Prognose: Einzelhandelsumsätze wachsen 2020 um 1,5%

Insgesamt sagt der HDE für den Einzelhandel im Jahr 2020 ein Umsatzplus von 1,5% im Vergleich zum Vorjahr voraus.

Das Umsatzwachstum darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in einzelnen Branchen nach wie vor viele Unternehmen in ihrer Existenz gefährdet sind, sagt der HDE.

Die vom zwischenzeitlichen Lockdown betroffenen Teilbranchen allerdings werden demnach 11% Umsatz einbüßen. Das höchste Umsatzwachstum kann der Online-Handel mit einem Plus von knapp 15% erwarten. „Die Lage ist vor allem bei vielen Bekleidungshändlern in den Stadtzentren weiterhin kritisch. Das solide Umsatzwachstum von 1,5% für den gesamten Handel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass in einzelnen Branchen nach wie vor viele Unternehmen und Arbeitsplätze in ihrer Existenz gefährdet sind“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So beurteilen mehr als drei Viertel der Händler in den Hauptgeschäftslagen der Stadtzentren ihre Geschäftslage in den ersten sechs Monaten des Jahres schlechter als im Vorjahr.

„Angesichts der Umsatzrückgänge können viele Händler ihre Mieten nicht in voller Höhe bezahlen. Vor allem große institutionelle Vermieter kommen dem Handel dabei oft nicht ausreichend entgegen“, so Genth. Deshalb sei eine Anpassung im BGB unerlässlich. Es müsse klargestellt werden, dass die in der Corona-Pandemie angeordneten staatlichen Maßnahmen ein Grund zur Anpassung des Mietvertrags wegen Störung der Geschäftsgrundlage gemäß § 313 sind. Um den vielerorts weiter voranschreitenden Niedergang der Innenstädte aufzuhalten, erneuert der HDE seine Forderungen nach einem Innenstadtfonds und einem staatlichen Förderprogramm zur Digitalisierung des mittelständischen Einzelhandels. (PdH)

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