CODEMA: Interview mit Marcel Koolen

Im Gespräch berichtet CEO Marcel Koolen über die Veränderungen im Gartenbaumarkt und was dies für CODEMA bedeutet.

Marcel Koolen, CEO von CODEMA. Bild: CODEMA.

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Warum ist der Fokus von CODEMA in den nächsten Jahren auf die Bereitstellung von Anbausystemen für die Nahrungsmittelproduktion gerichtet? Im Gespräch mit CEO Marcel Koolen wird deutlich, wie sich der Gartenbaumarkt verändert und was dies für CODEMA bedeutet. Dabei geht CODEMA nicht nur auf sein sich änderndes Angebot ein, sondern auch auf seine Vision und darauf, wie diese zu einer einzigartigen Strategie auf dem Markt geführt hat.

Seit 2017 steht Marcel Koolen als CEO an der Spitze von CODEMA. Er folgte auf Gründer Maarten de Jager, der mit vorausschauendem Blick zahlreiche Gartenbauexperten zum führenden niederländischen Lieferanten von Gartenbaulösungen vereint hat. Koolens Aufgabe ist es nun, die internationalen Ziele umzusetzen und gleichzeitig seine eigene Vision Realität werden zu lassen.

Markt für Gartenbaulösungen ist in Veränderung

„Wir kommen aus einer Welt, in der unsere Kunden - erfahrene Gärtner, die den Betrieb von ihren Eltern übernommen haben - alles über Technik wissen. Sie wissen genau, was sie haben wollen. Diese Menschen wählen für jeden einzelnen Aspekt in ihrem Betrieb die beste Lösung, zum Beispiel ein Logistiksystem von Hawe oder eine Bewässerungslösung von B-E De Lier. Diese Anbausysteme finden sie heute alle unter einem Dach: Bei CODEMA. Dies passt gut zu dem sich verändernden Markt. Ein immer größerer Teil des Markts wünscht sich nämlich einen Ansprechpartner, der eine Gesamtlösung bieten kann.“

Der Gartenbau war in den letzten Jahren ein begehrtes Ziel für Geld von Investoren, die im großen Stil beispielsweise in Cannabis als Medizin, Nahrungsmittelproduktion und vertikale Landwirtschaft investieren wollen. Aber auch der Zierpflanzensektor und traditionelle Gartenbaubetriebe entwickeln sich weiter und wachsen. Technische Innovationen sollen, unter anderem durch Größe, für eine bessere Effizienz oder mehr Ertrag sorgen.

Gesprächspartner von Anfang an

„Auf diesem sich verändernden Markt ist es wesentlich, dass wir dem Investor und dem 'Corporate-Gärtner', wie wir es nennen, auf die richtige Art und Weise Informationen, Know-how und die richtige Perspektive bieten. Danach gehen wir zur Lieferung der Anbausysteme über. In erster Linie bedeutet dies, dass wir für diese Unternehmen von Anfang an ein vollwertiger Gesprächspartner für ihr Projekt sind. Hierfür ist unser Unternehmen mittlerweile eingerichtet.

An zweiter Stelle erfordert dies eine internationale Präsenz. Wir arbeiten an Projekten sowohl in Amerika und Europa als auch in der Region Asien-Pazifik mit besonderem Schwerpunkt auf China. Dabei handelt es sich um mehr als nur eine einfache Vertriebsorganisation. Unsere 'License to operate' hängt von unseren Möglichkeiten, Service und Wartung anbieten zu können, ab.“

Aufgrund dieser Entwicklungen und des anhaltenden Wachstums ist das Unternehmen CODEMA daher auch stark gewachsen. Von den Niederlanden aus bedient und beliefert man die ganze Welt und vor Ort arbeitet man möglichst mit lokalen Arbeitskräften. Letzteres hat viele Gründe: Kostenkontrolle für den Kunden ist einer, der Einfluss von Nordian Capital auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ein anderer. Aber auch Koolen drückt dem Unternehmen seinen Stempel auf:

„Dies bedeutet nicht, dass ich viele schwierige Überlegungen anstelle oder meine Kunden zu solchen verpflichten will. Durch die Anwendung neuer technologischer Entwicklungen und die fortlaufende Arbeit an Design und Engineering gehen wir schon sparsamer mit Rohstoffen um. Aber es beginnt natürlich damit, dass wir bei allem darüber nachdenken, ob wir nicht bessere Entscheidungen treffen könnten, zum Beispiel die Nutzung von Ökostrom und Photovoltaik, weniger Fliegen, eine Hybrid-Flotte und so weiter. Gute wirtschaftliche Entscheidungen, die einfach besser für unseren Planeten sind. Das ist nicht ganz zufällig auch essenziell für unseren Investor Nordian Capital. Das gesamte Investitionsportfolio von Nordian kompensiert alle Emissionen durch zertifizierte Verträge mit der Land Life Company. Diese Stiftung setzt sich für die Aufforstung von rund 2 Mrd. Hektar Land auf der ganzen Welt ein".

