Brandenburg: Vogelsänger eröffnete Kernobstsaison

Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger hat zusammen mit dem Präsidenten des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg Klaus Henschel die Kernobstsaison im Land offiziell eröffnet.

Die Kernobstsaison im Brandenburg ist offiziell eröffnet. Bild: Irina Franken/MLUL.

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Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger hat Anfang September in Schmergow mit dem Präsidenten des Gartenbauverbands Berlin-Brandenburg Klaus Henschel die Kernobstsaison im Land offiziell eröffnet. Brandenburger und Berliner sind aufgerufen, sich in den kommenden Wochen in den Gartenbaubetrieben mit Äpfeln, Birnen oder Pflaumen aus der Region einzudecken oder bei der Selbstpflücke sogar aktiv zu werden. Einen Wermutstropfen gibt es aber 2019: Nach ersten Prognosen fällt die Brandenburger Apfelernte geringer aus als im Vorjahr. Ursachen für die niedrigen Erträge sind die Frostperioden im Frühjahr sowie Trockenheit im Juni. Einige Obstbaubetriebe müssen in diesem Jahr sogar mit Totalausfällen in der Apfelernte rechnen.

Vogelsänger: „Gerade der Gartenbau hatte in den vergangenen Jahren immer wieder unter den Folgen von Wetterextremen zu leiden. Die Gartenbaukonzeption des Landes enthält aus diesem Grund auch ein eigenes Kapitel zum Thema Risikomanagement. Im Kern bekennt sich hier das Land dazu, mit dem gärtnerischen Berufsstand die Rahmenbedingungen für die Absicherung von Risiken – auch auf Bundesebene – weiter zu verbessern.“

Der Apfel ist mit einer Anbaufläche von 901 Hektar das dominierende Kernobst in der Mark. Für dieses Jahr erwartet das Land allerdings die niedrigste Apfelernte seit 2011. Es wird derzeit von einer Erntemenge von rund 15.000 Tonnen ausgegangen, bei einer Anbaufläche von 901 Hektar. 2018 wurden noch 28.928 Tonnen in Brandenburg gepflückt. Zu den führenden Obstbauregionen in Brandenburg zählen die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Märkisch-Oderland sowie die Stadt Frankfurt (Oder). Die meist angebauten Sorten sind Jonagold, Idared und Pinova. Erträge und Anbaufläche in Brandenburg

25. Niederlausitzer Apfeltag

Dennoch nutzen in Brandenburg Touristiker und Gastronomen die Saisoneröffnung für jahreszeitlich speziell angepasste Angebote. So laden die vom Land unterstützten Verbände pro agro und Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau mit regionalen Akteuren in den Pomologischen Schau- und Lehrgarten Döllingen am 29. September zum 25. Niederlausitzer Apfeltag.

Hintergrund: Apfelland Brandenburg

Das Brandenburger Agrarministerium ist Herausgeber der Broschüre „Apfelland Brandenburg“ (2018). Auf 90 Seiten werden Geschichte und Geschichten über den Apfelanbau in Brandenburg vermittelt. Die Broschüre ist auch in polnischer Sprache verfügbar beziehungsweise als Direktlink auf der Internetseite des Ministeriums. (MLUL)

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