Erdbeeren: Kälte bremste Wachstum

Landwirtschaftsminister Christian Meyer eröffnete die Erdbeersaison in Niedersachsen auf dem Rittergut Erichshof in Gehrden-Everloh, Region Hannover.

Eröffneten die Erdbeersaison: Cord Mittendorf (Bürgermeister Gehrden), Hanns Christian Seeßelberg-Bruresch (Rittergut Erichshof), Minister Christian Meyer, Peer Sander (Vorsitzender "Die Pflückfrischen e.V.)

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Die Marketinggesellschaft hatte den Saisonauftakt am Mittwoch, dem 24.5.2017, im Auftrag des Vereins „Die Pflückfrischen e. V.“ auf dem Betrieb von Erdbeerbauer Hanns Christian Seeßelberg-Buresch organisiert. Vor zahlreichen Journalisten aller Medien empfahl Meyer, Erdbeeren möglichst direkt beim Bauern oder auf Wochenmärkten zu kaufen, denn dort gebe es die roten Früchtchen besonders frisch. Allerdings hatte der unerwartet lange Kälteeinbruch von Mitte April bis Anfang Mai den Erdbeerpflanzen in ganz Niedersachsen teilweise sehr zugesetzt. Die Reifung der Beeren auf den Selbstpflückefeldern verläuft deshalb sehr unterschiedlich. Meyer empfahl den Verbrauchern deshalb, sich im Internet, zum Beispiel auf www.diepflueckfrischen.de zu informieren, welche Betriebe die Selbstpflücke wann eröffnen. Das könne je nach Region noch 10-14 Tage dauern. Insgesamt rechnen Erdbeerbauern und Minister mit einer guten Ernte.

Von der Kälte, die in Niedersachsen mit Temperaturen bis unter die Null-Grad-Grenze noch bis 10. Mai anhielt, waren vor allem die Sorten, die schon zeitig im Frühjahr blühen, betroffen. „Hier müssen die Erdbeerbauern zum Teil erhebliche Ertragseinbußen hinnehmen, sagte Peer Sander, Vorsitzender des Vereins „Die Pflückfrischen e. V.“, anlässlich der Saisoneröffnung. Doch inzwischen sei das Wetter sehr wüchsig und Erdbeeren reagierten sehr schnell auf das Wetter. Das ist auch gut so, denn die Verbraucher warteten sehnsüchtig auf die ersten heimischen Erdbeeren. „Die Nachfrage ist riesig“, sagte Sander.

Niedersachsen ist noch vor Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Erdbeeren. In diesen drei Ländern liegen rund 60% der gesamtdeutschen Erdbeeranbaufläche. In Niedersachsen bauen knapp 300 Betriebe auf rund 3.300 Hektar Freilanderdbeeren an. Sie ernten bzw. lassen pro Saison rund 40.000 Tonnen Erdbeeren ernten. Der durchschnittliche Ertrag pro Hektar liegt bei knapp zwölf Tonnen. Durchschnittlich verzehrt jeder Deutsche etwa 3,1 kg Erdbeeren pro Jahr. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 143.000 Tonnen geerntet, weitere 115.000 Tonnen kamen aus dem Ausland, vor allem aus Spanien. (Datenquelle Ertrags- und Anbauzahlen: Statistisches Bundesamt, Angaben beziehen sich auf das Erntejahr 2016)

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