BASF: Präsentiert Lösungen für "Bessere Erträge"

220 Hektar mehr Biodiversität auf 11 Betrieben ohne Flächenverlust umgesetzt.

"Besser wird’s, wenn‘s beides wird - nachhaltig und produktiv".

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Nachhaltigkeit und Produktivität schließen sich in der modernen Landwirtschaft nicht aus - davon ist Michael Wagner, Vice President EMEA North beim BASF Unternehmensbereichs Agricultural Solutions überzeugt. „Es ist keine Frage der Entscheidung. Die Landwirtschaft der Zukunft braucht beides und zwar gleichzeitig. Mit unseren Innovationen und Strategien werden wir den Wandel zu einer nachhaltigen und produktiven Landwirtschaft vorantreiben. So können Landwirte und Landwirtinnen nicht nur höhere, sondern bessere Erträge erzielen“, betont Wagner auf der diesjährigen Pressekonferenz des BASF-Unternehmensbereichs Agricultural Solutions in Deutschland.

Damit die Transformation der Landwirtschaft gelingt, sei aber vor allem auch eine Zusammenarbeit der gesamten Wertschöpfungskette, der Politik und Interessenvertreter notwendig, so Wagner weiter. „Als forschendes Unternehmen sind wir aktiver Treiber der Transformation. Grundlage dafür müssen jedoch wissenschaftliche Erkenntnisse sein und die Bereitschaft aller, die Zukunft einer modernen und nachhaltigen Landwirtschaft auf Basis dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse zu gestalten. Unsere gemeinsame Herausforderung heißt: Wie können wir mehr Lebensmittel produzieren und gleichzeitig nachhaltiger wirtschaften?“

Innovationen für eine nachhaltige Landwirtschaft

Ein entscheidendes Werkzeug für „Bessere Erträge“ sind Innovationen aus den Bereichen Züchtung, Saatgut, Pflanzenschutz und Digitalisierung. Diese Innovationen müssen heutzutage jedoch nicht nur für einen hohen Ertrag sorgen und die Qualität sicherstellen. Sie leisten auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. So auch zwei neue Fungizide, deren Markteinführung für 2023 geplant ist. Diadem® schützt die Zuckerrübe vor der Blattfleckenkrankheit, die bis zur Hälfte der Ernte vernichten kann, und weiteren relevanten Krankheiten wie Rost, Mehltau und Ramularia. Das Fungizid verfügt über ein „eingebautes“ Resistenzmanagement durch die Kombination von zwei unverbrauchten Wirkstoffen – Revysol® und Xemium® – aus unterschiedlichen Wirkstoffklassen. Die beste Kontrolle der Dürrfleckenkrankheit in Kartoffeln ermöglicht Belanty®, ein weiteres Fungizid, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Auch dieses Produkt enthält den Wirkstoff Revysol, der durch sein gutes regulatorisches Eigenschaftsprofil dazu beiträgt, dass weniger Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden muss, weniger Wasser pro Anwendung benötigt wird und etwa 4% weniger landwirtschaftliche Fläche für die gleiche Erntemenge erforderlich ist.

Im Raps steht ab der Saison 2023 ebenfalls ein neues Fungizid zur Verfügung, was gleichzeitig als Wachstumsregulator fungiert. Architekt® fördert die Entwicklung des Rapses von Anfang an und trägt durch ein verbessertes Wurzelwachstum zu einer sehr hohen Nährstoffeffizienz bei. Das Ergebnis sind gesündere Pflanzen, die ein höheres Leistungspotential haben und stressresistenter bei extremen Wetterlagen sind.

Eine große Herausforderung im Getreideanbau ist der Ackerfuchsschwanz. Nicht nur sein starkes Aufkommen macht den Landwirten und Landwirtinnen Probleme, sondern auch Resistenzen. BASF hat daher ein Herbizid entwickelt, mit dem schwer zu bekämpfende Ungräser sowie resistente Ackerfuchsschwanz-Biotypenkontrolliert werden können. Luximo® besteht außerdem zu mehr als 50% aus nachwachsenden Rohstoffen wie Baumharz oder Nebenprodukten der Papierherstellung. Ein weiterer Vorteil: Die völlig neue Wirkstoffklasse besteht nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff und enthält keine Halogen-Verbindungen. Luximo hat kürzlich die Zulassung im Vereinigten Königreich erhalten. Es ist damit das erste Graminizid seit über 20 Jahren, das in Europa eine Zulassung bekommen hat. In Deutschland wird diese für 2025 erwartet.

Landwirtschaft und Naturschutz in der Balance

Welchen Einfluss die aktuellen politischen Planungen zur Förderung der Biodiversität und zum Klimaschutz auf die Landwirtschaft hat, verdeutlicht eine Studie der HFFA Research GmbH, einem unabhängigen wissenschaftlichen Beratungsunternehmen für Schlüsselfragen der globalen Landwirtschaft, Umwelt und Entwicklung. Die Studie wurde auf der Pressekonferenz vorgestellt. Danach könnten der Landwirtschaft in Deutschland durch die von der Politik geplanten Reformen bis zu 2,5 Mio. Hektar nutzbare Ackerfläche bis 2030 verloren gehen. Allein durch die verpflichtenden Standards der GAP-Reform (Gemeinsame Agrarpolitik der EU) wie Pufferstreifen und Ackerbrache werden bis zu 500.000 Hektar Ackerfläche im kommenden Jahr wegfallen. Das ist mehr als zwei Mal die Fläche des Saarlandes. Der potentielle Ertragsverlust für Landwirte ist enorm und vor dem Hintergrund, dass die Produktivität sogar gesteigert werden muss, nicht sinnvoll.

