BOG: Bundesausschuss trifft Politik

BOG-Vorsitzender Stechmann im Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten Alois Gerig, Albert Stegemann, Johannes Röringund Dr. Michael von Abercron.

Bundesausschuss Obst und Gemüse traf die Politik in Berlin. Bild: GABOT.

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Der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse, Jens Stechmann, traf sich zu einem Gedankenaustausch am 6. Juni 2019 in den Räumen des Deutschen Bundestages mit den Bundestagsabgeordneten der Christlich Demokratischen Union CDU, Alois Gerig, Albert Stegemann, Johannes Röring und Dr. Michael von Abercron. Zunächst stand ein Diskurs über die politische Großwetterlage auf dem Programm. Dabei erörterte Stechmann mit den Bundestagsabgeordneten sowohl die Ergebnisse der Europawahl, als auch die politischen Entwicklungen in Deutschland. Thematisch für den Obst- und Gemüsebau erörterte Stechmann mit den Bundestagsabgeordneten die Probleme und 3Chancen des deutschen Obst- und Gemüsebaus. Dabei so Stechmann, machen extreme Witterungsereignisse den Obst-und Gemüsebauern derzeit schwer zu schaffen. Sicher ist es so, dass die Betriebe zunächst die Risikovorsorge zu tragen haben. Bei den gewaltigen anstehenden Herausforderungen allerdings so Stechmann, seien die Obst- und Gemüsebetriebe alleine überfordert. Wir brauchen und erwarten die politische Unterstützung für ein verbessertes Risikomanagement, angefangen von einer finanziellen Unterstützung von Mehrgefahrenversicherungen im Obst- und Gemüsebereich gegen Hagel, Frost, Starkregen und Sturm, einer verbesserten Förderung von Frostschutzberegnungsanlagen sowie eine vereinfachte Wasserentnahme, bis hin zu Einführung einer Risikoausgleichsrücklage. Zudem, so Stechmannin einem weiteren Punkt bei den Bundestagsabgeordneten, gelte es, die Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften zur Erledigung insbesondere der Erntearbeiten im arbeitsintensiven Obst- und Gemüsebau auf eine breitere Basis zu stellen und die bereits begonnenen Vermittlungsabsprachen der Bundesagentur für Arbeit mit Drittlandstaaten möglichst schnell zum Erfolg zu führen. Besorgniserregend, so Stechmann, sei allerdings auch die Entwicklung bei der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln. Sowohl die Genehmigungder Wirkstoffe auf europäischer Ebene, als auch die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln auf nationaler Ebene ließe für die Zukunft nichts Gutes erwarten. Hier sei die Politik gefordert, mit dafür Sorge zu tragen, das notwendige Produktionsmittel den Betrieben auch ermöglicht würden. Es gelte, eine ausreichende Abdeckung zur Bekämpfung von Schadorganismen auch künftig im Obst-und Gemüsebau zur Verfügung zu haben. Die bedürfe großer Anstrengungen, da insbesondere die Lückenindikationen noch stärker betroffen sind in den kleinen Kulturen als die Großkulturen im Ackerbau. Mit großer Sorge für den Gemüsebau betrachtete Stechmann auch die derzeit geplanten Änderungen bei der Düngeverordnung, die auf Grund von Nachforderungen der Europäischen Union deutliche Verschärfungen erwarten lassen. Hier gelte es, mit Augenmaß zu arbeiten, um zum einem dem Wasserschutz gerecht zu werden, aber auf der anderen Seite auch weiterhin eine Qualitätsproduktion zu ermöglichen, damit die Vermarktung von deutschem Obst und Gemüse auch künftig unter den Wettbewerbsbedingungen und dem Konkurrenzdruck sowohl aus dem europäischen Ausland, als auch aus Drittlandstaaten standhalten kann. Insgesamt gilt es, den Standort Deutschland für den Anbau von Obst und Gemüse in Zukunft zu stärken um die Erzeugung auch tatsächlich im Inland und in der Region zu halten. (Quelle: BOG)

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