EDEKA Nord: Geschäftszahlen 2021

Weiterhin positive Entwicklung bei EDEKA Nord.

Das Geschäftsjahr 2021 war wirtschaftlich erfolgreich für EDEKA Nord. Bild: EDEKA.

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Das Geschäftsjahr 2021 war wirtschaftlich erfolgreich für EDEKA Nord. Der Konzernumsatz konnte auf rund 3,81 Mrd. Euro gesteigert werden. Die Umsatzentwicklung war in den einzelnen Geschäftsbereichen sehr unterschiedlich, mit 7,7% aber positiv. Das starke Umsatzwachstum im Bereich Großhandel geht zu einem großen Teil auf den Erfolg der selbstständigen Kaufleute zurück. Ein weiterer Treiber des Erfolgs war die anhaltende Corona-Pandemie. Die aktuellen Zahlen wurden im Rahmen der Generalversammlung der EDEKA Nord eG vorgestellt.

Vor rund 90 Kaufleuten eröffnete Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Matthiessen die jährliche Generalversammlung der EDEKA Nord eG, die im alten Stahlwerk in Neumünster stattfand. Im Anschluss präsentierte der Vorstand die aktuellen Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres. „Auch im Jahr 2021 hatte uns die Corona-Pandemie noch fest im Griff und hat uns vor viele Herausforderungen gestellt. Trotz der anhaltenden enormen Belastungen im Einzelhandel und in unseren Großhandels- sowie Produktionsbetrieben konnten wir unser Wachstum der vergangenen Jahre fortsetzen. Wir haben uns dabei als verlässlicher Partner der Konsument:innen in der Region erwiesen“, erläutert Stefan Giese, Vorstand EDEKA Nord eG. Insgesamt fällt die Bewertung des Geschäftsjahres 2021 positiv aus.

Im Geschäftsjahr 2021 haben die selbstständigen Kaufleute von EDEKA Nord eine Umsatzsteigerung von 2,9% auf vergleichbarer Fläche erzielt. Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,7% auf 3.812,3 Mio. Euro. Insgesamt wurden drei Märkte neu eröffnet, zwei ehemalige real-Objekte übernommen, sechs Objekte verlagert und zehn erweitert. Zum 31. Dezember 2021 belieferte EDEKA Nord 658 Märkte (davon SEH 643 und Regie 15) mit einer durchschnittlichen Verkaufsfläche von 1.238 Quadratmetern und erzielte 2021 ein Konzernergebnis in Höhe von rund 36,1. Mio. Euro. Ende 2021 befanden sich sechs MARKTKAUF-Märkte und neun EDEKA-Märkte in eigener Betreibung (Regie), die eine Verkaufsfläche von rund 62.000 Quadratmeter umfassen.

Der Warenumsatz des Fleischwerks EDEKA Nord GmbH betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 70,8  Mio.  Euro (Vorjahr: 366,6 Mio. Euro). Die Inbetriebnahme des halbautomatischen Wareneingangs und die Gesamtabnahme der Intralogistikanlage im Jahr 2021 bilden den Schlusspunkt der Neuausrichtung der Logistik im Fleischwerk. Außerdem wurde das Fischsortiment um ein GUT&GÜNSTIG-Angebot und eine Eigenmarke für Frischfisch erweitert.

Die Regiebetriebe erzielten im Jahr 2021 einen Warenumsatz in Höhe von 268,8 Mio. Euro (Vorjahr: 279,9 Mio. Euro). Dies entspricht einem Umsatzrückgang von 5,4%. Der Umsatzrückgang der Regie-Märkte ist auf die Privatisierung von Märkten zurückzuführen. Alle Standorte durchlaufen im Vorfeld eingehende Standort- und Marketingprüfungen. Kurz- und mittelfristig wird für jeden einzelnen Markt eine individuelle, nachhaltige und zukunftsfähige Lösung entwickelt. Im Zuge der Übernahme der real-Supermärkte werden die Standorte in Lübeck seit dem 1. September 2021 und in Neuruppin seit dem 1. November 2021 durch die EDEKA Nord zweite Vertriebsgesellschaft mbH betrieben. Der Warenumsatz betrug im Jahr 2021 7,4 Mio. Euro.

EDEKA Nord ist im Norden ein attraktiver Arbeitgeber und Ausbilder. Im Jahresdurchschnitt 2021 beschäftigte EDEKA Nord 4.768 Mitarbeiter:innen und zählt damit zu den größten Arbeitgebern in der Region. EDEKA Nord setzt auf ein modernes Führungsverständnis, bei dem die Führungskraft stets die unternehmerische Verantwortung im Blick behält und zusätzlich als Vorbild, Teamplayer:in und Coach:in agiert. Um dieses Verständnis zu leben, wurde ein umfangreiches Führungskräfte-Entwicklungsprogramm über alle Führungsebenen aufgesetzt. Neben den speziellen Qualifizierungsprogrammen für Führungskräfte bietet EDEKA Nord allen Mitarbeiter:innen ein umfangreiches internes Aus- und Weiterbildungsangebot, das fachliche und persönliche Entwicklung gleichermaßen berücksichtigt. So boten die Weiterbildungsmöglichkeiten für alle Mitarbeiter:innen im Einzel- sowie Großhandel ein umfangreiches Qualifizierungsangebot, das auf alle aktuellen Bedürfnisse am Markt und auf die Einsatzbereiche im Unternehmen abgestimmt ist.

