"Natur im Garten": Neue Partnerbetriebe

Die Gartenbaubetriebe Hummel Erdbeeren und Fruchtbengel sind Partnerbetriebe von "Natur im Garten".

vlnr: Landesrat Martin Eichtinger, Geschäftsführer Hummel Erdbeere Lothar Schatz, Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka. Bild: Natur im Garten.

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Der Garten ist unsere Wohlfühloase und ein Ort, wo wir Kraft tanken können. Es sollte selbstverständlich sein, dass diese Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf bzw. mit Naturgartenelementen gestaltet und gepflegt werden. Das sind die Kernkriterien der Bewegung „Natur im Garten“. Die „Natur im Garten“ Partnerbetriebe sorgen für die Auswahl ökologisch wertvoller Pflanzen, beraten zur ökologischen Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen oder stellen die Ausstattung ihres Gartens mit naturnahen Gartenaccessoires zur Verfügung. Staatssekretärin Gurr-Hirsch und eine Delegation aus Österreich zeichneten die beiden innovativen Partnerbetriebe aus.

Die Partnerbetriebe aus den Bereichen Gartengestaltung, Floristik, Verkauf und Produktion sind nach Qualitätskriterien bezüglich ökologischer und nachhaltiger Gartenpflege und –Gestaltung zertifiziert. Die Kundinnen und Kunden können ein breites Sortiment an ökologischen Düngemittel, Pflanzenschutz- Pflanzenhilfsmittel und Substraten (ohne Torf) in den Partnerbetrieben erwerben bzw. nachhaltig produzierte Pflanzen. Über 200 Produkte sind bereits mit dem „Natur mit Garten“ Gütesiegel“ ausgezeichnet, wie zum Beispiel ökologische Dünger und Substrate. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Partnerbetriebe erhalten Schulungen von „Natur im Garten“ und können damit die Kundinnen und Kunden zu naturnaher Gartengestaltung und zu ökologischen Gartenthemen sowie zum ökologischen Pflanzenschutz optimal beraten.

„Natur im Garten“ Partnerbetrieb Hummel Erdbeeren in Stuttgart

Begonnen hat alles 1947 auf einem Äckerle in Stuttgart. Der begeisterte Gärtnermeister Reinhold Hummel gründete eine Gärtnerei und begann mit der Züchtung seiner Lieblingsfrüchte: Erdbeeren. Der Durchbruch gelang Anfang der 50er-Jahre mit der Züchtung der weltweit ersten Klettererdbeere (KletterToni). Durch diesen Erfolg traf Reinhold Hummel eine Entscheidung, die für den Betrieb Hummel bis heute uneingeschränkt gültig ist: Hummi-Erdbeeren werden speziell für den Hausgarten gezüchtet.

Auch die aktuellen Marktanforderungen an Erdbeersorten sind hoch: Hellrot, transportfest, lange lagerbar, möglichst einheitlich und groß müssen die Früchte sein. Doch durch diese Zuchtziele verlieren die Beeren viel an Geschmack und Aroma, sie verarmen. Ein gutes Beispiel ist die Sorte Mieze Schindler. Es ist unmöglich diese Früchte im Handel zu bekommen, denn sie sind zu klein, dunkelrot, zu weich und nicht lagerbar. Aber Mieze Schindler wird in den Hausgärten trotzdem seit über 90 Jahren angebaut, weil sie das Maß für ein gutes Erdbeeraroma ist. Genau das ist der Fokus von Geschäftsführer Lothar Schatz: „Wir erhalten bewusst alte Sorten, als Grundlage für unsere heutige Züchtung. Und gezüchtet wird nur mit ganz klassischen Methoden. So versuchen wir, ein Stück Natur zurück in den Garten zu bringen, Erdbeersorten, die ihren natürlichen Reichtum und ihre Vielfalt erhalten haben und mit den heutigen klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Im Beet zum Sattessen und Verarbeiten oder für Balkon und Terrasse zum Naschen.“

Und eins haben alle Hummibeeren gemeinsam: Sie sind ertragreich und lecker ganz nach dem Motto: Pflanz dir Glück.

