Hornbach: Rekord-Ergebnis in 2021/22

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten führte zu einem Rekordergebnis für die HORNBACH-Gruppe (Hornbach Holding AG & Co. KGaA Group; ISIN DE0006083405) im Geschäftsjahr 2021/22 (1. März 2021 bis 28. Februar 2022).

Die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten blieb weiterhin hoch. Bild: Hornbach.

Dank der langjährigen ICR-Strategie sowie der erfolgreichen Bewältigung von Corona-Beschränkungen und von Herausforderungen in der Lieferkette, konnte Hornbach weitere Marktanteile in Schlüsselmärkten gewinnen. Gemäß der endgültigen Zahlen stieg der Nettoumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,7% auf 5.875 Mio. Euro, das bereinigte EBIT konnte im Jahresvergleich um 11,1% auf 362,6 Mio. Euro gesteigert werden. Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich auf 12,48 Euro von 10,33 Euro im Geschäftsjahr 2020/21 (+20,8%). Die Hornbach Holding wird daher der Hauptversammlung am 8. Juli 2022 eine Dividendenerhöhung auf 2,40 Euro (Vj. 2,00 Euro) vorschlagen. Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022/23 bleibt vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Unsicherheiten und steigender Preise vorsichtig optimistisch. Der Vorstand der Hornbach Gruppe geht von einer sich dynamisch fortsetzenden Umsatzentwicklung aus. Zugleich wird erwartet, dass das Ergebnis leicht unterhalb des Rekordwerts aus dem Geschäftsjahr 2021/22 bleibt.

„Auch das zweite Corona-Jahr hat uns alle enorm gefordert. Aber die gute Nachricht ist, dass der Trend zur Fokussierung auf das eigene Zuhause weiterhin intakt ist, auch nachdem die Restriktionen wieder aufgehoben wurden. Es ist uns einmal mehr gelungen, die Chancen zu nutzen, die sich aus der Krise ergeben haben und noch stärker aus der Situation hervorzugehen. Das ist auf drei ganz zentrale Erfolgsfaktoren zurückzuführen: Unsere langjährige, im Wettbewerb führende Digitalisierungs- und ICR-Strategie – also die sinnvolle Verzahnung von stationären und digitalen Angeboten –, unser flexibles Logistikkonzept inklusive vorausschauender Beschaffung und Bevorratung sowie das unermüdliche Engagement unserer fast 25.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, kommentierte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.

Im Kalenderjahr 2021 entwickelte sich Hornbach Baumarkt deutlich besser als die deutsche Baumarkt-Branche und konnte den Marktanteil von 14,0% auf 15,1% steigern. In den Ländern außerhalb Deutschlands erhöhte sich der Marktanteil in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz basierend auf Marktdaten der GfK3). „Wir sind deutlich schneller gewachsen als der Markt, was sich natürlich auch sehr erfreulich in unseren Marktanteilen niederschlägt. In Deutschland waren wir im Kalenderjahr 2021 die einzige große Baumarktkette, die nach der starken Entwicklung der Branche im Jahr 2020 einen weiteren Umsatzzuwachs erzielen konnte“, führte Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG, aus.

Signifikante Ergebnissteigerung – Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Dank des starken Umsatzwachstums hat die Hornbach Gruppe die operative Ertragskraft im Vergleich zum Vorjahr weiter gesteigert. Die bereinigte EBIT-Marge des Konzerns stieg von 6,0% auf 6,2%. Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG wuchs das bereinigte EBIT um 12,9% auf 314,7 Mio. Euro und die bereinigte EBIT-Marge von 5,4% auf 5,7%.

Die Profitabilität (bereinigte EBIT-Marge) der Bau- und Gartenmärkte in Deutschland konnte von 3,1% auf 3,3% gesteigert werden. Die Region Übriges Europa hat auf bereits hohem Niveau weiter an Boden gewonnen und die bereinigte EBIT-Marge auf 8,2% (Vj. 8,0%) ausgebaut. Der Teilkonzern Hornbach Immobilien erzielte ein bereinigtes EBIT in Höhe von 53,7 Mio. Euro (Vj. 55,8 Mio. Euro), der Teilkonzern Hornbach Baustoff Union verbesserte das bereinigte EBIT von 9,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 13,0 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2021/22.

