Weihnachtstrend 2020: Der Adventsbaum

Was sich in den letzten Jahren andeutete, hat das Potenzial zum diesjährigen Trend: Der Weihnachtsbaum erstrahlt nicht erst zum 24. Dezember, sondern begleitetet immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher schon durch den Advent.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen ihren Weihnachtsbaum schon zu Beginn der Adventszeit. Bild: Nordmann Info Zentrum.

Kauften die Deutschen ihren Weihnachtsbaum einst traditionell in der Woche vor Heiligabend, rückt dieses Datum seit Jahren immer weiter nach vorne im Kalender. Vor etwa zehn Jahren war es der Nikolaustag, also der 6. Dezember, der einen willkommenen Anlass bildete, sich einen schönen Naturbaum auszusuchen. „Heute erwacht die Nachfrage bereits in den Tagen vor dem 1. Advent“, berichtet Benedikt Schneebecke, Vorsitzender im Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V.

Gründe für die ausgeweitete Nutzung gibt es mehrere. Einer liegt in der längeren Haltbarkeit bestimmter Baumarten, speziell in der Robustheit der vor gut 20 Jahren eingeführten Nordmanntanne. Mit ihnen kann man den liebevoll geschmückten Naturbaum entsprechend ausgiebig genießen. Zweitens wirkt sich die aus den USA kommende Mode aus, früh auch den Außenbereich mit einem ansehnlichen zweiten Baum zu dekorieren.

Baumverwendung, so wie sie Kindern gefällt

Drittens macht sich eine Tendenz in Familien mit Kindern bemerkbar: Sie verwenden den duftenden Baum als Adventskalender. Dekoriert mit Tütchen, Stoffbeuteln oder Schächtelchen, hält jeder Adventstag eine Überraschung bereit. Die Branche der Weihnachtsbaumerzeuger hat darauf reagiert und bietet ergänzende „Kinderzimmerbäume“ an: weniger groß, dafür auf ein sicheres Holzgestell vormontiert.

Die ausgiebige Weihnachtsbaum-Nutzung bringt schließlich gerade für Familien mit berufstätigen Eltern einen weiteren Vorteil mit sich. Denn ein frühzeitiger Kauf entschärft den Weihnachtsstress. Ist der Naturbaum schon aufgebaut, illuminiert und geschmückt, können alle anderen Vorhaben in Ruhe angegangen werden.

Ein Baumkauf soll sich bezahlt machen, mag ein weiteres Motiv für die längere Nutzungsdauer sein. „Da die Verbraucher jedoch zu anderen Feiertagen für deutlich kürzere Momente noch mehr ausgeben – Stichwort Feuerwerk oder Blumenbukett –, ist weniger der Preis als die Faszination, die von einem echten Baum ausgeht, relevant“, stellt Benedikt Schneebecke abschließend fest. (Verband natürlicher Weihnachtsbaum e.V.)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.