Hintergrund: Fragestunde zum Niedersächsischen Weg

Der Niedersächsische Weg ist eine Vereinbarung zwischen Politik, Naturschutz und Landwirtschaft und hat zum Ziel, den Natur-, Arten- und Gewässerschutz zu verbessern und einen angemessenen Ausgleich mit den wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Landwirtschaft zu bewirken.

Eingang zum Niedersächsischen Landtag. Bild: Focke Strangmann.

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Der Niedersächsische Weg, das Maßnahmenpaket für den Natur-, Arten- und Gewässerschutz, ist am 10. November 2020 einstimmig vom Niedersächsischen Landtag verabschiedet worden. Die Gesetze sollen am 1. Januar 2021 in Kraft treten. Wie sieht damit in der Zukunft die Bewirtschaftung aus?

Am 23. November steht Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, zusammen mit seinen Fachkolleg*innen Nora Kretzschmar (Naturschutz), Gerd Lange (Grünland und Naturschutzprogramme) und Kai-Hendrik Howind (Leiter Sachgebiet Anbausysteme, Fruchtfolgen, Digitales) in einem Livestream für Fragen zur Verfügung. Landwirt*innen, aber auch interessierte Bürger*innen können ihre Fragen nicht nur während der Veranstaltung von 11 bis 12.30 Uhr in einem Chat stellen (bit.ly/fragestunde-chat), sondern bereits vorab – auch per E-Mail an fragestunde@lwk-niedersachsen.de. Zudem können sich die Teilnehmer*innen am 23. November live per Telefon oder ZOOM mit ihrer Frage persönlich dazuschalten lassen.

NDR-Journalistin Heike Götz wird die Fragestunde moderieren.

Worum geht es beim Niedersächsischen Weg?

Der Niedersächsische Weg ist eine Vereinbarung zwischen Politik, Naturschutz und Landwirtschaft und hat zum Ziel, den Natur-, Arten- und Gewässerschutz zu verbessern und einen angemessenen Ausgleich mit den wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Landwirtschaft zu bewirken. Möglichst langfristig und verlässlich sollen die Belange des Natur-, Arten- und Gewässerschutzes mit den Interessen der vielfältigen und leistungsfähigen Betriebe in der Landwirtschaft und – soweit betroffen – mit den Interessen der Forstwirtschaft, des Gartenbaus und der Fischerei in Einklang gebracht werden.

„Mit unserem leistungsstarken Beratungsangebot werden wir uns dafür einsetzen, dass die Betriebe ihren steigenden Einsatz für noch mehr Artenvielfalt ganz nach ihren individuellen Erfordernissen planen und umsetzen können und dabei wirtschaftlich erfolgreich bleiben“, verspricht Kammerpräsident Gerhard Schwetje, „meine Fachleute und ich stehen ihnen für Fragen zur Verfügung.“

Für die Betriebe geht es unter anderem um folgende Veränderungen:

· Für den Schutz von Wiesenvögeln und von Flüssen und Bächen werden die Landwirt*innen mehr Flächen zur Verfügung stellen.

· Für den Ausbau des Ökolandbaus wurden Rahmenbedingungen vereinbart, auch eigene Flächen will das Land zukünftig ökologisch bewirtschaften.

· Ein begrünter Gewässerrandstreifen wird dem Schutz von Gewässern und dem Verbund von Biotopen gerecht.

· Im Solling wird im Landeswald ein Wildnisgebiet mit über 1.000 Hektar Wald entstehen.

Zu den Unterzeichnenden gehören neben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen das Land Niedersachsen mit dem Ministerpräsidenten, der Landwirtschaftsministerin und dem Umweltminister sowie das Landvolk Niedersachsen, der NABU Landesverband Niedersachsen und der BUND Landesverband Niedersachsen.

Weitere Infos zur Fragestunde finden Sie unter bit.ly/lwk-fragestunde. (LWK Niedersachsen)

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