Gemeinsame Zukunftsvision

Marcel Koolen ist ausgebildeter Elektroingenieur, stellte aber schon bald fest, dass ein breiteres Blickfeld besser zu ihm passt. Dieses Thema zieht sich wie ein roter Faden durch seine gesamte Karriere, so wie auch seine Leidenschaft für das, was er öffentliche Belange nennt. Mit jedem Schritt wurde sein Betätigungsfeld größer.

„Das erste Mal, dass es wirklich funkte, war bei einem elektrotechnischen Familienunternehmen. Dort baute ich in kurzer Zeit eine Abteilung auf, deren Umsatz gleich hoch war wie jener des Mutterunternehmens, und einige Jahre später durfte ich sie wieder verkleinern. Solchen Herausforderungen durfte ich auf immer höherer Ebene die Stirn bieten. Zuerst bei VolkerRail im Rahmen der Privatisierung der Bahn und danach bei Spitzke und ABB.

Auch CODEMA stand, als ich zum Unternehmen kam, vor großen Veränderungen und das passte daher ausgezeichnet. Aber der Hauptgrund für meine Entscheidung ist unsere gemeinsame Zukunftsvision. Als ich mich bei VolkerRail mit der Mobilität in den Niederlanden beschäftigte, merkte ich, dass mich der Dienst an "öffentlichen Belangen" sehr motiviert. Bei CODEMA gehen wir noch weiter: Wir helfen dabei, die Welt zu ernähren. Eine gute und effiziente Nahrungsmittelproduktion sorgt nicht nur dafür, dass jeder Mensch zu essen hat, sondern macht das Ganze auch etwas weniger belastend für die Umwelt. Darum bemühe ich mir gerne.“

Zukunft und Strategie von CODEMA: Nahrungsmittelproduktion

Der Markt für den Kräuteranbau wuchs in den vergangenen Jahren enorm und die Legalisierung des Anbaus von Cannabis für die Medizin sorgte für einen großen Kapitalzufluss, von dem auch CODEMA profitierte. CODEMA errichtete Anbausysteme in den größten, modernsten Cannabis-Gewächshäusern der Welt. Dies sind Gewächshäuser, in denen Lebensmittelsicherheit und Zuverlässigkeit, aber auch Automatisierung wichtiger sind denn je. Auch im Zierpflanzensektor arbeitet CODEMA mit großen Erzeugerorganisationen an der Anwendung der neuesten Technologie im Bereich von beispielsweise Software, Wasser, Beleuchtung und Logistik. Dies bringt Wissen und Erfahrung, die CODEMA direkt für den Nahrungsmittelanbau nutzen kann.

„Eine Investition in die Nahrungsmittelproduktion ist eine gute wirtschaftliche Entscheidung. Die Weltbevölkerung wächst und damit auch die Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Es gibt auf diesem Gebiet viele Herausforderungen, für die technische Lösungen notwendig sind und wo CODEMA den Unterschied machen kann. Das macht daraus eine gute Investition sowohl für Investoren als auch CODEMA. Da wir mittlerweile in den drei wichtigsten Zeitzonen tätig sind, senken wir das Risiko wirtschaftlicher Schwankungen noch weiter. Das macht uns zukunftsbeständig.“

Zusammenarbeit in der Lieferkette

„Dies bedeutet nicht, dass CODEMA das allein machen kann. Wir arbeiten sowohl mit Unternehmen im Gewächshausbau und Ingenieur- sowie Beratungsbüros als auch beispielsweise wissenschaftlichen Forschern, Ausbildungseinrichtungen und Marktforschern zusammen. Dies und anderes versetzt CODEMA in die Lage, den Kunden letztendlich eine Lösung zu präsentieren. Es bedeutet, dass wir in unseren Dienstleistungen weiter gehen denn je. Genau das ist es auch, wonach der Markt fragt.“

Auf die Frage, ob er zufrieden sei, wenn CODEMA bis 2024 seine internationale Stellung als Nahrungsmittelproduktionsexperte verankert haben wird, antwortet Koolen:

„Wir müssen immer wachsen, aber das bedeutet nicht, dass es sich immer um finanzielles Wachstum handelt. Es kann zum Beispiel auch Wachstum in Bezug auf die Auswirkungen, die man auf die Welt hat, sein. Oder Wachstum bei Know-how und Erfahrung, bei der Entwicklung neuer Technologien. Wir müssen in Bewegung bleiben und dafür sorgen, dass CODEMA auch in Zukunft das beste Angebot für seinen Kunden hat.“ (CODEMA)

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