IVG: "Kein Jahr wie jedes andere"

Aktuelle Zahlen für 2020 zeigen, dass sich der Gartenmarkt in der Pandemie sehr gut behaupten konnte.

Der IVG vereint derzeit rund 150 Mitgliedsunternehmen der Gartenbranche und hat seine Kernkompetenzen in den Bereichen Information, Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying.

Auf dem 20. IVG Medientag Garten, der in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie am 3. und 4. März im digitalen Raum stattfindet, gab Klaus Peter Teipel, klaus peter teipel research & consulting, in seinem Vortrag „Der Gartenmarkt 2020/21 unter dem Einfluss von Covid 19“ die Zahlen der Grünen Branche für das Jahr 2020 bekannt. Teipel wagte in seinem Vortrag, den mehr als hundert Pressevertreter online verfolgten, zudem einen Ausblick auf 2021, verwies aber zugleich auf einen hohen Unsicherheitsfaktor des Verlaufs aufgrund der anhaltenden Pandemie.

In seinem Rückblick betonte Teipel direkt zu Beginn, dass 2020 uns alle eigentlich nur ein Thema beschäftigt hat: Covid 19. „In der Pandemie wurden marktübliche Mechanismen nahezu vollständig außer Kraft gesetzt“, so Teipel. „Aufgrund des Lockdowns verbrachten die Menschen mehr Zeit zu Hause, wodurch Wohnung und Garten verstärkt im Fokus standen und sinnstiftende Heimwerkertätigkeiten gefragt waren wie nie zuvor.“ Die er-mittelten Zahlen für 2020 zeigten dann auch, dass sich der Gartenmarkt in der Pandemie sehr gut behaupten konnte. Denn mit 20,7 Mrd. Euro (2019: 18,7 Mrd. Euro) erzielte er ein sehr gutes Ergebnis. Insbesondere die Gartenhartwaren (+16,2%), der biologisch-chemische Bedarf (+14,3%) und Lebendes Grün (+4,1%) konnten deutlich zulegen.

Prognose für 2021 schwierig

„Angesichts des erreichten Umfangs ist für den Gartenmarkt 2021 nicht von weiteren Zuwächsen auszugehen“, stellte Teipel aber für dieses Jahr klar. Denn die Sehnsucht nach Reisen, Gastronomie und Kultur auf Seiten der Bevölkerung sei ungebrochen. Sobald es die Rahmenbedingungen zulassen, werden diese Ausgabenbereiche wieder in starker Konkurrenz zum DIY und damit auch zum Gartenbereich stehen und die finanziellen Spielräume für diese Verwendungsbereiche wieder einengen. „Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass die Pandemie in vielfacher Hinsicht deutliche Spuren hinterlassen wird“, erklärt Teipel. In diesem Zusammenhang werde das „Jahrzehnt des Zuhauses“ Chancen und Herausforderungen für das stationäre wie auch das Online-Geschäft im eigenen Zuhause und damit auch für den Gartenbereich bieten. (IVG)

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