Baden-Württemberg: Streuobstbestände sind wertvolle Kulturlandschaft

Beim Jahresgespräch Streuobst treffen sich Vertreter von im Streuobstbau engagierten Verbänden und Organisationen.

Die Pflege der Streuobstbäume ist Voraussetzung für vitale Bestände. Bild: Elke Lehnert / Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

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Baden-Württemberg hat die größten zusammenhängenden Streuobstbestände Europas und trägt damit eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser wertvollen Kulturlandschaft. Die Pflege der Streuobstbäume ist Voraussetzung für vitale Bestände. Deshalb ist eine neue, fünfjährige Förderperiode für die Landesmaßnahme Baumschnitt-Streuobst vorgesehen. Sie soll ab 2020/2021 durchgeführt werden. Sobald Grundentscheidungen getroffen sind, werden wir die Maßnahme neu ausschreiben und Sie Anfang kommenden Jahres darüber informieren“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk MdL, am Donnerstag (5. Dezember) in Bad Schönborn (Landkreis Karlsruhe) anlässlich des Jahresgesprächs Streuobst.

„Beinahe 8.000 Akteure beteiligen sich derzeit an der 2015 ausgeschriebenen Maßnahme und pflegen etwa 400.000 Streuobstbäume. Das Land möchte diesen Ansatz weiterverfolgen und zur Baumpflege motivieren. Hierfür wurden in den Entwurf des Staatshaushalts 2020/2021 Mittel eingestellt. Ab 2020 stehen vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags für die Streuobstförderung für den Zeitraum von fünf Jahren jährlich 3,3 Mio. Euro zur Verfügung“, sagte Peter Hauk.

„Ich freue mich, dass die Initiatoren das Dialogangebot bezüglich des Eckpunktepapiers der Landesregierung zum Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘ annehmen und wir gemeinsam nach guten Wegen suchen, um die biologische Vielfalt zu erhalten“, sagte der Minister. „In Bezug auf Streuobst vertritt die Landesregierung die Auffassung, dass Pflege und Nutzung zentral für die Erhaltung der Streuobstbestände sind. Daher wurde im Eckpunktepapier ein nutzungsorientierter Ansatz gewählt. Die Pflege und die Bewirtschaftung von Streuobstbeständen soll über das Land weiter gestärkt werden. Das Eckpunktepapier wird derzeit konkretisiert“, so Peter Hauk.

„Den zahlreichen Akteuren im Land, wie dem diesjährige Ausrichter des Jahresgesprächs, dem Arbeitskreises Heimat Natur und Umwelt, kommt besondere Bedeutung zu. Ich danke den Vertretern der Verbände, die sich auf ihre Weise für den Erhalt der Streuobstwiesen einsetzen“, betonte der Minister.

Hintergrundinformationen:

Beim Jahresgespräch Streuobst treffen sich Vertreter von im Streuobstbau engagierten Verbänden und Organisationen. Es bietet Raum zum Austausch über aktuelle Themen im Bereich Streuobst zwischen Akteuren und der Landesregierung. Mehr zum Streuobstbau erfahren Sie auf dem Streuobstportal des Landes unter www.streuobst-bw.info. Hier finden Sie auch Informationen, sobald eine Neuausschreibung der Förderung Baumschnitt-Streuobst erfolgt.

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