Um ihren Teil zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Gesellschaft und Umwelt beizutragen, orientieren sie sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (SDGs). Mit der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie hat sich EDEKA Nord 24 Ziele in acht verschiedenen Handlungsfeldern mit wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Schwerpunkten gesetzt. Zu den Erfolgen im Jahr 2021 zählt unter anderem die Umstellung ihrer Logistikstandorte auf Grünstrom, die Rezertifizierung des Energiemanagementsystems nach ISO 50001 sowie Spenden in Höhe von über 410.000 Euro an soziale, ökologische und kulturelle Vereine, Projekte bzw. Organisationen. Die Dokumentation nach dem Berichtsstandard des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) bildet die Basis, um weitere Zielsetzungen zu erreichen.

Auch in diesem Jahr hat sich EDEKA Nord viel vorgenommen. Um auch in Zukunft leistungsfähig zu bleiben, investieren wir in eine fortschrittliche Logistik sowie in moderne IT-Infrastrukturen. Die Umsetzung des Modernisierungsprojektes „Logistik 2030“ wird im Jahr 2022 weiterhin im Mittelpunkt der Logistiksparte stehen. Am Lagerstandort Zarrentin wird 2022 rund um das Tiefkühllager die Straßenerweiterung und -sanierung abgeschlossen. Die Inbetriebnahme des Frischlagers am neuen Lagerstandort im Gewerbepark Neumünster Eichhof ist für Ende 2022 geplant. Auch wird die Privatisierung sowohl im Bereich der EDEKA Nord SB-Warenhaus GmbH als auch bei der Integration der real-Märkte für eine wirtschaftlich gesunde Entwicklung unserer Märkte und zur Stärkung selbstständiger Unternehmer:innen konsequent weiter vorangetrieben. Im ersten Quartal 2022 hat EDEKA Nord die restlichen 55% der Unternehmensanteile an der HvA Holding GmbH erworben und somit die Bäckerei von Allwörden komplett übernommen. Mit diesem Erwerb stellt sich EDEKA Nord zukunftsorientiert im Backwarensegment auf und übernimmt die Verantwortung für rund 2.500 Mitarbeiter:innen.

„Gerade vor dem Hintergrund dieser zahlreichen Erfolge merken wir gleichwohl auch, dass 2022 ein anspruchsvolles Jahr wird, welches uns unter anderem aufgrund steigender Kosten vor viele Herausforderungen stellt. Wir sind dennoch zuversichtlich, gemeinsam mit unseren Kaufleuten die passenden Lösungen für diese Herausforderungen zu finden und blicken optimistisch auf die kommenden Monate dieses Jahres“, fasst Stefan Giese, Vorstand der EDEKA Nord eG, den Ausblick auf das aktuelle Geschäftsjahr zusammen.

Generalversammlung am 15. Juni 2022

Wahlen in den Vorstand und Aufsichtsrat:

Jan Frauen, Jan Hayunga und Maren Meineke wurde turnusgemäß in den Vorstand wiedergewählt.

Vorstand: Frank Breuer, Jan Frauen, Stefan Giese, Jan Hayunga, Ove Lück, Maren Meineke.

Karsten Bohnhorst, Sönke Kröger und Wolfgang Matthiessen wurden turnusgemäß in den Aufsichtsrat wiedergewählt. In einer konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates wurde Eric Süllau als Aufsichtsratsvorsitzender sowie Marco Hauschildt als sein Stellvertreter gewählt. Eric Süllau folgt auf Wolfgang Matthiessen, der den Vorsitz nach acht erfolgreichen Jahren an der Spitze des Aufsichtsrates nicht mehr anstrebte und die Verantwortung in neue Hände übergibt. Eric Süllau (39) übernahm 2013 gemeinsam mit seinem Bruder Hendrik die Geschäftsführung des Familienunternehmens Süllau und betreibt sechs EDEKA-Märkte und einen MARKTKAUF-Markt im Südosten Schleswig-Holsteins.

Aufsichtsrat: Karsten Bohnhorst, Gabriele Ecks, Marco Hauschildt, Andreas Jensen, Norbert Korzak, Sönke Kröger, Wolfgang Matthiessen, Jan Meibohm, Robin Struve, Eric Süllau. (EDEKA Nord)

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