Gartenhaus in Eigen-Regie?

Der eigene Garten ist nicht selten besonders im Sommer der Haupt Aufenthalts Spot und Lieblingsplatz der ganzen Familie. Zum Füße hoch legen nach der Arbeit, zum Austoben für die Kids.

Ein Blockhaus ist ein richtiges Stück neuer Wohnraum. Bild: Foto: Adobe Stock.

Genauso unterschiedlich wie die Bedürfnisse, die ein toller Garten mit etlichen Möglichkeiten für die unterschiedlichen Altersklassen der Nutzer bietet, sind die Gestaltung-Möglichkeiten. Von der Hühner Haltung über Hobby-Bauern die ihr eigenes Bio-Gemüse auf ziehen über Whirlpools und Planschbecken ist alles vertreten. Doch ein Objekt ist nicht nur saisonal nutzbar und kann, wenn es richtig angegangen wird mehrere Generationen überdauern.

Das Gartenhaus!

Es hat viele Namen, vom Blockhaus über die Holzhütte, dass Party-Häuschen, der Hobby-Schuppen, dass Sauna-Häuschen und vieles mehr fällt uns ein, um einen ganz besonderen Bereich in unseren Gärten zu etablieren. Ein richtiges Stück neuer Wohnraum wird geschaffen. Ein Rückzugsort für gemeinsame Hobbys und Qualitätszeit. Sicher haben die meisten Menschen mit einem Garten Grundstück bereits über die Anschaffung, beziehungsweise den Eigenbau eines Gartenhauses nachgedacht und haben in Gedanken die dutzenden Möglichkeiten für dessen Nutzung, Einrichtung und Konzeption durchgespielt. Bei einem kann aber wirklich jeder sich sein, das Thema Gartenhaus wird das Interesse aller Familien Mitglieder wecken!

Genehmigung?

Wenn Sie sich für die Gestaltung, die Erbauung eines Holzhauses auf Ihrem Grundstück entschieden haben drängt sich zuerst die Frage auf, ob eine sogenannte Baugenehmigung für den Aufbau vonnöten ist. Dies ist allerdings je nach Bundesland unterschiedlich geregelt und kann nicht pauschalisiert werden. Über die Homepage ihres örtlichen Bauamtes lässt sich ein entsprechender Antrag ausdrucken. Sie müssen folgende Angaben erläutern:
- Den Lageplan des Grundstücks mit dem geplanten Maßstab von 1:500
- Eine Berechnung des umbauten Raumes
- Sowie eine Skizze des geplanten Bauobjektes
- Eine Baubeschreibung als auch eine Bauzeichnung im Maßstab von 1:100
- Außerdem ein Außenansichten und eine Schnittzeichnung vom Gartenhaus

Diese Daten und Unterlagen werden im jeweiligen Bauamt bearbeitet und ausgewertet. Die kosten einer solchen Antragsstellung belaufen sich zwischen 50,00€ und 100,00€. Doch beachten Sie, dass dies zwingend notwendig ist auch bei kleineren Bauten wie hölzernen Geräteschuppen, einem Fahrradcarport oder ähnlichem. Sparen Sie sich diesen Weg nicht da ansonsten ein Abriss drohen könnte und die Mühe und Kosten somit umsonst gewesen wären.

Welches Material eignet sich?

Der einfachste und kostengünstigste Weg zur Erbauung eines Holzhauses ist sicherlich der Aufbau über das Einnageln wetterfester OSB Platten zwischen vier, idealerweise einbetonierten holz Balken an den Eckpunkten der Außenmaße. Die Tür und Fenster Aussparungen werden nach den eigenen Vorstellungen ausgespart/ausgesägt. Als Tipp empfehlen sich sogenannte Unmaß Fenster. Das sind Fenster als auch Türen, die durch einen entsprechenden Fehler bei der Herstellung ein Maß außerhalb der Norm erreicht haben und somit nahezu unverkäuflich für den Standard Fachhandel sind. Wenn man allerdings bei einem Haus-Neubau über die Maße selbst bestimmt, können diese sehr gut und kostengünstig erworben und verbaut werden. Dieses Material steht der Standard Ware in keiner Weise nach. Lediglich ein paar Zentimeter über oder unterhalb der Norm sind sie eben für den Standardbau nicht verwendbar. Geeignete Platten wären Unbeschichtete OSB-Platten mit 18 oder 22 Millimetern, bei Häusern über vier Meter Länge auch 25 Millimetern Stärke. Es gibt auch beschichtete Platten für den Außenbereich, die man aber nicht lackieren oder streichen kann. Hölzer als Dachsparren, geeignet sind 12 x 6 Zentimeter Balken für den Dach Aufbau benötigen Sie Dachlatten als Auflage für die Wellpappe, zum Beispiel 24 x 38 x 2500 Millimeter Fichtenlatten die beschriebenen vier Eckpfosten geeignet zum Beispiel 10 x 10 Zentimeter als außen Pfeiler. Entsprechende Metallwinkel 10 x 10 Zentimeter am besten aus rostfreiem Edelstahl. Auch Selbstschneidende Holzschrauben und Stegdoppelplatten sind vonnöten. Polycarbonat oder PVC-Wellplatten als Bedachung. Dazu passende Abstandshalter und Schrauben mit Dichtscheibe. Estrichbeton und Drahtmatten als Armierung, PE-Folie und groben Bau-Sand benötigen sie, wenn sie eine Bodenplatte Gießen wollen, was sich bei Häusern ab einer bestimmten Größe auf jeden Fall empfiehlt. Denken Sie auch über eine entsprechende Rinnenentwässerung nach.

