Royal FloraHolland: Auf dem Weg zu weniger Kunststoffabfall

Yme Pasma, COO Royal FloraHolland, erklärt wie die Floristensektor mit Transport- und Produktverpackungen nachhaltiger werden kann.

Yme Pasma (COO Royal FloraHolland) erklärt, wie Floristikbetriebe mit Transport- und Produktverpackungen die Nachhaltigkeit steigern können. Bild: Royal FloraHolland.

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Als Marktführer bei Transportverpackungen trägt Royal FloraHolland die Verantwortung für die Reduzierung von Abfall, einschließlich Kunststoff. Deshalb wurde der Plastic Pact NL zusammen mit 85 weiteren führenden Unternehmen und Organisationen unterzeichnet. Yme Pasma (COO) erklärt, wie die Floristensektor mit Transport- und Produktverpackungen nachhaltiger werden kann.

Das Hauptziel des Kunststoffpakts NL ist es, die Umweltbelastung durch den einmaligen Gebrauch von Kunststoffverpackungen so weit wie möglich zu reduzieren.

Konkrete Ziele

Der Kunststoffpakt hat sich vier konkrete Ziele für 2025 gesetzt:
• 20% weniger Material für Einwegtrays (oder weniger Verbrauch);
• neue Trays bestehen zu mindestens 35% aus recyceltem Kunststoff;
• 70% der Schalen werden über das Recycling zurückgegeben;
• und 100% ist recycelbar.

"Wir erreichen bereits zwei dieser Ziele", sagt Yme. "Wir verwenden 100% recycelbares Material und neue Einwegbehälter enthalten bereits 90% recycelten Kunststoff. Neue Einwegtrays werden bereits zu 50% recycelt. Wir können diese 70% Recycling erreichen. Das erste Ziel, bei Einwegtrays 20% weniger Material zu verwenden, ist die größte Herausforderung."

Pool-Systeme

Yme sagt: "Fast 95% der Transportverpackungen für Blumen sind wiederverwendbar, und weniger als 10% für Pflanzen. Das ist so stark gewachsen und schwer zu ändern. Der Pflanzentransport in Mehrzweckschalen hat seine eigenen Herausforderungen, die man zuerst lösen muss."

Nachdenken über den Platz in der Kette

"Der Blumensektor kann sich nachhaltiger gestalten, indem er über Verpackungen nachdenkt", fährt Yme fort. "Jeder Gärtner und Händler hat seine eigene Verantwortung, auch für die Produktverpackung. Warum gibt es als kaufender Blumenstraußhersteller, der sie direkt in der Box abholt, Abdeckungen um Chrysanthemen? In gegenseitiger Abstimmung kann viel getan werden."

Ein Praxisbeispiel

Die Orchideenzucht Bamboo Orchid liefert nur Pflanzen in umweltfreundlichen Verpackungen, in Papierhüllen. Und Kunden bekommen nur dann Sleeves, wenn sie gezielt danach fragen. Dann verpackt das Unternehmen die Pflanzen in Schalen mit Papier und fixiert sie mit haltbarem Kreppband, dessen Klebstoff biologisch abbaubar ist. Das Papier ist kompostierbar (kann über Gemüse-, Obst- und Gartenabfälle entsorgt werden) und FSC-zertifiziert. (Royal FloraHolland)

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