BASF unterstützt grundsätzlich die Ziele der GAP-Reform. Bereits seit 2013 arbeiten sie mit mittlerweile 56 Landwirten und Landwirtinnen sowie unabhängigen Experten aus dem Natur- und Umweltschutz im BASF FarmNetzwerk Nachhaltigkeit zusammen, um Lösungen zu finden, die Biodiversität zu steigern, ohne dass fruchtbares und für die Nahrungsmittelproduktion wichtiges Ackerland verloren geht. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden jährlich in einem Ergebnisbericht veröffentlicht. Sie sind auch Basis der Empfehlungen des dazugehörigen Expertenbeirats. Danach ist es nicht zielführend, Biodiversität in der Produktionsfläche umzusetzen, sondern in den Randstrukturen die Artenvielfalt zu fördern und dort entsprechende Nahrungs- sowie Lebenshabitate zu schaffen und diese miteinander zu vernetzen. Auf Basis dieser Erkenntnisse haben sie sich ein klares Ziel gesetzt: 10% vernetzte Biodiversitätsfläche ohne Verlust von Ertrag. Die fachliche Beratung der Landwirte und Landwirtinnen erfolgt mit Hilfeeiner Checkliste Biodiversität, in welcher ökologisch wertvolle und praktikabel umsetzbare Maßnahmen mit einem finanziellen Anreiz versehen wurden. Bei zusätzlicher Umsetzung von einem Prozent mehr Biodiversitätsfläche gegenüber der bisherigen Ökologischen Vorrangfläche unterstützt BASF Landwirte und Landwirtinnen finanziell. Bereits im ersten Jahr 2022 haben 11 landwirtschaftliche Betriebe mit knapp 20.000 Hektar an diesem Programm teilgenommen und zusätzlich zu den geforderten Flächen noch 200 Hektar mehr Biodiversitätsfläche umgesetzt.

Erster Klimabetrieb liefert erstmal reale Ergebnisse

Um eine Balance zwischen Produktivität und Nachhaltigkeit zu erreichen, ist Carbon Farming ein weiterer Baustein. Durch diese Art zu wirtschaften, wird der CO 2 - Fußabdruck eines landwirtschaftlichen Betriebs gesenkt. Dabei gibt es zwei Wege: Zum einen wird CO 2 im Boden gebunden und zum anderen die Emissionen in der landwirtschaftlichen Produktion gesenkt. BASF engagiert sich ebenfalls in diesem Bereich, um Landwirte und Landwirtinnen unterstützen zu können, ihre CO 2 - Emissionen zu reduzieren. So auch in einem gemeinsamen Projekt mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main eG (RWZ). Gemeinsam haben sie den ersten Klimabetrieb Deutschlands im BASF FarmNetzwerk Nachhaltigkeit etabliert. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Rheinland werden in diesem Jahr Streifenversuche in den Fruchtfolgen Kartoffel und Getreide etabliert, um CO 2 in der landwirtschaftlichen Produktion zu senken. Dabei liegt der Fokus nicht allein auf Düngung als größter Hebel zur CO 2 -Reduktion, sondern auf der gesamten Produktion von Aussaat bis zur Auslieferung. In den Exaktversuchen wird ebenfalls der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, digitalen Tools und Niftrifikationsinhibitatoren untersucht. Auch wird ein Vergleich zwischen konventionellem und biologischem Anbau gezogen. Das Projekt ist auf 10 Jahre angelegt und wird wissenschaftlich begleitet. Das Ziel: Wissenschaftlich fundierte Daten von der Aussaat bis zur Auslieferung in großflächigen Feldversuchen zu erheben. Diese Erkenntnisse sind eine grundlegende Voraussetzung, um sinnvolle und effiziente Empfehlungen für eine nachhaltige und produktive Landwirtschaft geben zu können.

Mehr Technik, weniger Pflanzenschutzmittel

Ein wichtiger Hebel, um Ökonomie und Ökologie in der Balance zu halten, bietet auch die Digitalisierung. Smart Spraying ist dabei ein entscheidender Bestandteil. Bosch BASF Smart Farming, ein Joint Venture zwischen BASF und Bosch, bringt eine digitale Lösung auf den Markt, die die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln maßgeblich verändern kann. Die Smart Spraying Solution erkennt und behandelt Unkräuter in Echtzeit – und alles bei einer Überfahrt auf dem Acker. Bis zu 70% Herbizid können dadurch eingespart werden, da nicht mehr das ganze Feld behandelt wird, sondern wirklich nur ganz gezielt die vorhandenen Unkräuter. Bisher kann die Smart Spraying Solution ausschließlich in Reihenkulturen genutzt werden. Das Expertenteam arbeitet derzeit aber auch an einer technischen Lösung für Flächenkulturen. Sie soll 2026 marktreif sein. Um dieses System noch mehr Landwirtinnen und Landwirten anbieten zu können, erweitert das Joint Venture kontinuierlich seine Kooperationen. Seit neustem ist auch der Landmaschinenhersteller Dammann an Bord, der das System in einem Dammann- Trac in Deutschland testet. Der Smart Sprayer leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Produktivität zu maximieren und gleichzeitig die Ziele des Green Deals zu ermöglichen.

So ermöglichen Lösungen der BASF mehr Produktivität, mehr Biodiversität und mehr Klimaschutz und damit bessere Erträge. (BASF)

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