Erntemenge von Freilandgemüse betrug insgesamt rund 264.500 Tonnen  und lag da­mit gut 14% unter dem Vorjahresergebnis. Die lang anhaltende Trockenheit und Hitze im Sommerhalbjahr des vergangenen Jahres sorgte bei vielen Gemüsearten für Minderer­träge. Auf dem größten Teil der Freilandflächen wurden Kopfkohl, Möhren und Spargel ange­baut. Die Kopfkohlanbaufläche (Rot-, Weiß- und Wirsingkohl) umfasste 2.987 Hektar und nutzte 48% der gesamten Gemüseanbauflächen im Freiland. Hauptkohlart war der Weißkohl mit einem Anbauumfang von 2.299 ha. Dieser erzielte einen Durchschnittsertrag von 674 Dezitonnen je Hektar und erreichte damit nicht den sechsjährigen Durchschnitt in Höhe von 742 Dezitonnen je Hektar. Der 2018 ermittelte Weißkohlertrag ist der niedrigste seit 30 Jahren.

Im Erhebungsjahr 2018 wurde von 50 Betrieben auf 497 Hektar über 1.800 Tonnen Spargel produziert. 188 Hektar der Spargelfläche lagen im Raum Lübeck und Herzogtum Lauenburg, die rund 38% der schleswig-holsteinischen Spargelanbaufläche umfassten.

Erdbeeren wurden von 84 Betrieben auf einer Freilandfläche von insgesamt 950 Hektar erzeugt. Dies beinhaltet Neuanpflanzungen im Umfang von 240 Hektar, die im Erhebungsjahr noch nicht geerntet wurden. Das trockene, warme Wetter reduzierte den Durchschnittsertrag auf nur 93,1 Dezitonnen je Hektar. Das ist der niedrigste Wert seit 2004. So konnten nur rund 6.610 Tonnen der beliebten Früchte geerntet werden.

Der Gemüseanbau unter Gewächshäusern und hohen Folientunnel (sog. „hohe begehbare Schutzabdeckungen“) umfasste knapp 31 Hektar, die von 74 Betrieben bewirtschaftet wurden.

Knapp ein Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche im Freiland (1.305 Hektar) wurde nach ökologischen Richtlinien von 79 Betrieben bewirtschaftet. In Schleswig-Holstein wurden be­reits knapp 15% der gesamten Gemüseerntemenge ökologisch produziert. (Statistikamt Nord)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.