Geschäftsführer Lothar Schatz: „Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung, denn wir halten die konsequente Ausrichtung von Natur im Garten auf die Hausgärten und Hobbygärtner für einen sehr wichtigen Baustein. Wenn es hier gelingt, Spaß und Freude an ökologischen Themen im eigenen Garten zu wecken, ohne erhoben Zeigefinger, sondern mit praktischer Hilfe und Unterstützung, ist viel für die gesamte Umwelt erreicht. Und es entsteht mit der Zeit daraus ein neuer gesellschaftlicher Wert.

Als Partnerbetrieb aus dem Bereich Produktion haben wir uns zwei Ziele vorgenommen, an denen wir arbeiten. Die Umstellung unserer gärtnerischen Produktion nach den Kernkriterien von Natur im Garten. Und bei unseren Kunden Interesse und Begeisterung für einen ökologischen Anbau im eigenen Garten zu wecken, umso zu einer prallen Ernte süß-saftiger Hummi-Erdbeeren zu kommen.“

„Natur im Garten“ Partnerbetrieb Fruchtbengel in Mauer

Fruchtbengel ist eine Eigenmarke der Baumschule Müller. Seit über 100 Jahren sind sie über die Region hinaus bekannt als kompetenter Ansprechpartner in Sachen Obst. Nun bietet Fruchtbengel einen Premium-Obstbaumversand für alle Obst-Liebhaber an. Nach 2, 4 oder 6 Jahren fachgerechter "Erziehung" bei Fruchtbengel werden die Obstbäume zu einer Bereicherung für den Garten: Alle Bäume sind kleinkronig, so dass sie auch auf engem Raum wachsen können und sich Ihre Früchte ohne Leiter pflücken lassen.

Im August 1997 eröffnete der Endverkaufsbetrieb ‚Müller’s Grüner Garten’ am jetzigen Standort in Mauer. Parallel dazu erfolgte eine Erweiterung der Produktionsflächen, die mit einer Spezifikation des Sortimentes einherging. Nach abgeschlossenem Betriebswirtschafts-Studium und mehrmonatigen Auslandsaufenthalten tritt 2005 Christian H. Müller in die Geschäftsleitung ein. Sein Augenmerk gilt vorrangig dem Endverkaufsbetrieb, während sich der Vater um die auf mittlerweile rund 35 Hektar gewachsenen Produktionsflächen und die Baumschulkulturen im Freiland kümmert.

Nach zweijähriger Planungsphase und rund neunmonatiger Bauzeit wurde im März 2009 der Endverkaufsbetrieb 'Lebensraum Garten' neu eröffnet. Das umgesetzte Lebenswelten-Konzept ist zu 100% auf Zielgruppen ausgerichtet, berücksichtigt neueste Marketingerkenntnisse und gilt als revolutionärer Schritt in der Gartencenterbranche.

Das Ehepaar Christian Müller gründete Anfang 2016 die Obstmarke „Fruchtbengel“. Nach intensiver Planung konnte zudem im Jahr 2017 mit dem Bau des Café „Elliot´s – Café und mehr“ begonnen werden. Die Innovationen gehen noch weiter, mit Digitalisierung in den Garten bringen und trotzdem die Lebensqualität zu erhalten hat sich Christian H. Müller noch einiges vorgenommen: „Wir wollen einen Ort zum Luft holen und Auftanken schaffen. Unsere Kundinnen und Kunden sind eingeladen unsere Gärtnerei mit allen Sinnen zu genießen.“

Die Bewegung „Natur im Garten“

In Deutschland sind folgende Bundesländer Teil der Bewegung: Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und die Region Weserbergland in Nordrhein-Westfalen.

Die Kernkriterien der Bewegung legen fest, dass Gärten und Grünräume ohne chemisch-synthetische Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden. Es wird großer Wert auf Biodiversität gelegt und mit den Naturgartenelementen gefördert. Mit der Plakette „Natur im Garten“ werden Gartenfreunde ausgezeichnet, die ihre Gärten entsprechend bewirtschaften. Interessenten werden auf ihrem Weg zum ökologisch gestalteten Garten begleitet. „Natur im Garten“-Gemeinden geben Impulse für eine vielfältig gestaltete Region. Durch Beratung und Aktionen wird dieses Netzwerk immer größer. Die European Garden Association - „Natur im Garten International“ hat bereits 20.000 Plaketten an Naturgärtnerinnen und Naturgärtner verliehen, die damit zeigen, dass in ihrem Garten die Natur einen Platz hat. (Natur im Garten)

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