Kiepenkerl: Bio-Cherrytomate 'Sunviva'

Sorten, die ausdrücklich für die eigene Saatgutgewinnung und den Wiederanbau freigegeben sind - das ist in der Züchterwelt neu. Solche Sorten Werden Open-Source-Sorten genannt. Die wunderbar saftige, gelbe Bio-Cherrytomate 'Sunviva' gehört dazu und ist weltweit die erste Sorte, die dafür angeboten wird.

Die Bio-Cherrytomate 'Sunviva' von Kiepenkerl. Bild: © Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl.

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'Sunviva' bildet gleichmäßige, kurze Trauben, die üppig mit kirschgroßen, leuchtend gelben Früchten besetzt sind. Sie sind besonders saftig und haben ein intensives, fruchtiges Aroma Damit verfuhren sie zum Naschen direkt vom Strauch, aber auch zum Dekorieren von Salaten oder kalten Speisen. Die Pflanzen werden etwa 1,50 - 2 Meter hoch, bilden lockeres Laub und können auch mehrtriebig gezogen werden. Sie sind sehr robust und haben von Natur aus eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber der Kraut- und Braunfäule. Daher sind sie ideal für den Anbau im Freiland geeignet. Aber auch im Topf oder im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon können sie problemlos kultiviert werden. Die Früchte reifen bereits im Juli und bringen reiche Ernte bis September. 'Sunviva' wurde speziell für den ökologischen Freilandanbau entwickelt Das Saatgut stammt aus rein biologischer Kultur und wurde nach der geltenden EU-Öko-Verordnung ohne chemische Pflanzenschutzmittel gezogen.

Was ist Open-Source?

'Sunviva' ist eine sogenannte Open-Source-Sorte. Das bedeutet, dass das Saatgut frei vermehrt, weiterentwickelt und weitergegeben werden darf. Bei Open-Source-Sorten darf niemand das Saatgut und seine Weiterentwicklungen mit geistigen Eigentumsrechten belegen. Dazu gehören zum Beispiel Sortenschutzrechte oder Saatgutpatente. Jeder Empfänger überträgt zukünftigen Nutzern des Saatguts die gleichen Rechte und Pflichten. Das gilt auch, wenn die Sorten züchterisch verändert wurden.

Alle Tüten und Packungen, die mit dem Saatgut gefüllt werden, müssen daher folgenden unveränderten, mit freiem Auge lesbaren Text enthalten: „Saatgut mit gleichen Rechten und Pflichten für alle. Mit Erwerb des Saatguts oder bei Öffnung der Verpackung dieses Saatguts akzeptieren Sie im Wege eines Vertrages die Regelungen eines kostenfreien Lizenzvertrages. Sie verpflichten sich vor allem, die Nutzung dieses Saatgutes und seiner Weiterentwicklungen nicht z.B. durch Beanspruchung von Sortenschutzrechten oder Patentrechten an Saatgutkomponenten zu beschränken. Zugleich dürfen Sie das Saatgut und daraus gewonnene Vermehrungen nur unter den Bedingungen dieser Lizenz an Dritte weitergeben. Die genauen Lizenzbestimmungen finden Sie unter www.open-sourceseeds.org/lizenz. Wenn Sie diese Bestimmungen nicht akzeptieren wollen, müssen Sie von Erwerb und Nutzung dieses Saatguts Abstand nehmen.“

Kultur:

Tomatensamen werden zwischen März und Anfang April 0,5 -1 cm tief in Saatschalen oder kleine Topfe mit feuchter Aussaaterde gesät. Halten Sie die Keimtemperaturen Tag und Nacht ein, damit die Samen schnell und gleichmäßig keimen. 10 bis 14 Tage nach dem Auflaufen werden die Sämlinge einzeln in Töpfe pikiert. Ab Mitte Mai, wenn es sicher frostfrei und warm genug ist, können die Jungpflanzen ins Freiland oder Gewächshaus gepflanzt werden. Tomaten bevorzugen einen lockeren, nährstoffreichen, humosen und feuchten Boden an einem warmen, sonnigen und windgeschützten Platz. Achten Sie bei der Kultur in Kübeln, Ampeln und Balkonkästen darauf, dass die Tomatenpflanzen nie austrocknen und düngen Sie regelmäßig. Brechen Sie junge Seitentriebe laufend aus, dann gedeihen die Pflanzen besser.

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