ZVG: Workshop zur Digitalisierung in Osnabrück

Die Digitalisierung bringt viele neue Möglichkeiten für den Gartenbau, eine enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis ist dafür nötig. Das wurde auf der Tagung des Technikausschusses des ZVG deutlich.

Der ZVG setzt sich intensiv für den Transfer von Innovationen von der Forschung in die Praxis ein. Bild: ZVG.

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Die Digitalisierung bringt viele neue Möglichkeiten für den Gartenbau, eine enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis ist dafür nötig. Das wurde auf der Tagung „Gartenbau 4.0 – Digitalisierung, „Wo stehen wir“ des Technikausschusses des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) am 23. Oktober 2019 an der Hochschule Osnabrück deutlich.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz betonte, dass der Gartenbau frühzeitig „die Zeichen erkannt“ und sich mit der Digitalisierung beschäftigt habe. Die Digitalisierung hilft den Betrieben, effizienter und umweltschonender und damit auch nachhaltiger zu produzieren. Der ZVG setzt sich intensiv für den Transfer von Innovationen von der Forschung in die Praxis ein, so Mertz.

Der Vorsitzende des ZVG-Arbeitsausschusses Technik und Bauwesen im Gartenbau, Thomas Koch, verwies auf die hohe Roboterdichte in der Wirtschaft in Deutschland insgesamt. Auch im Gartenbau habe sich die Digitalisierung in einigen Bereichen des Gartenbaus bereits etabliert. Die Anwendungen reichen von der Klimaregelung für die Gewächshäuser bis zum Einsatz der EDV im Büro, dem Handhaben von Pflanzen, bei der Unkrautbekämpfung, dem Ernten, Sortieren und vielem mehr. Beim Workshop, der mit fachlicher Unterstützung des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) stattfand, wurde neben den Potentialen auch die Hemmnisse für weitere Entwicklungen deutlich. Für eine erfolgreiche Vernetzung der Betriebsabläufe sind unter anderem angepasste Anbauprozesse mit ausreichend Mechanisierung nötig.

Im Rahmen der Tagung überreichte die Vize-Präsidentin der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), Dr. Christine Natt, die Zuwendungsbescheide für das Projekt "Flying Data – Einsatz autonomer Drohnen zur nachhaltigen Pflanzenproduktion in Gewächshäusern". Das Forschungsvorhaben wird im Rahmen des Innovationsprogramms des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über eine Laufzeit von 36 Monaten gefördert und vom Projektträger BLE (ptble) betreut. Im Rahmen der BMEL-„Forschungsstrategie für Innovationen im Gartenbau – HortInnova“, das der ZVG von Anfang an intensiv fachlich begleitet hat, wurden fünf Forschungsschwerpunkte identifiziert. Mit dieser Förderrichtlinie will das BMEL den Förderschwerpunkt Gartenbau 4.0 (Automatisierung, Sensorik, Big Data) umsetzen.

Im neuen Projekt sollen autonom fliegende Kleindrohnen Daten für die Klimaregelung aufzeichnen und an den Klimacomputer weitergeben. Mit Hilfe eines Regelsystems sollen die 3D-Sensorikdaten zusammengeführt, ausgewertet und entsprechende Klimaregelalgorithmen angestoßen werden. Der Verbundkoordinator des Projekts ist die Hochschule Osnabrück, Partner sind die RAM GmbH Mess- und Regeltechnik, Herrsching und die iotec GmbH aus Osnabrück. (ZVG)

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