Das Ergebnis je Holding Aktie erhöhte sich von 10,33 Euro auf 12,48 Euro. Vorstand und Aufsichtsrat werden der (virtuellen) Hauptversammlung der Hornbach Holding AG & Co. KGaA, die für den 8. Juli 2022 geplant ist, eine von 2,00 Euro auf 2,40 Euro erhöhte Dividende je gewinnberechtigter Stück-Stammaktie zur Abstimmung vorschlagen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich für den Konzern auf 344,9 Mio. Euro (Vj. 346,5 Mio. Euro). Höheren Mittelzuflüssen durch den starken Konzernjahresüberschuss stand eine gegenläufige Entwicklung durch eine Erhöhung des Working Capital gegenüber, die im Wesentlichen aus der umfassenderen Bevorratung für die Frühjahrssaison als Reaktion auf die Herausforderungen in der globalen Lieferkette resultierte.

Mit 178,6 Mio. Euro investierte die Hornbach Gruppe im Geschäftsjahr 2021/22 ca. 16% mehr als im Vorjahr, was insbesondere die weitere stationäre Expansion mit fünf Neueröffnungen in ganz Europa sowie vier geplanten Neueröffnungen im Geschäftsjahr 2022/23 widerspiegelt. Der Free Cashflow nach Investitionstätigkeit und Dividenden belief sich auf 134,5 Mio. Euro (Vj. 168,2 Mio. Euro).

Hornbach erwartet weiterhin eine hohe Nachfrage – Profitabilität durch externe Herausforderungen beeinflusst

Die Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprodukten blieb in der Frühjahrssaison 2022/23 trotz Preissteigerungen in fast allen Produktkategorien sowie ungünstiger Witterungsverhältnisse in einigen Regionen des Verbreitungsgebiets weiterhin hoch. Positive Basiseffekte ergaben sich in Regionen, die im Vorjahr von Lockdowns betroffen waren, wie in Teilen des deutschen Vertriebsnetzes, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei. Im März 2022 hat Hornbach zwei neue Bau- und Gartenmärkte in Nitra (Slowakei) und Enschede (Niederlande) eröffnet. Darüber hinaus sind zwei weitere Neueröffnungen im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 in Constanta (Rumänien) und Leipzig (Deutschland) geplant.

Für den Gesamtkonzern Hornbach Holding AG & Co. KGaA wird für das Geschäftsjahr 2022/23 erwartet, dass der Konzernumsatz leicht oberhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2021/22 (5.875 Mio. Euro) liegen wird. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Ergebnis (bereinigtes EBIT) wird aufgrund anhaltender geopolitischer Unsicherheiten und der damit verbundenen Preiserhöhungen für Produkte und Dienstleistungen voraussichtlich leicht unter dem starken Ergebnis des Geschäftsjahres 2021/21 (362,6 Mio. Euro) liegen.

“Das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin volatil, was eine präzise Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 deutlich erschwert. Obwohl wir weitere Schließungen im Zuge von Corona-Verordnungen für unwahrscheinlich halten, haben die Herausforderungen im Hinblick auf Inflation, Lieferkette und Produktverfügbarkeit in den letzten Monaten weiter zugenommen. Die Hornbach Teams arbeiten hart daran, eine gute Produktverfügbarkeit für unsere Kunden zu vernünftigen Preisen zu gewährleisten. Wir halten an unserer Preisführerschaft auf allen Märkten fest und beobachten die externen Entwicklungen genau“, betonte Karin Dohm, CFO der Hornbach Management AG. „Positiv ist zu vermerken, dass die Kundennachfrage unverändert stark ist und der Bedarf an energieeffizienten Renovierungen angesichts steigender Energiepreise und der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien und geringem Kohlendioxidausstoß noch dringender geworden ist.” (Hornbach)

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