Fertiger Bausatz?

Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, die zum Ziel führen. Das Einlesen ist auf jeden Fall die erste Empfehlung! Was passt besser zu mir und meinen jeweiligen Fähig und Fertigkeiten. Über welches Material oder Werkzeug verfüge ich bereits und was müsste ich mir gegebenenfalls kaufen oder ausleihen. Diese und andere Fragen sollte man sich im Vorfeld auf jeden Fall stellen und Gedanken darübermachen, ob man sämtliches Material selbst kauft oder sich einen fertigen Bausatz mit entsprechender Anleitung kauft. Das online Angebot ist vielfältig und ausgesprochen groß zum Beispiel bei Pineca Webseite. Die Vorteile eines Bausatzes sind schnell aufgezählt. Das wichtigste liegt auf der Hand, die Entscheidung bezüglich der Materialien über deren Witterungsbeständigkeit, Masse, Beschaffung und Nutzbarkeit wird abgenommen. Sämtliches Material wird erklärt und je nach Investitions-Summe, wertiger oder natürlich einfacher beschaffen. Man muss sicher auch abwägen für welchen nutzen das Gartenhaus bestimmt ist. Ein einfaches Geräte-Häuschen für den Rasenmäher und die Fahrräder hat natürlich elementarere Ansprüche als die Schaffung eines zusätzlichen Wohnraumes zum Beispiel für eine Party-Hütte, eine Sauna oder ähnliches. Der detaillierte Aufbauplan ist natürlich äußerst nützlich bei weniger Erfahrung rund um das Thema Handwerk/Holzarbeiten. Wenn Große Vorkenntnisse vorhanden sind und eventuell sogar der Materialbezug durch einen bekannten Betrieb oder ähnliches wird die Wahl wohl dementsprechend eher auf die selbstständige Beschaffung der Materialien und die Gestaltung eines eigenen entworfenen Bau Konzeptes fallen.

Das richtige Fundament!

Ob der Typ des jeweiligen Gartenhauses technisch bedingt ein Fundament benötigt, hängt von der Größe und dem tatsächlichen Gewicht des Hauses ab. Geräteschuppen im kleineren Ausmaß können in der Regel auch auf lediglich verdichtetem Erdboden erbaut werden. Trotzdem ist gerade bei weichem Erdreich zu beachten, dass eine Schicht verdichteten Kies oder Sand für den Untergrund die beste Lösung zum Verdichten darstellt. So ist der nötige Halt besonders nach Regenfällen bei der Entwässerung gewährleistet. Leichtere Gerätehäuser in sogenannter Ständerbauweise können mit Einschlaghülsen stabilisiert werden. Die Metallhülsen werden mit zur Hilfenahme eines Vorschlaghammers ins Erdreich gebracht und auf diesem Wege verankert. Große und schwere Gartenhäuser benötigen dagegen fast immer ein betoniertes Fundament, um Bodenbewegungen entgegenzuwirken. Sie können sich die Arbeit vereinfachen und die Gestaltung des Fundaments einer Firma überlassen, die sie in diesem wichtigen Punkt im Vorfeld fachmännisch berät. Je nach Boden Beschaffenheit und Standort müssen verschiedene Untergründe und Fundamente gestaltet werden. Auch sogenannte Stelzen-Häuser bieten sich bei vielen Untergründen an. Bei dieser Bauart hat zum Beispiel die Bodenfeuchtigkeit viel weniger Möglichkeiten Schaden zu verursachen. Auch können eventuelle Bodenunebenheiten durch Konstruktionen dieser Art komplett ausgeglichen werden.

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