QS: Zehn Jahre Monitoring-Report Obst, Gemüse, Kartoffeln

QS und DFHV haben die Rückstandssituation konsequent im Blick.

Der neue Monitoringreport wurde zur Fruit Logistica 2019 veröffentlicht. Bild: QS.

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QS und der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) präsentierten auf der Fruit Logistica 2019 in Berlin den neuen Monitoring-Report Obst, Gemüse, Kartoffeln. Zum zehnten Mal werteten beide die Ergebnisse ihrer Monitoringprogramme aus, bei denen die Einhaltung geltender Rückstandshöchstgehalte für Pflanzenschutzmittel und Grenzwerte für Schadstoffe und Nitrat sowie die Zulassung der eingesetzten Pflanzenschutzmittel überprüft werden. Diese Ausgabe des Monitoring-Reports zeigt neben den aktuellen Analyseergebnissen auch die Entwicklungen der letzten zehn Jahre. Seit der Einführung der gemeinsamen Publikation wurden die Ergebnisse von rund 187.000 Obst- und Gemüseproben präsentiert.

Mit dem Monitoring-Report liefern wir seit 2010 Details und Übersichten zur Rückstandssituation bei Obst und Gemüse. Der jährliche Bericht enthält neben detaillierten Auswertungen auch interessante Hintergrundinformationen für jeden, der mit Obst und Gemüse zu tun hat, berichtet DFHV-Geschäftsführer Dr. Andreas Brügger.

Dr. Hermann-Josef Nienhoff, Geschäftsführer der QS Qualität und Sicherheit GmbH, betont: Jedes Jahr belegen die Auswertungen unserer Monitoringdaten, dass die Qualitätssicherungssysteme der Wirtschaft mit Erfolg dazu beitragen, dass die zertifizierten Erzeuger die Pflanzenschutzmittel achtsam und innerhalb der gesetzlichen Anforderungen einsetzen.

Beanstandungsquote in Deutschland und Europa gesunken

Für die diesjährige Ausgabe standen insgesamt 24.357 Proben aus 78 Ländern auf dem Prüfstand. Das positive Resultat: 97,4% aller untersuchten Proben lagen unterhalb der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte (RHG). Die Beanstandungsquote für Produkte aus Deutschland (0,7%) und Europa (1,8%) liegt jeweils 0,2% unter dem Wert des Vorjahres. In der Summe wurden in über 41% aller Proben absolut gar keine Pflanzenschutzmittel-Rückstände nachgewiesen. Dennoch besteht an einigen Stellen Verbesserungsbedarf: Die Überschreitungsquote für Produkte aus nicht europäischen Ländern ist von 5,9% im Vorjahr auf 7,2% gestiegen.

Mehrfach-, Schwermetall- und Fosetyl-Al-Rückstände unter der Lupe

Erstmals wurden im aktuellen Monitoring-Report gesondert Schwermetall- und Fosetyl-Al-Rückstände sowie die Gesamtsituation von Mehrfachrückständen betrachtet. Von den 430 auf Cadmium und Blei untersuchten Proben wurden in knapp der Hälfte Schwermetalle nachgewiesen. Jedoch waren lediglich acht RHG-Überschreitungen (1,9%) zu verzeichnen, darunter zwei in Spinat für Cadmium und drei in Knollensellerie für Blei. Bei den RHG-Überschreitungen für Fosetyl-AL lag der Granatapfel mit einer Überschreitungsquote von 11,8% vorn, gefolgt von der Heidelbeere und der Süßkirsche mit jeweils 7,1%. Äpfel und Pfirsiche schnitten am besten ab – hier konnten keinerlei Überschreitungen festgestellt werden.

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