Metalaxyl-M: Nichtlistung des Wirkstoffes befürchtet

Die Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) befürchtet, dass die Europäische Kommission die Genehmigung des Wirkstoffes Metalaxyl-M nicht erneuern wird.

Der enzige vollsynthetischer Wirkstoff gegen Oomyceten ist in Gefahr, sagt die BfG. Bild: GABOT.

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„Dabei ist die Verfügbarkeit dieses Wirkstoffes essentiell“, betonte BfG-Geschäftsführer Jochen Winkhoff mit Blick auf eine befürchtete Nichtlistung von Metalaxyl-M. Es ist der einzige vollsystemische Wirkstoff, der gegen die Pilzklasse der Oomyceten wirkt, die im Gemüsebau eine bedeutende Rolle spielen.

Auf diese Problematik wurde nicht nur auf der Beratertagung hingewiesen. In einem Schreiben der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde um Unterstützung bei der Wiederzulassung des Wirkstoffes Metalaxyl-M dringend gebeten.

Der größte Teil des in Deutschland benötigten Gemüsesaatgutes wird aus den Niederlanden bezogen und war bisher zum Schutz der Keimlinge vor Falschen Mehltaupilzen mit Thiram gebeizt. Nach Wegfall dieses Wirkstoffes steht nur noch Metalaxyl‐M in verschiedenen Kombinationen zur Verfügung. Würde dieser Wirkstoff ebenfalls nicht mehr gelistet werden, gäbe es keinen fungiziden Wirkstoff mehr, was zu erheblichen Ernteausfällen führen würde. Pflanzenbauliche Maßnahmen sind in diesem Fall nicht zielführend, da die Witterung den Befall maßgeblich beeinflusst. Pflanzenschutzmittel zur Spritzanwendung, die den Wirkstoff Metalaxyl-M enthalten, sind im Gemüsebau breit zugelassen, einschließlich vieler Lückenindikationen. (ZVG/BfG)

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